Gesundheitsberichterstattung der Stadt Brandenburg an der Havel und des Landes Brandenburg

"Gruppenprophylaxe für die Kleinsten - ein Erfahrungsbericht"

Gemeinsam für gesunde Kinderzähne“ heißt es auch in der Stadt Brandenburg an der Havel und aus der  Berichtsvorlage 193/2017  geht hervor, dass bei kontinuierlicher Umsetzung gezielter Maßnahmen für Kleinkinder ein Gesundheitsgewinn erreichbar und ein gesundes Aufwachsen von klein an möglich ist.

Ein fachübergreifend ausgerichtetes Betreuungskonzept ist die Basis für diesen Erfolg und beginnt bereits mit dem Zahnärztlichen Prophylaxe-Pass „Mutter & Kind“, den werdende Mütter in der gynäkologischen Praxis oder der Zahnarztpaxis bekommen. Er beinhaltet Hinweise zur Mundgesundheit  während der Schwangerschaft und Empfehlungen zur Gesunderhaltung der Milchzähne in den ersten beiden Lebensjahren des Kindes.

Gruppenprophylaktische Maßnahmen finden ab dem 1. Milchzahn jährlich in der Kita und Tagespflege statt. Wie auch die Prophylaxemaßnahmen der Zahnarztpraxen, werden sie im Zahnärztlichen Prophylaxe-Pass für Vorschulkinder dokumentiert. Kindereinrichtungen setzen die Handlungsleitlinien des Aufklärungs- und Ernährungsprogrammes „Kita mit Biss“ um. Der (mund)gesunde Kita-Alltag bedeutet, dass der Vormittag zuckerfrei ist, ungesüßte Getränke angeboten werden, die Kinder eine Obst- und Gemüsezwischenmahlzeit am Vormittag essen und von den Erzieher*innen beim Zähneputzen nach der Hauptmahlzeit begleitet werden. Familienpaten*innen und die Familienhebamme gehören inzwischen ebenfalls zum Netzwerk der Akteure, die diese Botschaften in die Familien der Kleinkinder bringen.

"Gemeinsam für gesunde Kinderzähne"

Zur Umsetzung der zahnmedizinischen gruppenprophylaktischen Betreuung in Kindereinrichtungen wurde 1993 die „Vereinbarung zur Förderung der Gruppenprophylaxe gem. § 21 SGB V in Kitas und Schulen des Landes Brandenburg“ vom Gesundheitsministerium, den Verbänden der Krankenkassen im Land Brandenburg, den kommunalen Spitzenverbänden und der Landeszahnärztekammer unterzeichnet. Nach 20 Jahren Arbeit haben die Partner im Gesundheitsbericht „Gemeinsam für gesunde Kinderzähne – 20 Jahre Gruppenprophylaxe im Land Brandenburg“ Bilanz gezogen.

Die Berichtsvorlage (041/2014) informiert über Entwicklungsetappen, Heran-gehensweisen in den verschiedenen Altersgruppen und Ergebnisse dieser Betreuung, die Bestandteil des Rahmenkonzeptes der Stadt Brandenburg ab der Havel für ein gelingendes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen und zum umfassenden Kinderschutz ist.

Der Zahnärztliche Dienst der Fachgruppe Gesundheit hat die zahnmedizinische Gruppenprophylaxe in den Kitas, Schulen und Tagespflegestellen flächendeckend aufgebaut, zielgruppenorientiert intensiviert und das Präventionsprogramm „Kita mit Biss“ eingeführt. Diese Betreuung hat maßgeblichen Anteil daran, dass immer mehr Kinder mit gesunden Zähnen groß werden.

Bericht über die zahnmedizinische präventive Betreuung in den Kindereinrichtungen der Stadt Brandenburg an der Havel aus Anlass der Landesveranstaltung zum 20. Tag der Zahngesundheit

Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, ist eine Zielstellung, der sich Akteure inner- und außerhalb des Gesundheitswesens widmen.
Dazu gehört die umfassende Verbesserung der Mundgesundheit, denn Karies und ihre Folgeerkrankungen sind nach wie vor bevölkerungsweit verbreitet. Settingorientierte Kariesprophylaxe in Kindereinrichtungen und als Bestandteil ganzheitlicher Gesundheitsförderung trägt dazu bei, dass diese Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen rückläufig sind.

Ausgehend von den Aufgaben wird die präventive Betreuung in Kindereinrichtungen in der Stadt Brandenburg an der Havel im Schuljahr 2009/2010 erläutert und Ergenisse zur Mundgesundheit in 3 ausgewählten Altersgruppen vorgestellt.

Gesunde Zähne für ein fröhliches Lachen - Zur Mundgesundheit der Kinder und Jugendlichen im Land Brandenburg

Die Entwicklung der Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen mit ihren Besonderheiten als Teil der Kindergesundheit ist Schwerpunkt des Reports „Gesunde Zähne für ein fröhliches Lachen – Zur Mundgesundheit der Kinder und Jugendlichen im Land Brandenburg“.
Informationen, Fakten, Tends, Vergleiche und Empfehlungen sowie Zusammenhänge mit Merkmalen der sozialen Lage der letzten 15 Jahre sind im Bericht zusammen gestellt.
Seit Mitte der 90-iger Jahre ist im Land Brandenburg ein deutlicher Kariesrückgang zu verzeichnen. Dieser Gesundheitsgewinn ist bei Kindern und Jugendlichen aller sozialer Schichten messbar, jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt.
Trotz dieser positiver Entwicklung ist Karies noch immer die häufigste Kinderkrankheit, die sich vor allem im Kleinkindalter auf die Gesamtentwicklung auswirkt. Dass ein gesunder Mund mit gesunden Zähnen nicht nur entscheidend für die Kaufunktion und Lebensqualität ist, sondern auch für die Sprach- und Kommunikationskompetenz, ist angesichts vorhandener Sprachdefizite kleiner Kinder ein wichtiger Fakt für die Etablierung von Sprachförderprogrammen.