Ra´anana
Ra´anana ist eine Stadt in Zentralisrael. Bereits 1912 wurde darüber nachgedacht, eine landwirtschaftliche Siedlung zu gründen. Erste Pläne wurden aufgrund des Ersten Weltkrieges verworfen und 1922 wieder aufgenommen. Am 02. April 1922 sind u.a. zwei mit Menschen beladene Waggons aus Tel Aviv angekommen und gaben damit den Startschuss zur Stadtgründung.
Zu Anfang kam ein Großteil der Bevölkerung aus den USA. Unter der britischen Besatzung wurde die Stadt 1936 zu einem lokalen Rat. Erst im Jahr 1981 bekam Ra´anana den Stadtstatus zugesprochen.
Heute leben in Ra´anana über 73.000 Einwohner. Die Stadt wächst jährlich um ca. 2 Prozent. Die Einwohner setzen sich aus Einwanderern englischsprachiger Länder, wie den USA, Großbritannien und Südafrika zusammen.
Viele hochkarätige Hersteller von Hochtechnologien, wie z.B. SAP, Texas Instruments, Hewlett-Packard haben sich im Industrieviertel von Ra´anana angesiedelt.
Die Brandenburgische Sportjugend organisiert nahezu jährlich einen Austausch von Jugendlichen der Städte Brandenburg an der Havel und Ra´anana.
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der Stadt Ra´anana
Besuch aus Ra´anana vom 20.07. bis zum 03.08.2011
Brief des organisierenden Vereins Ra´anana e.V. aus Brandenburg an der Havel
In den vergangenen beiden Wochen war eine israelische Jugendgruppe aus der Stadt Ra´anana zu Gast bei der Stadtsportjugend im SSB e.V. und beim Verein für internationale Arbeit im Sport „Ra´anana e.V.“. Vom 20.07. bis 03.08.2011 besuchte uns die 19-köpfige Delegation. In der kompletten Zeit wurden beide Gruppen von insgesamt 20 deutschen Teilnehmern begleitet.
Durch das Treiben von Sport als Methode für das interkulturelle Lernen, erlebten die beiden Gruppen einen lebendigen Austausch, kommunizierten intensiv und schlossen Freundschaften, die hoffentlich Bestand haben werden. Die Brandenburger zeigten den ausländischen Jugendlichen innerhalb des Programms die Stadt Brandenburg an der Havel, machten Ausflüge u.a. nach Dresden, Potsdam, Prag und Berlin und tauschten sich bei den Diskussionen über verschiedene aktuelle Themen intensiv aus.
Außerhalb des Programms bekamen die Gäste einen intimen Einblick in das deutsche Familienleben. Alle Jugendlichen waren in freundlichen Brandenburger-Gastfamilien untergebracht. Hier gilt mein besonderer Dank an alle, die ihr Heim für diesen Zeitraum öffneten und somit, als Bestandteil des Konzeptes der Jugendbegegnungen, diese so wertvoll für unsere Besucher machten. Die in den zwei Wochen gezeigte Bereitschaft, sich mit Zeit, Kraft und auch Geld zu engagieren, ist nicht selbstverständlich. Die Herzlichkeit der Familien hat im erheblichen Maße zum Erfolg der Begegnung beigetragen.
Dank gilt überdies allen beteiligten ehrenamtlichen Helfern, dem engen Organisationsteam, dem Stadtsportbund Brandenburg an der Havel e.V., dem von Saldern Gymnasium, dem „Gördener Alleetreff“. Auch der Stadt Brandenburg an der Havel möchte ich meinen Dank für die geleistete Unterstützung aussprechen. Insbesondere der Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann danke ich für den herzlichen Empfang im Rathaus. Speziell ist den Hauptakteuren - nämlich allen Brandenburger-Jugendlichen - zu danken. Diese entwickelten viele eigene Ideen, waren sehr kreativ beim Erfahrungsaustausch und organisierten die Abendgestaltung selbstständig. Eine ganz besondere Erfahrung, an die man sich gern erinnert, dürfte es für alle Beteiligten gewesen sein.
Ich hoffe die entstandenen Kontakte werden aufrechterhalten. Die gemachten Erfahrungen sollen Grundstein für weitere „interkulturelle Eindrücke“ sein. Intensiver direkter Kontakt mit anderen ausländischen Menschen und damit mit anderen Kulturen, hilft Vorurteile abzubauen, den eigenen Horizont zu erweitern und dadurch ein besseres Verständnis für „das Fremde“ zu erlangen. Sport in seinen Varianten, ist ein geeignetes Mittel, diesen Lernprozess bei jungen Menschen zu befördern. Deshalb wird es sicher auch zukünftig bei der Stadtsportjugend im SSB e.V. und beim Verein Ra´anana e.V. internationale Sport-Projekte geben.
Die Begegnung wurde gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes.
Soviel vorab: einen Jugendaustausch mit der israelischen Stadt Ra´anana wird auch 2012 geben.
Brandenburg an der Havel, 03.08.2011
Niels Haberlandt
Ab dem 07. Juli 2010 sind 19 Gäste aus Israel zur Rückbegegnung in Brandenburg an der Havel
Für die Organisatoren und ehrenamtlichen Mitarbeiter des international arbeitenden Vereins „Ra’anana e.V.“ aus Brandenburg an der Havel werden die kommenden Wochen wohl anstrengend und aufregend werden: Am Mittwochabend landet erneut und mittlerweile schon zum 5. Mal eine Delegation Jugendlicher aus dem Nahen Osten, die zwei Wochen in der Havelstadt zu Gast ist. Nach dem Besuch von 17 brandenburgischen Jugendlichen in den vergangenen Osterferien in der gleichnamigen israelischen Stadt Ra’anana, steht nun der Gegenbesuch bevor. Untergebracht werden alle israeischen Freunde im Alter von 15 bis 18 Jahren in Gastfamilien, vorrangig bei Schülern des von-Saldern-Gymnasiums, aber auch anderen Jugendlichen.
Das Tagesprogramm ist der Hauptschwerpunkt der Bildungsarbeit. Neben der dreitägigen Tour nach Prag als Höhepunkt steht auch ein Besuch in Sachsenhausen, im Reichstag in Berlin, in Dresden, sowie sportliche Aktivitäten wie z.B. Hochseilklettern in Potsdam oder Inlineskaten in Kolzenburg an. Grundidee dieses Austausches, welcher von der Brandenburgischen Sportjugend im Landessportbund unterstützt wird, ist, mit sportlichen Mitteln internationale Verständigung zu ermöglichen und zu fördern. Dabei ist auch die Unterbringung der Schüler in den Gastfamilien und die Teilnahme am deutschen Familienleben maßgebend.
Es werden zum Teil alte und bekannte Gesichter aus dem Heiligen Land erwartet, wie z.B. die Kinder der Gastfamilien, die die Deutschen im April beheimatet haben, sowie Benni Finger, der Delegationsleiter und „Vater“ dieses Austauschprogrammes auf israelischer Seite. Andererseits werden aber auch einige neue Mädchen und Jungen anreisen, vorrangig Schüler der Aviv-Highschool in Ra’anana, eine der größten weiterführenden Schulen in Israel.





