Bewerbungsverfahren zu Ruder-WM 2015 abgebrochen
Auf dieser Seite finden Sie Informationen und Bilder zu den Aktionen, die im Zusammenhang mit der Bewerbung um die Austragung einer großen Ruder-WM in der Vergangenheit unternommen wurden.
Das betrifft sowohl die im Mai 2011 abgebrochenen Bemühungen um die WM 2015 als auch die nicht erfolgreiche Bewerbung um die WM 2013.
Im Spätsommer 2011 fällt die Entscheidung über den Austragungsort der Ruder-WM 2015. Kurz vor dem offiziellen Abgabetermin für die Bewerbungsunterlagen bei der FISA wurde bei einer Beratung des DRV und LRV Brandenburg mit der Stadt Brandenburg an der Havel und dem Land Brandenburg gemeinsam die Entscheidung getroffen, dass sich Deutschland aus dem Bewerbungsverfahren zurückzieht. Die Gründe dafür finden Sie hier:
Was das Brandenburger Bewerbungsteam bis dahin unternommen hatte, um die Welttitelkämpfe nach Deutschland zu holen, erfahren Sie bei einem Blick in die nachfolgende Liste der zahlreichen Aktivitäten. Mit einem Klick auf den entsprechenden Titel gelangen Sie schnell zur jeweiligen Information.
- Abschlusstreffen des Bewerbungsteams
- Ausstieg aus dem Bewerbungsverfahren beschlossen
- Inspektionsbesuch in Brandenburg an der Havel
- Empfang zum Abschluss des FISA JCM 2011
- FISA JCM in Brandenburg an der Havel eröffnet
- Internationale Ruderexperten zu Gast
- Wichtige Gespräche am Rande der WM
- Kia Ora aus Neuseeland
- Sonder-Newsletter erschienen
- Barfuß über den Beetzsee
- Freundschaftlicher Kontakt
- Großes Interesse an Aufklebern
- Erfolgreiche Präsentationen
- Turmanbau wird verglast
- Sattelplatz wird erweitert
- Interesse für Bauarbeiten und Bewerbungsverfahren
- WM-Botschafterin Kathrin Boron
- Neue Videowand getestet
- WM-Bewerbung im Corporate Design
- Logo für Candidate City entworfen
- Bewerbungsteam nimmt Arbeit auf
- Festakt 40 Jahre Regattastrecke: Bewerbung für 2015 bekräftigt
Abschlusstreffen des Bewerbungsteams
Ein Großteil der Frauen und Männer, die in den vergangenen Jahren ehrenamtlich an der Vision gearbeitet haben, eine "große" WM nach Brandenburg an der Havel zu holen, versammelte sich am 07.06.2011 zu einem Abschlusstreffen des Bewerbungsteams.
Sowohl Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann als auch LRV-Präsident und Team-Chef Hartmut Duif wiesen in ihren kurzen Ansprachen nochmals darauf hin, dass es für alle Beteiligten eine schwere Entscheidung war, die Vision einer "großen" WM zunächst erst einmal begraben zu müssen. "Die vorrangig auf kommerzielle Aspekte ausgerichteten Entwicklungen, die sich in den vergangenen Jahren in der Führungsetage des internationalen Rudersports vollzogen haben, halte ich für sehr bedenklich“, sagte Hartmut Duif und fügte an die Mitstreiterinnen und Mitstreiter gerichtet hinzu: „Gemeinsam haben wir in der Vergangenheit viel Zeit und Kraft für dieses ambitionierte Projekt investiert. Wir alle haben das gern getan, weil wir viel Zustimmung von den Freunden des Rudersports erfahren haben und dieses wichtige Vorhaben durch die Stadt Brandenburg an der Havel und das Land Brandenburg nicht nur inhaltlich mitgetragen wurde, sondern auch umfangreiche finanzielle Unterstützung erfuhr. Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten noch einmal ganz ausdrücklich bedanken."
Der Vertreter des DRV bekräftigte noch einmal, dass die seriöse Entscheidung zum Rückzug aus dem WM-Bewerbungsverfahren keine Abkehr von dem Ziel bedeutet, Brandenburg an der Havel als Regattastandort weiter zu entwickeln. Der DRV bekenne sich ganz klar zur Havelstadt, die auch in Zukunft ein wichtiger Austragungsort nationaler Titelkämpfe sein wird. Durch die erfolgten Investitionen sind hervorragende technische Bedingungen geschaffen worden, so dass Brandenburg an der Havel in der Veranstaltungsplanung des DRV weiterhin eine wichtige Rolle spielen wird. Man sei sich sicher, dass in absehbarer Zeit auch der internationale Rudersport wieder auf dem Beetzsee zu Gast sein wird.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Abschlusstreffens erklärten, dass sie in den Tagen nach dem Ausstieg aus dem Bewerbungsverfahren großen Zuspruch für diese schwere, aber hinsichtlich der großen finanziellen Risiken richtigen Entscheidung erfahren haben. "Das bestärkt uns in der Überzeugung, dass die wassersportbegeisterte Stadt Brandenburg an der Havel mit ihrer hochmodernen Naturregattastrecke auf dem Beetzsee auf jeden Fall das Potenzial für ein Treffen der weltbesten Ruderinnen und Ruderer besitzt. Wenn dafür in Zukunft seitens der FISA bessere Rahmenbedingungen geschaffen werden, sind wir sicher in absehbarer Zeit als Candidate City wieder mit im Boot.“ sagt Hartmut Duif mit einem optimistischen Blick in die Zukunft.
Ausstieg aus dem Bewerbungsverfahren beschlossen
Bei einem Spitzengespräch am 24. Mai 2011 im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg wurde entschieden, dass sich Deutschland nicht weiter am Bewerbungsverfahren um die Austragung der Ruderweltmeisterschaften im Jahr 2015 beteiligt. An dem Treffen in Potsdam nahmen unter anderem Sportministerin Martina Münch und Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann sowie Siegfried Kaidel, Präsident des Deutschen Ruderverbandes e.V. (DRV), und Hartmut Duif, Präsident des Landesruderverbandes Brandenburg e.V. (LRV), teil.
Die von den Beratungsteilnehmerinnen und -teilnehmern gemeinsam getroffene Entscheidung hat zur Folge, dass die umfangreichen Bewerbungsunterlagen zwar fristgerecht fertig gestellt wurden, das „Bid Book“ vom DRV bis zum offiziellen Abgabetermin am 31. Mai 2011 aber nicht an den Ruderweltverband FISA übergeben wird.
Über die Gründe für diesen Schritt kann man sich im Newsletter Nr. 5 informieren.
Inspektionsbesuch in Brandenburg an der Havel
Ihren Aufenthalt in Brandenburg an der Havel nutzten führende Vertreter des Ruderweltverbandes FISA zu Gesprächen mit dem Brandenburger Bewerberteam für die Ruder-WM 2015. Am Tag nach dem Joint Commissions Meeting trafen sich Smith Matt (Executive Director), Andy Couper (Marketing Director), Colleen Orsmond (Event Coordinator) und Svetla Otzetova (Event Director) mit Hartmut Duif und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf dem Gelände der Regattastrecke "Betzsee".
Zunächst verschafften sich die FISA-Experten bei einem Rundgang über das Gelände der Regattastrecke einen Eindruck von den Veränderungen, die sich im Rahmen der Maßnahmen zum Ausbau der Wettkampfanlage vollzogen haben. Besondere Beachtung fand dabei vor allem der neue Zielrichterturm.
