Rolandkaserne

Öffentliche Auslegung des Entwurfs der 10. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Brandenburg an der Havel zum „Gewerbegebiet Rolandkaserne“

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Brandenburg an der Havel hat in ihrer Sitzung am 28.06.2017 den Entwurf der 10. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Brandenburg an der Havel für das Vorhaben „Gewerbegebiet Rolandkaserne“ gebilligt und zur Auslegung beschlossen. Der Änderungsbereich des Flächennutzungsplans bezieht sich auf die ehemals militärische Liegenschaft der Rolandkaserne im Stadtteil Hohenstücken, welcher im Süden an die Upstallstraße, im Westen an die Rathenower Landstraße und im Norden und Osten an das Industriegebiet Nord-Hohenstücken grenzt sowie das Gelände der Schützengilde. Der beigefügte Kartenausschnitt kennzeichnet das Änderungsgebiet.

Der Entwurf der 10. Änderung des Flächennutzungsplans mit Entwurfsbegründung einschließlich Umweltbericht liegt in der Zeit

vom    27.07.2017    bis     zum  28.08.2017

in der Stadtverwaltung der Stadt Brandenburg an der Havel, Fachbereich VI - Stadtplanung, Fachgruppe Bauleitplanung, Klosterstraße 14 in 14770 Brandenburg an der Havel, Gebäudeteil A, in der 1. Etage im Zimmer A 109 während folgender Zeiten:

Montag       08.00 bis  15.00 Uhr
Dienstag     08.00 bis  18.00 Uhr
Mittwoch     08.00 bis 15.00 Uhr
Donnerstag 08.00 bis 15.00 Uhr
Freitag        08.00 bis 12.00 Uhr

zu jedermanns Einsicht öffentlich aus.

Während Auslegungsfrist können Stellungnahmen schriftlich oder zur Niederschrift bei ober genannter Stelle abgegeben werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass gemäß § 3 Abs. 2 Satz 2 Baugesetzbuch nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Flächennutzungsplan unberücksichtigt bleiben können.
Ergänzend wird gemäß § 3 Abs. 3 Baugesetzbuch darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

Neben dem Entwurf der 10. Änderung des Flächennutzungsplans mit Begründung und Umweltbericht können nachfolgend aufgelistete, nach Einschätzung der Stadtverwaltung der Stadt Brandenburg a. d. H. wesentliche, bereits vorliegende umweltbezogene Stellungnahmen und Informationen eingesehen werden.

Umweltbezogene Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung von Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange sowie der Öffentlichkeit zur Änderung des Flächennutzungsplans und zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet Rolandkaserne“ sind zu folgenden Belangen verfügbar und liegen aus:

Schutzgut Mensch: Schutz vor Verkehrslärm, Immissionsschutz für angrenzende Wohnnutzungen, Festsetzungen im Bebauungsplan zum Schutz vor schädlichen Immissionen, Lärmemissionskontingentierung im Bebauungsplan, Berücksichtigung von Vorbelastungen bei der Lärmemissionskontingentierung, Durchführung schalltechnischer Untersuchungen, Löschwasserbedarf.

Schutzgut Biotope, Pflanzen und Tiere, Arten und Lebensgemeinschaften: Alter der verwendeten artenschutzrechtlichen Untersuchungen, Planung von Ersatzniststätten/-quartieren, Vermeidung von artenschutzrechtlichen Konflikten, Begrünung von Flachdächern, Beschränkung der Baumfällungen auf das erforderliche Maß, Ersatzpflanzungen für Bäume, Pflanzung von vorzugsweise einheimischen Pflanzen, Untersuchungen zum Vorkommen von Amphibien, Benennung artenspezifischer Anforderungen im Umweltbericht des FNP, Vorkommen und Verteilung besonders streng geschützter Tier- und Pflanzenarten, auf dem Gelände bereits durchgeführte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.

Schutzgut Boden: Belastung des Bodens mit Kampfmitteln, Beschränkung der Versiegelung des Bodens auf das notwendige Mindestmaß.

Schutzgut Wasser: Grund- und Oberflächenwassermessstellen, Grundwasser-beobachtungsrohre, Vermeidung der Beeinträchtigung der Grundwasserneubildung, Versickerung des Niederschlagswassers.

Schutzgut Klima/ Luft: Begrünung von Flachdächern.

Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter: Bodendenkmale, Beachtung der Bestimmungen des Brandenburgischen Denkmalschutzgesetztes.

Sonstiges: Berührung luftrechtlicher Belange durch geplante Bauhöhen, Schutzbereich der 110-kV-Freileitung, Ausbau der B 102, Anbauverbot an der B 102, Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz, zu erwartende Verkehrsmengen, Übernahme der Darstellungen des Landschaftsplans in den Umweltbericht, Überprüfung der Aktualität der Darstellungen des Landschaftsplans, Ziele der Raumordnung, Wirksamkeit des LEP B-B; Verlagerung der Omnibushaltestelle an der Rathenower Landstraße, Beantragung einer Kampfmittelfreiheitsbescheinigung, Informationen zu bestehenden Ver- und Entsorgungs-anlagen, Abgrenzung des räumlichen Geltungsbereichs

Folgende umweltbezogene Gutachten und Informationen sind verfügbar und liegen aus:

in Vertretung

 
Steffen Scheller
Bürgermeister