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Friedenswarte

 

Am Marienberg

14770 Brandenburg an der Havel

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 

 

 

 

Öffnungszeiten

1. April bis 30. Juni und 01.September bis 31. Oktober:

Donnerstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr

 

1. Juli bis 31. August:

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr

 

 

Eintrittsentgelte

Normaltarif pro Person:             3,00 Euro

ermäßigter Tarif pro Person:      1,50 Euro

Familien-/Kleingruppenkarte:     6,00 Euro

Gruppentarif ab 12 Personen

  Normaltarif pro Person:            2,00 Euro

  erm. Tarif pro Person:               1,00 Euro

 

Sonderöffnungszeiten nach vorheriger Terminabsprache und zu Mindestentgelten unter: 03381/58 61 31

 

Die vollständige Benutzungs- und Entgeltordnung für die Friedenswarte können Sie hier Logo für Link auf PDF-Datei herunterladen.


  

Die Friedenswarte wurde 1974 errichtet und zum 25. Jahrestag der DDR am 7.10.1974 eingeweiht. Sie ist 32,5 m hoch (bis zur oberen Dachkante), der äußere Turmdurchmesser beträgt 8 m. Über zwei getrennte Wendeltreppen für den Auf- und Abstieg mit jeweils 180 Stufen gelangt man zu den fünf verglasten und fünf freien Aussichtsplattformen. Von der obersten Außenplattform hat man einen weiten Rundblick über die Stadt Brandenburg und den ausgedehnten Wald- und Seengürtel. Bei sehr guten Sichtverhältnissen sind weiter entfernt liegende hohe Objekte in Rathenow oder Potsdam sowie der Hagelberg bei Belzig erkennbar.


Eine vollständige Sanierung des Turmes erfolgte im Jahr 2006.

 

Auf dem Marienberg, der mit rund 50 Metern die höchste Erhebung der Stadt Brandenburg an der Havel ist, gab es bereits vor dem Bau der Friedenswarte verschiedene prägnante Bauwerke. 
Sie werden in den folgenden Abschnitten erläutert.

 

Triglaf-Heiligtum und Marienkirche

Schon in slawischer Zeit war die ursprünglich Harlungerberg genannte Anhöhe Standort eines Triglaf-Heiligtums. An dessen Stelle trat 1136 der Bau der ersten christlichen Kapelle.
Diese Kirche wurde im frühen 13. Jh. durch einen Neubau der Marienkirche (ein Modell der Kirche befindet sich im Stadtmuseum/ Museum im Frey-Haus) ersetzt. Sie wurde zur bedeutendsten Wallfahrtskirche der Mark Brandenburg. Nach ihr erhielt der Berg den Namen Marienberg. Neben der Kirche befand sich von 1435 bis 1557 ein Prämonstratenserkloster, 1443 wurde die Leonhardskapelle für den Schwanenorden errichtet.
Bereits im 15. Jh. setzte der Verfall der Gebäude ein, bis die Gebäuderuinen 1722/23 auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm I. abgerissen wurden. Die gewonnenen Steine wurden unter anderem für den Bau des Frey-Hauses, in dem sich heute das Stadtmuseum befindet, und für das Militärwaisenhaus in Potsdam verwendet.


 

Funkstation der optischen Telegrafenlinie Berlin-Trier

Von 1832 bis 1850 krönte eine von insgesamt 61 Stationen der optischen Telegrafenlinie Berlin – Trier den höchsten Punkt des Marienberges. Mittels eines weithin sichtbaren Mastes mit sechs Armen konnten Buchstaben, Worte und Sätze, meist waren es militärische Nachrichten, von Station zu Station weitergegeben werden. Auf einem Gemälde im Stadtmuseum/ Museum im Frey-Haus ist diese Station abgebildet. Ein Nachbau der Signalanlage kann auf dem Marienberg besichtigt werden.


 

Kriegerdenkmal

1874 erfolgte die Grundsteinlegung für das Kriegerdenkmal am Standort der ehemaligen Marienkirche, das sich damit oberhalb der später errichteten Bismarckwarte befand. 1880 wurde der neogotische Turmbau des Architekten Stier eingeweiht. Das als Aussichtsturm nutzbare Denkmal erinnerte an die Gefallenen der preußischen Kriege von 1864, 1866 und 1870/71. Vier überlebensgroße Standbilder aus Sandstein: Albrecht der Bär, Kurfürst Friedrich I., der Große Kurfürst und Kaiser Wilhelm I. standen auf den vier Strebepfeilern.
Zwei Modelle der Figuren Albrecht’s und Friedrich’s befinden sich heute in der stadtgeschichtlichen Dauerausstellung im Stadtmuseum/ Museum im Frey-Haus. Das Kriegerdenkmal wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und vollständig abgetragen.


 

Bismarckwarte

Am Standort der heutigen Friedenswarte befand sich etwa 66 Jahre lang die Bismarckwarte. Sie entstand nach dem Entwurf des Architekten Bruno Moehring aus märkischen Findlingen und hatte den Grundriss in Form eines Kleeblattes. Eingeweiht wurde sie am 1. April 1908. Eine Büste Bismarcks zierte die Vorderfront. Durch die Erweiterung des Wärterhauses der Bismarckwarte entstand 1909 das heute noch vorhandene Gartenlokal. 1958 wurde die Bismarckwarte in Friedenswarte umbenannt, 1974 gesprengt und durch einen Stahlbetonturm, die heutige Friedenswarte, ersetzt.


 

Anfahrt

Um zur Friedenswarte zu gelangen, fahren Sie vom Hauptbahnhof mit der Straßenbahn (alle Linien)  bis zur Haltestelle Nicolaiplatz. Vom Nicolaiplatz gehen Sie in die Straße Am Rosenhag (Richtung Plauer Torturm). Jetzt sehen Sie bereits den Aussichtsturm auf dem Marienberg.

 

Mit dem PKW

    Über die Autobahn A2 kommend, nehmen Sie die Abfahrt Brandenburg und folgen dann der Beschilderung in Richtung Brandenburg an der Havel. Innerhalb der Stadt orientieren Sie sich bitte an die Beschilderung zum Marienbad. Dort finden Sie am Fuße des Marienberges ein Parkhaus (Ecke Triglafweg/Robert Koch Straße).