Im Anschluss daran wurde ausführlich und sehr detailliert über den Ende Februar 2011 bei der FISA eingereichten Entwurf der Bewerbungsunterlagen (Bid-Book) diskutiert. Dabei ging es nicht nur um sport-fachliche Themen, sondern auch um solche Aspekte, wie Transport, Unterkünfte, Verpflegung oder TV-Übertragungen und Marketingrechte sowie Finanzierungsfragen. Ein Teil der FISA-Vertreter suchte auch Hotels in Brandenburg an der Havel und Potsdam auf, um sich vom Standard in den möglichen WM-Unterkünften zu überzeugen.
Die gegebenen Hinweise und Anregungen wurden vom Bewerbungsteam aufgenommen und werden in den nächsten Wochen in das Bid-Book eingearbeitet. Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann, die zeitweise an der Beratung teilnahm, zeigte sich nach der FISA-Inspektion mit Blick auf die WM-Vergabeentscheidung Anfang September 2011 optimistisch.
Empfang zum Abschluss des FISA JCM 2011
Zu einem festlichen Abschlussempfang begrüßten Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und Hartmut Duif, Präsident des Landesruderverbandes Brandenburg e.V., am Sonnabend, 05.03.2011, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen FISA Joint Commisssions Meetings im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses. Neben den FISA-Vertretern, mit Präsident Denis Oswald an der Spitze, weilten unter den ca. 130 Gästen des Abends auch DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, Brandenburgs Sportministerin Dr. Martina Münch, DRV-Präsident Siegfried Kaidel sowie eine kleine Delegation des Olympiabewerberteams „München 2018“, die von der Doppelolympiasiegerin Katarina Witt geleitet wurde.
Nach dem Ende der JCM-Beratungen brachte eine Sonderstraßenbahn die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer vom Axxon-Hotel ins Stadtzentrum. Der ca. 150 Meter lange Weg von der Haltestelle zur festlich beleuchteten Rolandfigur vor dem Altstädtischen Rathaus war mit Lichtern illuminiert worden. Nach einem Begrüßungsgetränk ging es durch ein Spalier von jungen Feuerwehrleuten mit Fackeln und jungen Rudererern mit Skulls in der Hand in den festlich dekorierten historischen Rolandsaal.
Für den stimmungsvollen musikalischen Auftakt sorgte Michelle-Louise Köhn von der Brandenburger Musikschule. Es folgten kurze Grußworte von Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann der neuen Brandenburger Sportministerin Dr. Martina Münch. Nach unterstrich FISA-Präsident Denis Oswald ergriff auch DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach das Wort. Großen Anklang fand die schwungvolle Darbietung der Tänzerinnen von “Les Copains De Danse”, die sich für diesen Anlass eine spezielle Ruder-Choreographie ausgedacht hatten. An einem reichhaltigen und sehr abwechslungsreichen märkischen Buffet konnten die Gäste dann Köstlichkeiten aus der Region probieren. Mit vielen interessanten Gesprächen rund um den internationalen Rudersport und die zukünftigen Vorhaben klang der Abend aus, der von allen Anwesenden gelobt wurde und als eine äußerst gelungene Veranstaltung in Erinnerung bleiben wird.
FISA JCM in Brandenburg an der Havel eröffnet
Zum Auftakt des diesjährigen FISA Joint Commissions Meetings begrüßte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Freitag, 04.03.2011, im Axxon-Hotel.
In ihren kurzen Begrüßungsworten erinnerte die Oberbürgermeisterin daran, dass der Rudersport in der Stadt Brandenburg an der Havel und im gesamten Land Brandenburg einen hohen Stellenwert genießt. „Das drückt sich in der Gastfreundschaft und Begeisterung der Menschen ebenso aus, wie in den großen Anstrengungen, die wir seit der deutschen Wiedervereinigung unternehmen, um unsere traditionsreiche Naturregattastrecke auf dem Beetzsee für große internationale Regatten auszubauen.“
An den FISA Präsidenten Denis Oswald und die Zuhörerinnen und Zuhörer gewandt, sagte sie weiter: „Wenn wir in Brandenburg an der Havel - unterstützt von der Landes- und der Bundesregierung - in der Vergangenheit enorme Anstrengungen zur Förderung des Wassersports unternommen haben und auch in der Gegenwart und in Zukunft insbesondere das Rudern umfangreich unterstützen, dann tun wir das vor allem aus einem Grund: Wir wollen den vielen Athleten, die sich diesem faszinierenden Sport verschrieben haben, hier bei uns in Brandenburg an der Havel ideale Trainings- und Wettkampfbedingungen bieten.“ Sie lud die Gäste ein, sich bei einem Besuch der Regattastrecke einen eigenen Eindruck von der enormen Entwicklung dieser traditionsreichen Wettkampfstätte zu verschaffen.
Ruderexperten aus der ganzen Welt zu Gast
In diesem Jahr ist Brandenburg an der Havel Veranstaltungsort für das Joint Commissions Meeting (JCM) des Ruderweltverbandes FISA. Bei diesem wichtigen Treffen zum Auftakt der neuen Wettkampfsaison kommen der FISA Council, die Mitglieder der verschiedenen FISA Kommissionen und das Management Board der FISA mit den Vertretern der verschiedenen Organisationskomitees zusammen, um die organisatorischen und technischen Details der diesjährigen internationalen Rudermeisterschaften zu besprechen.
Zur Tagung anreisen werden auch Delegationen aus den Städten Aiguebelette (Frankreich), Varese (Italien), Brest (Weißrussland) und Strathclyde (Großbritannien), die sich neben Brandenburg an der Havel um die Ausrichtung der Ruder-WM 2015 bewerben und sich den FISA-Vertretern präsentieren wollen.
Wichtige Gespräche am Rande der WM
Natürlich hat die dreiköpfige Brandenburger Delegation, die zur diesjährigen Ruder-WM nach Neuseeland gereist ist, auch die spannenden Titelentscheidungen auf dem Lake Karapiro verfolgt. Besonders haben sich LRV-Präsident Hartmut Duif, Jörg Landvoigt und Uwe Philipp über das hervorragende Abschneiden der Potsdamerin Daniela Reimer, die im leichten Doppelzweier Silber und im leichten Doppelvierer sogar Weltmeisterin wurde, und den grandiosen Sieg des Deutschland-Achters gefreut.
Der Hauptgrund der Reise ans andere Ende der Welt war aber ein anderer: Die Anwesenheit von 49 Nationalteams, die an den Titelkämpfen teilnahmen, sowie zahlreicher nationaler Ruderverbände und des Internationalen Ruderverbandes FISA bot eine ideale Gelegenheit, auf die Bewerbung Deutschlands für die Austragung der Ruder-WM im Jahr 2015 Aufmerksam zu machen. Darüber hinaus konnten die Brandenburger gemeinsam mit Delegationen der Mitbewerberorte Varese (Italien) und Brest (Weissrusland) mehrere Gespräche mit Mitgliedern der einzelnen FISA-Kommissionen führen. Die Experten des Weltverbandes gaben viele nützliche Hinweise und stellten eine Reihe von konkreten Fragen an die Bewerber für die WM 2015. "Wir konnten in vielen Punkten bereits überzeugende Argumente liefern und Antworten geben, mussten aber auch feststellen, dass bei der Durchführung einer 'großen' WM im Vergleich zur Junioren- oder U23-WM einige zusätzliche Dinge zu beachten sind" fasst der Chef des Brandenburger Bewerbungsteams Hartmut Duif zusammen.
