Entwicklung des Hauptbahnhofes und der Bahnhofsumfeldes
Material des 2. Stadterneuerungsforums
Am 02.07.2008 fand im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses das 2. Stadterneuerungsforum zur Umgestaltung des Hauptbahnhofes und des Bahnhofsumfeldes statt.
Die dort gezeigte Präsentation sowie die Bestandskarte und die Karte der Eigentumsverhältnisse sind hier noch einmal einsehbar.
2. Stadterneuerungsforum am 02.07.2008
Das 2. Stadterneuerungsforum zur Zukunft des Hauptbahnhofes und des Bahnhofsumfeldes findet am 02.07.2008 um 18.00 Uhr im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses statt. Dort sollen die Ergebnisse der Prüfungen vorgestellt werden, die im Zusammenhang mit den Hinweisen und Anregungen aus dem ersten Stadterneuerungsforum veranlasst wurden. Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann: „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger zu dieser Veranstaltung ein, um gemeinsam über die Zukunft dieses wichtigen Teils unserer Havelstadt zu diskutieren.“
Hier schon einmal zusammengefasst einige Informationen zum derzeitigen Stand der Vorplanungen und Ideen:
- Insbesondere die Führung der Straßenbahn vor das Hauptbahnhofsgebäude wurde in den vergangenen Wochen nochmals umfangreich untersucht (siehe unten: Prüfvariante). Sie ist technisch möglich und auch mit dem Verkehrsfluss auf dem Zentrumsring verträglich. Sie wird jedoch trotzdem nicht empfohlen, da ihre Vorteile die damit verbundenen Nachteile nicht aufwiegen. Daher bleibt die ursprüngliche Vorzugslösung (siehe unten: Vorzugsvariante), die einen Verbleib der Straßenbahngleise nördlich des Zentrumsringes vorsieht, auch weiterhin die von der Stadtspitze angestrebte Lösung. Sie ist mit den VBBr abgestimmt. Nach eingehendem Studium und Abwägung der Vor- und Nachteile ist diese städtebauliche, funktionale und gestalterische Gesamtlösung insgesamt überzeugender. Geringe Vorteile für die Straßenbahnnutzer rechtfertigen nicht die erheblichen Nachteile und enormen Mehrkosten, die mit der Verlegung der Gleise verbunden wären. Insbesondere vor dem Hintergrund unserer Zielstellung, das Gesamtprojekt bis 2013 zu realisieren und zu finanzieren, ist der Verbleib der Straßenbahngleise in ihrer jetzigen Lage und ihre gestalterische Aufwertung und Einbindung in das städtebauliche Gesamtkonzept zu bevorzugen.
- Die von den Gutachtern vorgeschlagene Lösung, den jetzigen Fußgängertunnel unter den Bahngleisen nach Süden zu verlängern und damit die behindertengerechte und fußläufige Erreichbarkeit des Schützenworth zu gewährleisten, wird von den Anwohnern mehrheitlich abgelehnt. Die Stadt wird diese Lösung daher nicht weiter verfolgen.
- Weiter konkretisiert wurde dagegen die Nutzung der Flächen nördlich des Zentrumsringes. Die Stadt strebt die Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums gegenüber dem Hauptbahnhofsgebäude an. Neben privaten Investoren und Betreibern sind am Gesamt-Entwicklungskonzept für das Bahnhofsumfeld daher auch die städtischen Gesellschaften Wobra, Klinikum und die VBBr beteiligt. Mit der Errichtung eines medizinischen Versorgungszentrums in der Nähe des Hauptbahnhofes wird dem Wunsch vieler Brandenburgerinnen und Brandenburger entsprochen. Darüber hinaus stärkt eine solche Einrichtung die Rolle der Havelstadt als bedeutender Medizinstandort. Besonders die direkte Nähe zur Regionalbahnanbindung und zu den Bus- und Straßenbahnlinien der ÖPNV sprechen für die Realisierung eines solchen Vorhabens an dieser exponierten Stelle der Havelstadt. Architekt Uli Krieg stellte einen ersten Entwurf vor, wie ein solches medizinisches Versorgungszentrum aussehen könnte (siehe Foto).
- Auch die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte (Kita) in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes wurde noch einmal eingehend geprüft. Dabei wurde jedoch festgestellt, dass der bisher in der Nähe des Trauerberges vorgesehene Kita-Standort wegen der Nähe zu bereits vorhandenen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen (Grundschule, Station Junger Techniker und Naturforscher) besser geeignet ist.
- Konkretisiert wurde in den vergangenen Wochen auch die geplante Terminfolge im Zusammenhang mit dem vorgesehenen Rückbau der markanten Gebäude gegenüber dem Hauptbahnhof. Der Leerzug der in Plattenbauweise errichteten Wohnblocks wird bis Ende 2009 abgeschlossen sein, der Abbruch soll dann Anfang 2010 stattfinden. Das großflächige Kunstwerk wird möglichst schadenfrei geborgen. Die Integration in die zukünftige Bebauung wird geprüft.
- Für das Bahnhofsgebäude werden in der Erdgeschosszone – neben den erforderlichen Bahnschaltern – überwiegend gewerbliche Nutzungen angestrebt. Für die Realisierung wird voraussichtlich ein Investorenauswahlverfahren durchgeführt werden.
Hier finden Sie die Vorzugsvariante und die Prüfvariante als graphische Darstellungen (bitte Ladezeit beachten, für Detailbetrachtungen bitte die Vergrößerungsfunktion benutzen):
Zur Erinnerung: 1. Stadterneuerungsforum am 23. April 2008
Gemeinsam mit den beauftragten Gutachtern und Planern sowie dem Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Brandenburg an der Havel GmbH hat Beigeordneter Michael Brandt den Stand der Planungen für den zentralen Entwicklungsbereich Hauptbahnhof und das angrenzende Umfeld vorgestellt. Im Rahmen eines Stadterneuerungsforums, das am 23.04.2008 im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses stattfand, wurden die Ideen und Pläne für den Umbau des Bahnhofes und die Neugestaltung des Vorplatzes sowie die Sanierungs- und Neubauvorhaben der WOBRA der breiten Öffentlichkeit mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.
- Städtebauliches Szenario Vorzugsvariante

- Beschreibung der Vorzugsvariante

- Funktion Vorzugsvariante

- Schema Verkehrsfluss Vorzugsvariante

- Übersichtsblatt neue Projekte der WOBRA

In der Diskussion wurden von zahlreichen Teilnehmern erste Anregungen und interessante Hinweise für die weitere Arbeit an den Plänen geben, die bis zum 2. Stadterneuerungsforum einer Prüfung unterzogen werden.
Kontakt:
Christina Frede, Leiterin Fachgruppe Stadtentwicklung
Tel. (03381) 586100
E-Mail: christina.frede(at)stadt-brandenburg.de




