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Museum im Frey-Haus

Ritterstraße 96

14770 Brandenburg an der Havel

Tel. (03381) 584501

Fax (03381) 584504

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Anfahrt

 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

 

 

Zur Geschichte des Museums

Die Anfänge des Museums sind in der Gründung des Historischen Vereins zu Brandenburg an der Havel zu sehen. Der Verein hatte sich zur Aufgabe gestellt, heimatgeschichtliche Forschungen zu betreiben sowie Zeugnisse der Vergangenheit zu sammeln und zu bewahren.  

Zur Unterbringung und zur Ausstellung der gesammelten Kulturgüter nutzte der Historische Verein von 1887-1923 den im 15. Jahrhundert als Bestandteil des neustädtischen Befestigungsringes errichteten Steintorturm. Die ungenügende Platzkapazität und die ungünstigen Ausstellungsbedingungen im mittelalterlichen Gemäuer ließen den Historischen Verein 1923 in das Frey-Haus des Brandenburger Blechspielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann in der altstädtischen Ritterstraße 19 (heute 96) wechseln. 

Mit dem Übergang des Frey-Haus-Komplexes im Jahre 1936 von den Erben Lehmanns an die Stadt Brandenburg sowie 1939 durch die vom Historischen Verein vorgenommene Übereignung des Museums mit seinen Beständen ebenfalls in den Besitz der Stadt begann die eigentliche Geschichte des städtischen Museums in Brandenburg an der Havel.

 

Zur Geschichte des Frey-Hauses

Das Frey-Haus wurde 1723 auf Betreiben von Oberst von Massow, Kommandeur des Königsregimentes Friedrich Wilhelm I. ("Lange Kerls"), im barocken Stil erbaut.

Für das ehemalige Massowsche Palais verwendete man Steine der 1722 auf Befehl des „Soldatenkönigs“ abgerissenen Marienkirche auf dem Marienberg. Das imposante Hauptgebäude mit dem Mansardendach, unterschiedlichen Geschosshöhen und einem sehenswerten Treppenhaus sowie einem von Fachwerkgebäuden umgebenen kopfsteingepflasterten Hof und anschließenden Garten ist das einzige erhaltene barocke Gebäude-Ensemble der Stadt Brandenburg.

Die Bezeichnung "Frey-Haus", d.h. der Erlass aller bürgerlichen Steuern, ist auf das Jahr 1751 und auf König Friedrich II. zurückzuführen.

Nach Oberst von Massow bewohnten das Frey-Haus weiterhin alle Regiments-Kommandeure des Infanterieregiments Nr. 36. Zeitweilig beherbergte es auch eine Orgel- und Spinettfabrik, bis der Spielzeugfabrikant E. P. Lehmann das Frey-Haus im Jahre 1912 erwarb.

 

  • Die historische Aufnahme (um 1895) zeigt die bauzeitliche Treppe vor dem Haupteingang - kurz vor ihrem Abriss. Die heutige Treppe wurde im Jahre 2006 wiedererrichtet.

Ausstellungen im Museum im Frey-Haus

  • Stadtgeschichtliche Dauerausstellung

 

Das Stadtmuseum präsentiert im Museum im Frey-Haus eine chronologische stadtgeschichtliche Dauerausstellung, beginnend mit der Besiedlung der Burg Brandenburg im 5./6. Jahrhundert durch den Slawenstamm der Heveller bis in die Geschichte in der jüngsten Vergangenheit – bis 1989. Diese systematische Darstellung von über tausend Jahren Stadtgeschichte berührt, auf Grund der historischen Bedeutung der Stadt, an vielen Stellen auch die Landesgeschichte. Damit kann der Besucher auch einen einmaligen Einblick in die deutsche Geschichte gewinnen – so wie sich diese in einer der ältesten Städte östlich der Elbe abgespielt hat. Unter den Exponaten befindet sich auch das Richtschwert, mit dem der Jugendfreund Friedrichs des Großen, Hans-Hermann von Katte, im Jahre 1730 hingerichtet wurde (siehe Foto). 

 

Themenbereiche

1. Etage

Slawische Besiedlung – die Burg Brandenburg

Entstehung von Alt- und Neustadt Brandenburg

Die Entstehung des Landes Brandenburg

Handwerk und Handel im Mittelalter

Reformation – 30jähriger Krieg 

2. Etage (Ballustrade)

Zinn des 18./19. Jahrhunderts  

3. Etage

Brandenburg in Preußen

Das Katte-Richtschwert

Von der Biedermeierzeit bis zum 1. Weltkrieg

Der Weg zur Industriestadt

Brandenburg in der Zeit des Nationalsozialismus

Brandenburg in der DDR-Zeit

 

 

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  • Dauerausstellung "Der Kletteraffe Tom - Spielzeug aus Brandenburg an der Havel"

Die Spielzeugausstellung im Stadtmuseum im Frey-Haus gibt einen hervorragenden Einblick in die Entwicklungs- und Produktionsgeschichte der traditionsreichen Spielzeugindustrie von 1881 bis 1992 in der Stadt Brandenburg an der Havel.  

In drei Abschnitten werden die bedeutendsten Firmen mit ihren Produkten vorgestellt:

Mechanisch betriebene und farbenfroh bedruckte Blechspielwaren der weltweit bekannten Spielzeugfabrik von Ernst Paul Lehmann, die kleinen und weit verbreiteten Massefiguren der Lineol-Fabrik von Oskar Wiederholz und die mechanischen und elektromechanischen Spielzeugprodukte des VEB mechanische Spielwaren Brandenburg.  

Vorgestellt werden auch die teilweise nur wenige Jahre existierenden Spielwarenfirmen aus Brandenburg, wie Metz & Duncker, Reil & Co und die Oro-Werke. Auch die Gundka-Werke und der VEB Patent-Lineol werden an Hand zahlreicher, zum Teil seltener Ausstellungsstücke dokumentiert. Mit der Liquidation der letzten Spielzeugfirma der Stadt, der Brandenburger Spielwaren GmbH, im Jahr 1992, für die die Replik des HALLO-Motorradfahrers steht, endete die lange erfolgreiche Tradition der Spielwarenproduktion in der Stadt Brandenburg an der Havel. Die umfangreiche Spielzeugsammlung stellt eine attraktive Besonderheit für die Stadt Brandenburg an der Havel und die Region dar. 

 

Lassen Sie sich, Ihre Kinder und Enkelkinder in die Spielzeugwelt vergangener Zeiten entführen, die Erinnerung an die eigene Kindheit wach halten und einen besonderen Teil der Brandenburger Industriegeschichte nachvollziehen. 

Wir bieten nach Anmeldung Führungen durch die Ausstellung an und stellen historisches Spielzeug in Aktion vor. Als Abschluß dürfen die Kinder selbst die Lehmann-Groß-Bahn (LGB) in Bewegung setzen.

 

 

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