Zwischen den Gesprächen und den Wettkampfentscheidungen nahmen die Havelländischen Ruderexperten die moderne Wettkampfanlage auf dem Lake Karapiro genau unter die Lupe und tauschten Erfahrungen mit dem neuseeländischen Organisationsteam aus. Einen ersten Eindruck schickte Hartmut Duif aus Neuseeland per Mail in die Heimat. "Es wurde hier ein riesiger Aufwand betrieben, um die WM vorzubereiten und durchzuführen. Im Organisationskomitee ist auch die Regierung von Neuseeland vertreten, so dass schwierige Fragen und große Probleme offensichtlich schnell geklärt werden konnten. Der Tribünenbau erinnert stark an die temporäre Tribüne, die wir bei der U23-WM 2008 errichtet hatten, nur dass hier 10.000 Menschen Platz haben. Vor dem Bereich befindet sich eine Sitzwiese, auf der nochmals ca. 15.000 Besucher Platz finden. Das Neuseeländische Fernsehen überträgt hier ganztägig, so dass alle Interessierten mit umfassenden Informationen versorgt wurden und auch über aktuelle Veränderungen des Wettkampfablaufes informiert waren. Die Strecke erwies sich als recht windanfällig und liegt mitten auf dem See. Die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen hier in Neuseeland ist beeindruckend. Erstaunt hat mich, wie viel ältere Menschen im Helferteam tätig sind."
Aus Sicht der Brandenburger Delegation sind die Informationen des Veranstalters der WM 2010 von großer Bedeutung, vor allem die Erfahrungen, die die Neuseeländer in den Bereichen Transport, Versorgung, Unterkunft, Helferstab und Pressebetreuung gesammelt haben. "Insbesondere in punkto Zuschaueraquise, Werbung, Medien- und Pressearbeit sowie Marketing wurden Maßstäbe gesetzt, an denen wir uns bei der Erarbeitung unserer Bewerbungunterlagen für die WM 2015 orientieren werden. Stärkeres Augenmerk müssen wir zum Beispiel auch auf die besonderen Anforderungen für behinderte Sportler legen" wirft Hartmut Duif schon mal einen Blick voraus auf die nächsten Sitzungen des Bewerbungsteams in Brandenburg an der Havel.
Kia Ora aus Neuseeland
Ans andere Ende der Welt reiste eine kleine Delegation des Brandenburger Bewerbungsteams, um bei den diesjährigen Ruderweltmeisterschaften vom 30.10. - 07.11.2010 in Neuseeland für die geplante Ruder-WM 2015 in Brandenburg an der Havel zu werben. Nach über 40-stündiger Anreise landeten Hartmut Duif und Jörg Landvoigt, Chef und Vizechef des Bewerbungsteams, sowie Uwe Philipp, Leiter der Brandenburger Regattastrecke "Beetzsee", in Auckland. An der WM auf dem Lake Karapiro nehmen 49 Nationen teil.
Mit der offiziellen Eröffnungsveranstaltung im neuseeländisch-maorischen Stil begann für die Brandenburger Ruderfreunde die Arbeit an der Regattastrecke. Während der WM-Tage geht es vor allem darum, die guten Kontakte zu den nationalen Ruderverbänden und zum internationalen Verband FISA zu festigen und die Schwerpunkte der deutschen Bewerbung um eine Austragung einer WM 2015 in Brandenburg an der Havel zu erläutern. Auch die Informationen zum gegenwärtigen Bauverlauf und zur weiteren Entwicklung der Regattastrecke "Beetzsee" sollen mit den FISA-Experten besprochen werden. Hilfreich dabei sind die zahlreichen und aussagekräftigen Informationsmaterialien, die die Brandenburger nach Neuseeland mitgenommen haben und an die teilnehmenden Nationen, die internationale Presse und die Vertreter des internationalen Verbandes verteilen und dort großes Interesse fanden.
Besonders deutlich wurden die positive Entwicklung, die sich am neuseeländischen WM-Austragungsort in den vergangenen Jahren vollzogen haben, für Jörg Landvoigt. Der zweimalige Olympiasieger und viermalige Weltmeister hatte bei der WM 1978 auf dem Lake Karapiro zusammen mit seinem Zwillingsbruder Bernd die Goldmedaille im Zweier ohne errungen. Bei seinem jetzigen Besuch konnte er feststellen, dass sich die Regattastrecke und auch das Umfeld enorm verändert haben und die Bedingungen deutlich besser sind. "Es stehen riesige Tribünenanlagen, eine Vielzahl von Bussen, große Versorgungspunkte, Veranstaltungsangebote für Jung und Alt und eine große engagierte Helfergruppen zur Verfügung. Alles zusammen bildet einen imposanten Rahmen für diese WM " schwärmt Jörg Landvoigt. Und Hartmut Duif fügt hinzu: "Man merkt überall, dass Rudern zu den Topsportarten in Neuseeland gehört und diese WM seit mehreren Jahren mit großem Engagement und gemeinsamer Kraftanstrengung als internationales Sportereignis der Spitzenklasse vorbereitet wurde. Das neuseeländische Organisationsteam wird in großartiger Weise von der Regierung und der gesamten Bevölkerung unterstützt. Ausdruck dafür sind auch die vielen bunt geschmückten Häuser und Einkaufsläden in der Region um Hamilton, Cambridge und Karapiro."
Newsletter-Sonderausgabe erschienen
Rechtzeitig vor Beginn der diesjährigen Ruder-WM in Neuseeland hat das Brandenburger Bewerbungsteam eine Sonderausgabe ihres Newsletters veröffentlicht. Darin enthalten sind kurze Berichte und aktuelle Fotos, die den derzeitigen Stand der Arbeiten zur Realisierung des umfangreichen Bauprogramms zur Erweiterung der Regattastrecke "Beetzsee" dokumentieren. Zu sehen ist z.B. der fast fertige Erweiterungsbau des Zielrichterturmes. Zukünftig stehen in den sechs Arbeitsbereichen insgesamt ca. 170 m² Nutzfläche zur Verfügung.
In der 4. Ausgabe von "NEWS & MORE" wird auch davon berichtet, dass vor wenigen Wochen die auf acht Bahnen erweiterte Regattastrecke zum ersten Mal unter Wettkampfbedingungen erfolgreich getestet wurde. Um Platz für die zusätzlichen Bahnen 7 und 8 zu schaffen, wurde bekanntlich die im Beetzsee gelegene Insel Hünensteg (Acapulco) um 27 Meter „verschoben“. Im neu angelegten Inselteil wurden inzwischen 44 neue Bäume angepflanzt.
Die Newsletter-Sonderausgabe gehört neben Pins, Aufklebern und anderen Infomaterialien zur Aussttattung der kleinen Delegation aus Brandenburg an der Havel, die zum Lake Karapiro nach Neuseeland gereist ist. Unter Leitung von LRV-Präsident Hartmut Duif soll dort am Rande der WM-Entscheidungen für das geplante Championat 2015 in Deutschland geworben werden.
