Dienstleistungen der Stadtverwaltung

Erhaltungsrechtliche Genehmigung

Beschreibung

Mit Veröffentlichung der Erhaltungssatzung im Amtsblatt Nr. 15 vom 29. Juni 1992 sind städtebaulich relevante Veränderungen, insbesondere Abbrüche und bauliche Veränderungen in der historischen Innenstadt genehmigungspflichtig.

Die Genehmigung wird gesondert erteilt, soweit keine Baugenehmigung erforderlich ist.

Das Erhaltungsgebiet mit der Neustadt, der Altstadt und der Dominsel deckt sich überwiegend mit dem Sanierungsgebiet. Der Geltungsbereich der Satzung schließt darüberhinaus im Norden der Dominsel Flächen am Grillendamm, im Westen der Neustadt die Halbinsel bis zur Luckenberger Brücke und im Süden der Neustadt die Wohnquartiere an der Sankt Annenstraße ein.

Insbesondere möchte die Stadt durch frühzeitige Beratung in Baugestaltungsfragen Einfluss auf die Veränderungsabsichten der Hauseigentümer nehmen und im Konsens mit ihnen den "schleichenden" baulichen Veränderungen an den Häusern entgegenwirken.

Gefährdet ist das charakteristische Stadtbild zum Beispiel durch den Verlust kleinteiliger Strukturen oder ortsbildtypischer Bauformen, Bauteile oder Baustoffe. Durch den Neueinbau von Fenstern und Türen, die Errichtung von Dachaufbauten, den Einbau von Dachflächenfenstern, die Verkleidung oder den Neuanstrich von Fassaden, die Anbringung von Werbeanlagen oder die Errichtung von Mauern kann, um nur wenige Beispiele zu nennen, die städtebauliche Eigenart des Erhaltungsgebietes beeinträchtigt werden.

Mit der neuen Brandenburgischen Bauordnung sind Werbeanlagen an der Stätte der Leistung mit nicht mehr als 2,5 m² Ansichtsfläche genehmigungsfrei. Nach der Erhaltungssatzung bedürfen diese Werbeanlagen jedoch einer gesonderten Genehmigung, da sie die Baugestalt der aneinandergereihten Häuser in der historischen Innenstadt insbesondere in den Ladenzonen der Geschäftsstraßen beträchtlich verändern.

Zum Schutz der gewachsenen Strukturen der historischen Stadtteile und städtebaulich prägnanter Situationen sind stadtgestalterische Belange auch bei der Schließung von Baulücken relevant.

Die besondere Gebietsqualität der historischen Innenstadt ist in einem Merkmalkatalog beschrieben, der Bestandteil der Satzung ist und mit dem Amtsblatt ebenfalls veröffentlicht wurde.

Unterlagen

formloser Antrag oder Antragsformular der Stadt;- Pläne, Bestandsfotos, historische Ansichten, Baubeschreibung oder Firmenangebote;- soweit zur Beurteilung erforderlich

Rechtsgrundlagen

- § 172 (1) Satz 1 Nr. 1 Baugesetzbuch

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