Slawendorf - Schaudorf
Im Eingangsbereich erleben die Besucher die zurückliegenden Jahrhunderte anhand von Gebäude- und Stadtansichten, können betrachten, wie sich Baukunst und Kleidung vom 11. bis zum 20. Jahrhundert entwickelt haben.
Im Schaudorf, das aus elf Hütten besteht, kann der Gast neun Hütten betreten und sehen, wie der Bäcker, der Töpfer, der Weber oder der Zimmermann vor etwa 1.000 Jahren im Havelland gelebt und gearbeitet haben. Die Hütten sind nach den Ergebnissen von Ausgrabungen nachgestaltet und entsprechen in Größe, Material und Bauart den im Havelland nachweisbaren Flechtwerk-, Spaltbohlen- und Blockhäusern sowie eingetieften Grubenhäusern. Die Gestaltung der aufschließenden Gebäudeteile (Wände, Dachform und -bedeckung) unterliegt, da exakte Grabungsergebnisse hier nicht vorliegen, einer gewissen Deutung, wobei hier Elemente der experimentellen Archäologie ansetzen. Ergänzt wird das Dorf durch Backöfen, Handwerkerstände, Brunnen, Bohlenweg, Holz- und Heulagerhütten, Tiergehege, Ackergeräte, Wagen, Schlitten, Einbäume und Flöße sowie das Slawenschiff "Dragomira".
Im Mittelalter – Bereich werden zum Betrachten einer Entwicklung von etwa 400 Jahren Ausschnitte aus dem Leben um 1400 gezeigt. Gezeigt werden Möbel und Handwerksgeräte aus der Zeit des 14. und 15. Jahrhunderts. Außerdem werden Wasserrad und Schmiede gezeigt. Im anderen Teil des Außenbereichs finden sich Großgeräte, u.a. aus der Bodenbearbeitung.