Barfuß über den Beetzsee
Internationalen Wassersport der Spitzenklasse gab es auch während der laufenden Bauarbeiten auf der Regattastrecke „Beetzsee“. Am 15.08.2010 ging die WM im Barfuß-Wasserski erfolgreich zu Ende, an der über 150 Aktive aus 17 Nationen teilnahmen.
Wagemutigen Athleten begeisterten die zahlreichen Zuschauer mit ihren atemberaubenden Sprüngen, Slalomfahrten und Tricks. Mehrere Weltrekorde im Springen zeigten, dass der Beetzsee auch für diese spektakuläre Sportart ideale Voraussetzungen bietet. Der neue Weltrekord steht jetzt bei 29,90 m.
Die Vertreter des Internationalen Barfuß-Wasserski-Verbandes waren überwältigt von den hervorragenden Wettkampfbedingungen und der großen Sportbegeisterung und Gastfreundschaft der Havelstädter.
Freundschaftlicher Kontakt
Obwohl man beim FISA-Kongress 2009 mit der Bewerbung für die WM 2013 nur gescheitert war und Korea den Zuschlag erhielt, sahen sich die Brandenburger Ruderer nie als "Verlierer". Im Gegenteil: Zu Gunsten von Amsterdam wurde die Bewerbung für 2014 zurückgezogen und der Neuanlauf für 2015 gestartet.
Dass die Brandenburger faire Sportler sind, zeigten sie kürzlich wieder in Račice, wo es am Rande der Junioren-WM freundschaftliche Kontakte und einen Erfahrungsaustausch mit der Delegation aus dem koreanischen Chungju gab, die das Rennen um die WM-Austragung 2013 knapp für sich entschieden hatten.
Großes Interesse an Aufklebern
Bereits zur Junioren-WM 2005 und zur U 23 WM 2008 hatte das Organisationsteam Auto-Heckscheiben-Aufkleber anfertigen lassen, die damals auf viel Interesse stießen. So war es nicht verwunderlich, dass auch die neuen Aufkleber zur Unterstützung des Bewerbungsverfahren um die „große“ WM 2015 wieder für große Aufmerksamkeit sorgen. Vereine aus ganz Deutschland haben sich bereits mit der Bitte um Bereitstellung von Exemplaren an den LRV Brandenburg gewandt.
Zu den ersten Fahrzeugen, die mit diesem Aufkleber unterwegs sind, zählt der Dienstwagen von Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann. In den nächsten Wochen werden auch die anderen Fahrzeuge der Stadtverwaltung mit einem Aufkleber versehen.
Der Heckscheiben-Aufkleber wurde zunächst in einer Auflage von 500 Exemplaren produziert, ein Nachdruck ist nicht ausgeschlossen. Interessenten können sich per Mail an den LRV Brandenburg
wenden.
Erfolgreiche Präsentationen
Nach dem erfolgreichen Auftritt beim WC in München waren Vertreter aus Brandenburg an der Havel auch beim Weltcup in Luzern mit einem Präsentationsstand vor Ort. Neben Flyern, Newslettern und Aufklebern wurde erstmals auch ein Video-Trailer als Werbemittel eingesetzt, den Fernsehleute des Brandenburger TV-Unternehmens SKB im Auftrag des Bewerberteams produziert haben.
Auch bei der Junioren-WM ins tschechische Račice war eine Delegation aus Brandenburg an der Havel präsent. Trotz Dauerregen gelang es dem dreiköpfigen Team, die Aufmerksamkeit der Sportler, Trainer und Offiziellen auf die Brandenburger WM-Bewerbung zu richten.
Das nächste Mal sind die Brandenburger mit Ihrem Präsentationsstand bei der EM in Montemor-o-Velho/Portugal vor Ort.
Turmanbau wird verglast
Mit moderner Technik und viel Fingerspitzengefühl setzten Bauarbeiter die mehrere Kilogramm schweren und enorm großen Scheiben passgenau in die vorhandenen Profile des Erweiterungsbaus des Zielrichterturmes ein.
Nach den Betonarbeiten und der Errichtung der Stahlkonstruktion ist damit eine weitere wichtige Phase dieses großen Teilprojektes im Gange. Der Abschluss der Roh- und Ausbauarbeiten ist für November 2010 geplant. Danach beginnen dann die Installation der Technik und die Ausstattung der zukünftig für die Kampfrichter und Organisatoren zusätzlich zur Verfügung stehenden Räume.
Sattelplatz wird erweitert
Anfang August 2010 wurde ein weiteres wichtiges Teilprojekt des 13-teiligen Maßnahmebündels zum Ausbau der Regattastrecke „Beetzsee“ in Angriff genommen. Das Vorhaben „Erweiterung Sattelplatz“beinhaltet die Umgestaltung des benachbarten Badestrandes „Massowburg“. Dadurch soll eine Erweiterung der Abstellmöglichkeiten von Booten bei großen nationalen und internationalen Regatten geschaffen werden. Gleichzeitig wird der beliebte Badestrand in einen befestigten und einen unbefestigten Teil gegliedert, durch umfangreiche Anpflanzungen aufgewertet und mit modernen Sitzelementen und verschiedenen Sportgeräten ausgestattet.
Im Oktober erfolgt die Neubepflanzung und im Frühsommer 2011 kann das vorübergehend gesperrte Areal dann wieder von der Allgemeinheit genutzt werden. Nach Abschluss der Arbeiten, für die mehr als eine halbe Million Euro investiert werden, steht den Havelstädtern ein deutlich aufgewerteter Badestrand zur Verfügung stehen. Und gleichzeitig können die Sportlerinnen und Sportler diese zusätzliche Fläche im Bedarfsfall als Sattelplatzerweiterung nutzen.
Interesse für Bauarbeiten und Bewerbungsverfahren
Am 26.05.2010 waren Thorsten Burmester vom Bundesinnenministerium und Karl-Hans Pezold vom Potsdamer Sportministerium auf dem Gelände der Regattastrecke, um sich vor Ort und über den Fortgang der Bauarbeiten und den Stand des Bewerbungsverfahrens für die WM 2015 zu informieren.
Am 26.06.2010 nutzte auch Brandenburgs Sportminister Holger Rupprecht seinen Besuch zum Auftakt der 8. Kinder- und Jugendsportspiele, um sich von der deutlich fortgeschrittenen Realisierung der Projekte des Ausbauprogramms zu überzeugen.
WM-Botschafterin Kathrin Boron
Mit vier Olympiasiegen, acht WM-Titeln und zahllosen Medaillen bei nationalen und internationalen Meisterschaften hat Kathrin Boron Sportgeschichte geschrieben.
Die weltbeste Ruderin, die nach den Olympischen Spielen von Peking 2008 ihre eindrucksvolle Kariere beendete, ist als Mitglied des Präsidiums des Landesruderverbandes (LRV) Brandenburg noch immer dem Rudersport eng verbunden.
Das zeigt sie auch mit ihrer Bereitschaft, die Bewerbung des DRV um die Ausrichtung der WM im Jahr 2015 auf dem Brandenburger Beetzsee mit ganzer Kraft zu unterstützen.
Neue Videowand getestet
Am 23.06.2010 wurde die neue Videoanzeigetafel der Regattastrecke "Beetzsee" erstmals in Funktion genommen. Bei einem Termin von Hartmut Duif, Landesruderverbandspräsident und Chef des Bewerbungsteams WM 2015, mit Vertretern von Kommunikations- und Werbeagenturen wurde die 64 m² große neue Anzeigetafel testweise in Betrieb genommen.
