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Brennabor in Brandenburg an der Havel - Eine Ausstellung im Industriemuseum

August-Sonntag-Straße 5

14770 Brandenburg/Havel

Tel. (03381) 304646

Fax: (03381) 3046048

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Öffnungszeiten:

März bis Oktober

Dienstag bis Sonntag 10.00 - 17.00 Uhr

 

November bis Februar

Dienstag bis Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr

 

Kontakt:

Mario Steinbrink

Tel. (033839) 713232

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Zur Geschichte der Brennabor-Werke

Mit dem Namen Brennabor verbindet sich wohl der bedeutendste Teil Industriegeschichte der Stadt Brandenburg an der Havel. Im Jahre 1871 gründeten die Brüder Adolf, Herrmann und Carl Reichstein eine Fabrik zur Herstellung von handgeflochtenen Korb- und Kinderwagen. 1896 fertigten 1.800 Mitarbeiter jährlich ca. 75.000 Kinderwagen an. Damit war das Werk der größte Kinderwagenhersteller in Europa und hielt diese Stellung bis in die 1930er Jahre.

 

1882 begann die Fahrradherstellung. Den Markennamen Brennabor gaben die Brüder Reichstein ihren Fahrrädern 1892, Anlaß war die Erste Nationale Fahhrad-Austellung in Leipzig. Die Reichsteins suchten einen markanten Namen mit Heimatbezug. Brennabor galt damals fälschlicherweise (wie wir heute wissen) als alter slawischer Name der Stadt Brandenburg.  

Die Fahrradproduktion erlangte in kürzester Zeit höchste Stückzahlen. 1900 verließen schon 40.000 Fahrräder das Werk, 1925 waren es dann gar 90.000 Stück. Insgesamt wurden ca. 2,5 Millionen Fahrräder produziert. Die Gebrüder Reichstein hatten jederzeit technische Neuerungen im Blick und begannen mit der Entwicklung und dem Bau von Motorfahrzeugen. 1902 begann die Serienfertigung von Motorrädern und 1903 entstand das erste Automobil aus dem Hause Brennabor.

Die Brennabor-Werke entwickelten sich Anfang bis Mitte der 1920er Jahre zu Deutschlands größtem Automobilhersteller. Als einer der ersten deutschen Firmen führte das Werk 1924 die Fließbandfertigung im Automobilbau ein. Die Produkte der Brennabor Werke wurden weltweit exportiert, von Europa, Australien, Südamerika, bis China. In beiden Weltkriegen wurde die Produktion auf die Zulieferung für die Rüstungsindustrie ausgerichtet und tausende Zwangsarbeiter eingesetzt. Die Brennabor-Werke, im Frühjahr 1945 großflächig zerstört, wurden 1946 von der sowjetischen Militärverwaltung sequestiert und demontiert.

 

Die Ausstellung

Die Ausstellung Brennabor in Brandenburg wurde 2002 im Industriemuseum eröffnet. Die vier großen Produktionslinien - Kinder- und Puppenwagen, Fahrräder, Motorräder und Automobile werden mit Originalen präsentiert. Die Initiative zur Ausstellung geht auf das Bemühen der Interessengemeinschaft Brennabor (IG-Brennabor) zurück. Das Museum im Frey-Haus der Stadt Brandenburg und das Deutsche Technik Museum Berlin unterstützen die Ausstellung mit Exponaten. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, die Stadt Brandenburg und die Kultur- und Jugendstiftung der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam förderten das Projekt.

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie auf der Homepage der IG-Brennabor:

www.brennabor-brb.de Logo für externen Link