Inhalt.

Museum im Frey-Haus

 

 

Zur Geschichte des Museums

 

Die Anfänge des Museums sind in der Gründung des Historischen Vereins zu Brandenburg an der Havel zu sehen. Der Verein hatte sich zur Aufgabe gestellt, heimatgeschichtliche Forschungen zu betreiben sowie Zeugnisse der Vergangenheit zu sammeln und zu bewahren.

Zur Unterbringung und zur Ausstellung der gesammelten Kulturgüter nutzte der Historische Verein von 1887-1923 den im 15. Jahrhundert als Bestandteil des neustädtischen Befestigungsringes errichteten Steintorturm. Die ungenügende Platzkapazität und die ungünstigen Ausstellungsbedingungen im mittelalterlichen Gemäuer ließen den Historischen Verein 1923 in das Frey-Haus des Brandenburger Blechspielzeugfabrikanten Ernst Paul Lehmann in der altstädtischen Ritterstraße 19 (heute 96) wechseln.

Mit dem Übergang des Frey-Haus-Komplexes im Jahre 1936 von den Erben Lehmanns an die Stadt Brandenburg sowie 1939 durch die vom Historischen Verein vorgenommene Übereignung des Museums mit seinen Beständen ebenfalls in den Besitz der Stadt begann die eigentliche Geschichte des städtischen Museums in Brandenburg an der Havel.

 


 

Zur Geschichte des Frey-Hauses

 

Das Frey-Haus wurde 1723 auf Betreiben von Oberst von Massow, Kommandeur des Königsregimentes Friedrich Wilhelm I. ("Lange Kerls"), im barocken Stil erbaut.

Für das ehemalige Massowsche Palais verwendete man Steine der 1722 auf Befehl des „Soldatenkönigs“ abgerissenen Marienkirche auf dem Marienberg. Das imposante Hauptgebäude mit dem Mansardendach, unterschiedlichen Geschosshöhen und einem sehenswerten Treppenhaus sowie einem von Fachwerkgebäuden umgebenen kopfsteingepflasterten Hof und anschließenden Garten ist das einzige erhaltene barocke Gebäude-Ensemble der Stadt Brandenburg.

Die Bezeichnung "Frey-Haus", d.h. der Erlass aller bürgerlichen Steuern, ist auf das Jahr 1751 und auf König Friedrich II. zurückzuführen.

Nach Oberst von Massow bewohnten das Frey-Haus weiterhin alle Regiments-Kommandeure des Infanterieregiments Nr. 36. Zeitweilig beherbergte es auch eine Orgel- und Spinettfabrik, bis der Spielzeugfabrikant E. P. Lehmann das Frey-Haus im Jahre 1912 erwarb.

  • Die historische Aufnahme (um 1895) zeigt die bauzeitliche Treppe vor dem Haupteingang - kurz vor ihrem Abriss. Die heutige Treppe wurde im Jahre 2006 wiedererrichtet.