Als erstes Bild erschien das Logo der "Candidate City" Brandenburg an der Havel auf der neuen Videowand, die doppelt so groß ist, wie ihre Vorgängerin. Auf Grund der Schaffung von zwei zusätzlichen Wettkampfbahnen musste die Anzeigetafel vergrößert werden und einen neuen Standort in Mitten des Beetzsees erhalten.
WM-Bewerbung im Corporate Design
Das von der Brandenburger Agentur für Kommunikation und Design freivonform entwickelte Logo ist das zentrale Element des Corporate Design für das Bewerbungsverfahren um die Ausrichtung der Ruder-WM 2015. Es ziert nicht nur die bereits erstellten Aufkleber, Flyer und Newsletter. Auch auf den Roll-Ups, Beach-Flags und Hissfahnen, die zur Gestaltung von Informations- und Präsentationsständen angefertigt wurden, ist es zu sehen.
Erstmals eingesetzt wurden die inhaltsreichen und aussagekräftigen Info- und Werbematerialien beim Ruder-Weltcup vom 18. - 20.06.2010 in München. Unter Leitung von Landesruderverbandspräsident Hartmut Duif weilte eine Delegation in Bayerns Landeshauptstadt, um auf die Absicht der "Candidate City" Brandenburg an der Havel aufmerksam zu machen, die Ruder-WM in 5 Jahren auf dem Beetzsee auszutragen. "Wir haben an unserem Infostand viele interessante Gespräche mit Vertretern der internationalen Ruderfamilie geführt und von allen lobende Worte für unseren Auftritt erhalten." fasst der Chef des Bewerbungsteams das Feedback zusammen.
Nach der Rückkehr vom Weltcup traf sich Hartmut Duif auf dem gelände der Regattastrecke mit Oliver Welters und Janin Deisler von der Agentur freivonform sowie Ina Schönfeld von der Brandenburger Firma Werbe Profi, die die Roll-Ups, Beach-Flags und Hissfahnen nach den Vorgaben des Corporate Design hergestellt hat, um sich bei ihnen für die ansprechende Gestaltung und schnelle Produktion der Werbeerzeugnisse zu bedanken.
Logo für Candidate City entworfen

Mit einem eigens für das Bewerbungsverfahren zur Austragung der Ruder-WM 2015 entwickelten Logo werden in Zukunft alle Marketingmaßnahmen und Werbeartikel versehen. Die kreativen Köpfe der Brandenburger Agentur freivonform hatten vom Bewerbungsteam den Auftrag erhalten, ein Logo zu entwerfen, dass in einer Verbindung von traditionellen und modernen Gestaltungselementen für die "Canditate City" Brandenburg an der Havel und ihre Regattastrecke auf dem Beetzsee wirbt.
Das Logo deutet die bekannte Silouette des Zielrichterturmes in Verbindung mit einem Ruderblatt an. Neben der blauen Hauptfarbe, die für die Regattastrecke "Beetzsee" typisch ist, weisen die schwar-rot-gelben Streifen auf die Bewerbung Deutschlands für diese WM hin.
Es wurden bereits erste Aufkleber mit dem neuen Logo hergestellt, die an verschiedenen Stellen ausliegen oder über das Team der Regattastrecke erhältlich sind.
Bewerbungsteam nimmt Arbeit auf
Unter der Leitung von Landesruderverbandspräsident Hartmut Duif hat sich ein Team von ehrenamtlich engagierten Freunden des Rudersports zusammengefunden, um die notwendigen Arbeiten und Aktivitäten im Rahmen des Bewerbungsverfahrens für die Ausrichtung einer "großen" WM im Jahr 2015 in Brandenburg an der Havel zu organisieren.
Dem Team gehören viele Frauen und Männer an, die sich schon für die "VISION 2013" stark gemacht hatten und die auch in den Organisationsstäben für die Junioren-WM 2005 und die U 23 WM 2008 mitgearbeitet haben.
Das Bewerbungsteam trifft sich zu regelmäßigen Sitzungen, in denen die Mitglieder der verschiedenen Arbeitsgruppen zu spezielle Themen informieren und konkrete Maßnahmen vorstellen, die bis zur Vergabeentscheidung beim FISA-Kongress 2011 realisiert werden sollen.
Festakt 40 Jahre Regattastrecke: Bewerbung für 2015 bekräftigt
Ca. 150 Gäste aus Sport, Politik, Verwaltung und Wirtschaft feierten am 17.11.2009 gemeinsam im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses von Brandenburg an der Havel den 40. Geburtstag der Regattastrecke "Beetzsee".
Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und Sportminister Holger Rupprecht sowie Vertreter des DRV, DKV, LRV und LKV unterstreichen in ihren Reden und Grußworten die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt, dem Land und den Sportverbänden.
Auf dieser Grundlage wird der weitere Ausbau der Regattastrecke kontinuierlich fortgesetzt, um die notwendigen Voraussetzungen für erfolgreiche Bewerbungen zur Austragung großer internationaler Sportevents - wie z.B. der Ruder-WM 2015 - zu schaffen.
Eine ausführliche Information zum Festakt 40 Jahre Regattastrecke Beetzsee" finden Sie hier.
VISION 2013
Mit der VISION 2013 hatten die Brandenburger Ruderer bereits einen Anlauf um die Austragung einer "großen" WM unternommen. Leider hatte dieser erste Versuch nicht geklappt, denn beim FISA-Kongress Ende August 2009 im polnischen Poznan erhielt Südkorea den Zuschlag für 2013 und - nach dem die deutschen Ruderer als sportlich faire Geste ihre Bewerbung zurückgezogen hatten - bekam das schon mehrfach erfolglose Amsterdam den Zuschlag für 2014.
Nachfolgend sind einige Aktionen dokumentiert, die im Rahmen der VISION 2013 unternommen wurden. Mit einem Klick auf den entsprechenden Titel gelangen Sie schnell zur jeweiligen Information.
- Bewerbung knapp gescheitert - Neuer Anlauf für 2015
- Erfolgreicher Auftritt in München
- Außenminister besucht Regattastrecke
- FISA-Delegation zu Arbeitsbesuch in Brandenburg an der Havel
- Mit VISION 2013 präsent
- Bewerbungsunterlagen abgegeben
- Vorarbeiten für Streckenerweiterung haben begonnen
- Oberbürgermeisterin wird LRV-Ehrenmitglied
- Segen statt Fluch
- Unter Afrikas Sonne für WM-Pläne geworben
- Genehmigungsbescheid übergeben
- Mitbewerber zu Besuch
- Botschafter für VISION 2013
- We are looking forward...
- Symbolischen Spatenstich vollzogen
- Erste Fördermittel für Streckenausbau
- Erste Pläne vorgestellt
Bewerbung knapp gescheitert - Neuer Anlauf für 2015
Obwohl das Bewerberteam mit Unterstützung von Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann bei der diesjährigen WM im polnischen Poznan noch einmal um Zustimmung für die Ausrichtung der WM 2013 in Brandenburg an der Havel warb, hat es im ersten Anlauf mit der Bewerbung für eine "große" Ruder-WM auf dem Brandenburger Beetzsee leider nicht geklappt.
Beim FISA-Kongress erhielt Südkorea den Zuschlag für 2013 und - nach dem die deutschen Ruderer als sportlich faire Geste ihre Bewerbung für 2014 zurückgezogen hatten - erhielt das schon mehrfach erfolglose Amsterdam den Zuschlag für die WM 2014.
Darauf hin gab der Deutsche Ruderverband sofort die Absicht bekannt, sich mit der Regattastrecke Beetzsee für 2015 zu bewerben.
Erfolgreicher Auftritt in München
Am Sonntag, 21.06.2009, stand eine weitere wichtige Etappe im Rahmen des laufenden Bewerbungsverfahrens für die Austragung der Ruderweltmeisterschaften im Jahr 2013 an. Am Rande des diesjährigen Ruder-Weltcups in München hatte das FISA-Council die drei Bewerber zu einer Präsentation eingeladen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, vor dem höchsten Gremium des Weltverbandes noch einmal ihre Konzepte zu präsentieren und Fragen der Experten zu beantworten.
Erleichterung machte sich bei der 10-köpfigen Delegation des deutschen WM-Bewerberteams breit, als die Mitglieder des FISA-Council die Brandenburger nach der ca. einstündigen Präsentation mit einem kräftigen Applaus und lobenden Worten verabschiedete.
Zu Beginn der Veranstaltung erklärten Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann, Siegried Kaidel, Vorsitzender des Deutschen Ruderverbandes e.V. (DRV), Dr. Andreas Höppner vom Potsdamer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport sowie Hartmut Duif, Präsident des Landesruderverbandes Brandenburg e.V. (LRV) in kurzen Statements aus ihrer jeweiligen Sicht, warum die Weltmeisterschaften im Jahr 2013 auf dem Beetzsee in Brandenburg an der Havel stattfinden sollten. Dabei wurde die enge Zusammenarbeit zwischen den Ruderverbänden, dem Land und der Stadt und die gegenseitige Unterstützung dieses großen Vorhabens unterstrichen.
Danach wurde der speziell für diese Bewerbung gedrehte Film eingespielt, in dem das lustige Maskottchen „Beetzi“ erstmals zu sehen ist. Das Weltmännchen begrüßt in dem ca. fünfminütigen Streifen auf lockere und sportlich-dynamische Art die Ruderer am Berliner Flughafen und begleitet sie über die deutsche Hauptstadt und Potsdam nach Brandenburg an der Havel. Hier angekommen, wird die gastfreundliche und weltoffene Havelstadt vorgestellt und die Regattastrecke „Beetzsee“ als idealer Wettkampfort empfohlen. Durch Computer-Animation wird in dem Film die „Verschiebung“ der Insel Hünensteg dargestellt und darauf hingewiesen, das für den weiteren WM-tauglichen Ausbau der Wettkampfanlage in den nächsten zwei Jahren ca. 5 Millionen Euro investiert werden.
Zur Überraschung und Freude der FISA-Vertreter, die den Bewerbungsfilm mit Beifall aufnahmen, betrat dann „Beetzi“ auch persönlich den Beratungsraum. Nach einigen Fragen und Erläuterungen konnte das Brandenburger Team denStaffelstab an die Mitbewerber aus Amsterdam und dem koreanischen Chungju übergeben, die im Anschluss ihre Konzepte vorstellten.
Nach der Präsentation zeigte sich Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann optimistisch. „Ich glaube, wir konnten die FISA-Experten von unserem Konzept und vor allem auch von der Gemeinsamkeit des Handelns von DRV, LRV sowie der Stadt und des Landes Brandenburg überzeugen. Was für mich besonders in München beeindruckend war, ist das große Interesse der Sportler und Ruderfreunde an unserer Bewerbung und die breite Unterstützung, die wir bei den vielen Gesprächen an unserem Bewerbungsstand auf dem Regattagelände gespürt haben.“ Dieses Gefühl habe sie auch bei einem Gespräch mit IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach gespürt, der die deutsche Bewerbung um die Ruder-WM ausdrücklich befürwortet.
Außenminister besucht Regattastrecke
Die Entwicklung der traditionsreichen Regattastrecke auf dem Brandenburger Beetzsee zu einer internationale anerkannten Wettkampfstrecke, die Pläne zum weiteren Ausbau der Anlage und das laufende Bewerbungsverfahren für die Ruder-WM 2013 standen im Mittelpunkt eines Besuches von Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier und des Europaabgeordneten Norbert Glante am 14.06.2009.
Begleitet wurden die Gäste an diesem Tag von LRV-Präsident Hartmut Duif, der den interessierten Besuchern nicht nur das Sportgelände und die Technik im Zielturm zeigte, sondern ihnen in einer Gesprächsrunde auch viele erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler, Trainer und Ehrenamtler vorstellte.
Der Vizekanzler und Außenminister zeigte sich überrascht von der modernen Naturregattastrecke und versprach, sich für die "VISION 2013" einzusetzen.
FISA-Delegation zu Arbeitsbesuch in Brandenburg an der Havel
Am 12.05.2009 weilte eine vierköpfige Delegation der FISA unter Leitung von Exekutive Direktor Matt Smith in Brandenburg an der Havel. Ziel der Stippvisite, an der auch Svetla Ozetova, Andrew Couper und Colleen Osmond teilnahmen, war das Gespräch mit den Mitgliedern des Bewerbungsteams für die Ruder-WM 2013.
Zum Auftakt der ganztägigen Beratung begrüßte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann die Gäste und versicherte noch einmal, dass die Stadt und das Land Brandenburg gemeinsam voll und ganz hinter der Bewerbung stehen und auch der WM-taugliche Ausbau der Wettkampfanlage über Mittel aus em Konjunkturpaket II abgesichert ist.
Bevor die Beratung in zwei Arbeitsgruppen begann, überzeugten sich die Gäste bei einer Fahrt mit dem Katamaran vorbei an der Insel Hünensteg, dass die Arbeiten zur Verlegung von "Acapulco" begonnen haben und die Erweiterung der Strecke auf 8 Bahnen in diesem Jahr noch realisiert wird.
Danach wurden in intensiven Gesprächen verschiedene Punkte aus der umfangreichen Bewerbungsmappe behandelt, seitens der FISA-Vertreter Hinweise gegeben und durch die Fachleute aus Brandenburg an der Havel Fragen beantwortet.
Mit VISION 2013 präsent
Am Infostand des Brandenburger Ruderclubs R.C.H.B konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung für die neue Saison in Europas größtem zusammenhängenden Binnen-Wassersportrevier auch über die VISION 2013 informieren.
Am Salzhofufer in Brandenburg an der Havel hatte die Wassertourismus-Initiativen "Potsdamer & Brandenburger Havelseen" und "Untere Havelniederung" am 17.04.2009 zur gemeinsamen Saison-Auftaktveranstaltung eingeladen. Bundes- und Landtagsabgeordnete, die Oberbürgermeister von Brandenburg an der Havel und Potsdam, viele Bürgermeister und Amtsdirektoren sowie zahlreiche wassertouristische Leistungsanbieter waren anwesend.
LRV-Präsident Hartmut Duif zeigte Interessierten ein Duplikat der Bewerbungsmappe für die Ruderweltmeisterschaften 2013, die vor wenigen Tagen bei der FISA abgegeben wurde. In Gesprächen informierte er über das weitere Bewerbungsverfahren und die Pläne zum WM-tauglichen Ausbau der Regattastrecke.
Bewerbungsunterlagen abgegeben
Termingerecht Ende März 2009 sind die Bewerbungsunterlagen für die Ausrichtung der Ruderweltmeisterschaften 2013 in Brandenburg an der Havel beim Ruderweltverband FISA abgegeben worden. Nach der elektronischen Übermittlung des umfangreichen Zahlen-, Daten- und Bildmaterials hat Landesruderverbandspräsident Hartmut Duif auch die 109 Seiten umfassende Bewerbungsmappe auf den Weg nach Lausanne geschickt.
Wichtiger Bestandteil der Unterlagen sind die Informationen zum WM-tauglichen Ausbau der traditionsreichen Regattastrecke auf dem Brandenburger Beetzsee, der vor Kurzem mit den ersten Arbeiten zur "Verschiebung" der Insel Hünensteg begonnen hat. Neben der Erweiterung der Anlage um zwei zusätzliche Bahnen auf die von der FISA vorgeschriebenen acht Bahnen handelt es sich vor allem um den Ausbau des Zielrichterturmes, die Erweiterung der Tribünen, des Pressezentrums und des Sattelplatzes sowie notwendige Maßnahmen im Bereich der Infrastruktur auf dem Regattagelände und in dessen Nähe.
Vorarbeiten für Streckenerweiterung haben begonnen
Am 09.03.2009 begannen die Arbeiten zur "Verschiebung" der Insel Hünensteg im Beetzsee. Insgesamt 43 Pappeln werden rechtzeitig vor Beginn der Vegetationsperiode im westlichen Bereich des ca. 5.600 m² großen Eilandes gefällt. Um die bisherige mit sechs Bahnen ausgestattete Regattastrecke auf acht Bahnen zu erweitern, müssen an dieser Stelle später ca. 7.000 m³ Erdreich abgetragen werden, die dann im süd-östlichen Teil wieder aufgefüllt werden. Durch das "Verschieben" der Insel werden an dieser Engstelle die notwendigen 27 m gewonnen, die für die zwei zusätzlichen Regattabahnen notwendig sind.
Die Fällungen der Pappeln werden durch das Wasser- und Schifffahrtsamt vorgenommen. Die dafür erforderliche Genehmigung liegt vor. Sie ist Bestandteil des Genehmigungsbescheides für die Maßnahmen zur "Verschiebung" der Insel Hünensteg, die kürzlich vom Landesumweltamt an die Stadt überreicht wurde.
Für die Baumfällungen werden auf der Insel Hünensteg umfangreiche Ausgleichspflanzungen mit Weiden und Pappeln auf über 2.500 m² Fläche vorgenommen. Darüber hinaus wird als Ersatzmaßnahme südlich des Mühlenfeldes eine Heckenpflanzung entlang eines vorhandenen Feldweges erfolgen. Dabei werden 1.360 m² mit 10 Weiden und über 700 einheimischen Sträuchern bepflanzt.
Oberbürgermeisterin wird LRV-Ehrenmitglied
Beim Landesrudertag 2009 in Potsdam wurde Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann mit der Ehrenmitgliedschaft des Landesruderverbandes Brandenburg ausgezeichnet. Der LRV würdigte damit die Verdienste des Brandenburger Stadtoberhauptes um die Entwicklung der Brandenburger Regattastrecke und des Rudersports, insbesondere ihre Verdienste bei der Vorbereitung und Durchführung der Junioren-WM 2005 und der U 23 WM 2008. Aber auch ihr Engagement für die VISION 2013 und ihre Bemühungen um Unterstützung für die Pläne zum WM-tauglichen Ausbau der traditionsreichen Wettkampfanlage auf dem Beetzsee wurden in der Begründung für die Ehrenmitgliedschaft unterstrichen.
Im Rahmen des Rudertages erhielten auch Mitglieder des Org.-Stabes der U 23 WM eine Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement. Außerdem wurden der Brandenburger Ruderer Lars Beilfuß mit der Ehrennadel des LRV in Bronze und Michael Kentzler, Chef des Regatta-Team Brandenburg, mit der Ehrennadel des LSB in Bronze ausgezeichnet.
Segen statt Fluch
... unter dieser Überschrift nahm Brandenburgs Oberbürgermeisterin Stellung zu Presseartikeln in einigen überregionalen Zeitungen, die davon berichteten, dass in Brandenburg an der Havel für fünf Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II eine kleine Insel um 27 Meter verschoben werden soll. Diese Darstellung ist genau so falsch, wie die Behauptung, dass der Ausbau der Brandenburger Regattastrecke lediglich für "ein paar Dutzend deutsche Leistungsruderer" stattfinden soll.
Wie Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich unterstreicht, handelt es sich bei den Arbeiten zur "Verschiebung" der Insel Hünensteg einschließlich der landschaftsplanerischen Begleitarbeiten und Ersatzpflanzungen zwar um das erste Teilprojekt im Rahmen der vielfältigen Maßnahmen, die zum WM-tauglichen Ausbau der Brandenburger Regattastrecke in den nächsten Jahren notwendig sind. "Doch die dafür erforderlichen 500.000 Euro standen schon weit vor der Diskussion um das so genannte Konjunkturpaket II bereit. Wenn nun über dieses Investitionsförderprogramm zusätzlich fünf Millionen Euro für die nächsten Schritte in Aussicht gestellt werden, dann zeigt das ganz deutlich, welch große Bedeutung auch seitens der Landesregierung diesem wichtigen Vorhaben beigemessen wird. Wir sind froh, dass uns die avisierten Mittel aus dem Konjunkturprogramm II in die Lage versetzen werden, auch die weiteren baulichen Maßnahmen zur Verwirklichung unserer 'Vision 2013' konzentriert und zielgerichtet in Angriff zu nehmen." blickt Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann optimistisch in die Zukunft.
Unter Afrikas Sonne für WM-Pläne geworben
Landesruderpräsident Hartmut Duif und Regattastreckenchef Uwe Philipp kehrten Mitte Februar 2009 von einer Bewerbungstour aus Südafrika zurück. Das zweiköpfige Team war nach Kapstadt geflogen, um beim dortigen außerordentlichen Kongress des Ruderweltverbandes für das gemeinsame Vorhaben des Deutschen Ruderverbandes und des LRV sowie der Stadt und des Landes Brandenburg zu werben, die Ruderweltmeisterschaften im Jahr 2013 auf dem Brandenburger Beetzsee auszutragen.
Nach der Rückkehr von der Stippvisite am Kap Horn zeigte sich der LRV-Präsident überzeugt davon, dass die persönliche Anwesenheit der Brandenburger Delegation von den Kongressteilnehmern und vom FISA-Council mit großer Aufmerksamkeit registriert wurde und als deutliches Zeichen für die Entschlossenheit der Brandenburger gewertet wird, die „Vision 2013“ zu verwirklichen.
Der Besuch in Südafrika wurde auch zu einem sportlich-fairen Gespräch mit den Mitbewerbern aus Chungju (Korea) genutzt, die mit einer hochrangigen 20-köpfigen Delegation angereist waren.
Genehmigungsbescheid übergeben
Aus den Händen von Umweltminister Dr. Dietmar Woidke nahm Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann am 11.02.2009 den Genehmigungsbescheid für die „Verschiebung“ der Insel „Hünensteg“ im Beetzsee erhalten. An der feierlichen Übergabe des Dokumentes im Funktionsgebäude der Regattastrecke nahmen auch Landtagspräsident Gunter Fritsch, Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sowie Vertreter der Wassersportverbände und der am Genehmigungsverfahren beteiligten Behörden teil.
Das abgeschlossene Genehmigungsverfahren war Voraussetzung für die wasserseitigen Arbeiten zum Ausbau der Brandenburger Naturregattastrecke im Hinblick auf die Ruderweltmeisterschaften 2013.
Da es derzeit auf dem Beetzsee nur sechs Bahnen gibt, muss die ca. 5.600 m² große Insel Hünensteg um 27 Meter „verschoben“ werden. Dafür werden mittels eines Schwimmbaggers im westlichen Teil ca. 7.000 m³ Boden von der Insel abgetragen. Ein Teil davon wird zusammen mit zusätzlichem neuen Material im süd-östlichen Bereich der Insel wieder aufgeschüttet, so dass die im Volksmund „Acapulco“ genannte Insel erhalten bleibt.
Mitbewerber zu Besuch
Eine 6-köpfige Delegation aus Korea besuchte am 10.11.2008 die Regattastrecke "Beetzsee" in Brandenburg an der Havel. Neben Han Young-Jun, Vizepräsident des Koreanischen Ruderverbandes, verschaffte sich auch Kim Ho-Bok, Bürgermeister der Stadt Chungju, einen Eindruck von den natürlichen Bedingungen und der technischen Ausstattung der traditionsreichen Brandenburger Wettkampfstätte. Die ca. 90 Kilometer von der koreanischen Hauptstadt Seoul entfernt liegende 210.000 Einwohner zählende Stadt Chungju gehört genau wie Brandenburg an der Havel zu den Austragungsorten, die ihr Interesse an der Ausrichtung der Ruderweltmeisterschaften 2013 bekundet haben.
Die koreanischen Gäste wurden von Uwe Philipp, Leiter der Regattastrecke, begrüßt und über das Gelände geführt. Obwohl ein Großteil der wasserseitigen Anlagen, wie zum Beispiel die Startbrücke, die Zwischenzeitnehmertürme oder die Bojen der Bahnmarkierungen, auf Grund der zu Ende gegangenen Wettkampfsaison bereits vom Wasser geholt wurden, konnten sich die Experten aus Korea trotzdem ein umfassendes Bild vom organisatorischen Ablauf und der zum Einsatz kommenden Technik machen.
Besonders erfreut waren die Koreaner über die Offenheit und Ausführlichkeit, mit der Regattastreckenchef Uwe Philipp ihre vielen Detailfragen beantwortete. Da es im Sport schließlich nicht um Konkurrenzdenken, sondern um fairen Wettstreit gehe, betrachte man laut Philipp aus Brandenburger Sicht auch die Bewerbung um die WM 2013 als eine "sportliche" Herausforderung, bei der am Ende der Austragungsort mit den besten Wettkampfbedingungen und dem schlüssigsten Organisationskonzept gewinnen solle. In diesem Sinne wünschte er dem Koreanischen Ruderverband und der Stadt Chungju viel Erfolg. Im Anschluss an ihren Besuch in Brandenburg an der Havel reiste die Delegation zu weiteren Regattastrecken in Europa, unter anderem nach Luzern.
Botschafter für VISION 2013
Als Botschafter für die "Vision 2013" verabschiedeten Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann und Landesruderverbandspräsident Hartmut Duif am 15.09.2008 den Brandenburger Trainer Andreas Herdlitschke auf die Reise zur Ruder-EM 2008 nach Athen.
Sie übergaben ihm vor dem Altstädtischen Rathaus in Brandenburg an der Havel Informationsmaterial und T-Shirts, um bei den Teilnehmern der europäischen Titelkämpfe für das Vorhaben zu werben, im Jahr 2013 auf der Regattastrecke "Beetzsee" in Brandenburg an der Havel eine "große" Ruderweltmeisterschaft durchzuführen.
We are looking forward ...
Schon kurz nach dem Ende der sehr erfolgreichen U 23 Ruderweltmeisterschaften 2008 haben die Vorbereitungen für das nächste große Ziel begonnen. Um die Vision einer "großen" WM im Jahr 2013 in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, wurden bereits erste Informationsmaterialien erstellt.
Auf einem Plakat mit eindrucksvollen Bildern der U 23 Titelkämpfe laden die Organisatoren bereits zum nächsten Ruderevent auf der Regattastrecke ein. Mit den Worten "We are looking forward to see you 2013" heißen sie schon jetzt die besten Ruderer der Welt zum möglichen Championat 2013 willkommen.
Auch ein Flyer und Aufkleber, die von der VISION 2013 künden, gibt es bereits.
Symbolischen Spatenstich vollzogen
Gemeinsam mit FISA-Präsident Dennis Oswald haben Vertreter des Landes Brandenburg und der Stadt Brandenburg sowie des DRV, LRV und des Landeskanuverbandes am vorletzten Tag der U 23 Ruder-WM 2008 den symbolischen 1. Spatenstich für den Ausbau der Regattastrecke "Beetzsee" vollzogen.
Zur Erinnerung an diesen Augenblick erhielten die Gäste ein kleines Säckchen mit Sand von der Insel Hünensteg, die für die Erweiterung der Wettkampfanlage auf acht Bahnen "verschoben" werden muss.
Mit dem symbolischen Spatenstich sollte den FISA-Offiziellen und den Vertretern der internationalen Ruderfamilie gezeigt werden, dass es die Brandenburger mit der VISION 2013 ernst meinen.
Erste Fördermittel für Streckenausbau
Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der U 23 WM 2008 übergab Sportminister Holger Rupprecht vor der voll besetzten Tribüne im Beisein von Ministerpräsident Matthias Platzeck und den Vertretern der FISA einen Fördermittelbescheid in Höhe von 250.000 Euro an Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann.
Zusammen mit dem Eigenanteil der Stadt Brandenburg an der Havel in gleicher Höhe stehen damit eine Halbe Millionen Euro für die ersten Maßnahmen zum WM-tauglichen Ausbau der traditionsreichen Regattastrecke "Beetzsee" zur Verfügung. Mit diesen Mitteln soll unter anderem die im Volksmund als "Acapulco" bezeichnete Insel Hünensteg um ca. 27 m verschoben werden, um Platz für die für eine WM-Ausrichtung notwendigen zusätzlichen Bahnen 7 und 8 zu schaffen.
Erste Pläne vorgestellt
Schon ein Jahr vor der U 23 WM 2008 stellte der Vorstand des Landesruderverbandes Brandenburg (LRV) bei einem Treffen mit Ministerpräsident Matthias Platzeck und Sportminister Holger Rupprecht seine Pläne vor, in naher Zukunft auch einmal eine "große" WM in das Land Brandenburg zu holen.
Laut Auskunft von LRV-Präsident Hartmut Duif entstand die VISION 2013 auf der Grundlage der eigenen guten Erfahrungen bei der Organisation großer Titelkämpfe, der kooperativen Zusammenarbeit der Ruderer mit der Stadt und dem Land Brandenburg und der ausdrücklichen Ermutigung seitens der FISA-Verantwortlichen.


























































