Der Packhof - Informationen zu Bauplänen und Bürgerbefragung

Das Packhof-Quartier in der Innenstadt von Brandenburg an der Havel soll entwickelt werden. Dazu hat die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Brandenburg an der Havel einen Entwicklungsentwurf inklusive Wohngebäude und Hotelanlage beschlossen. 

Dabei ist der Stadt Brandenburg an der Havel die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in das Bauprojekt wichtig. Neben der Veröffentlichung der Baupläne wurde hierzu eine Einwohnerversammlung am 07.09.2016 (Protokoll) durchgeführt, Gespräche mit einer ortsansässigen Bürgerinitiative geführt und zuletzt die Durchführung einer stadtweiten Bürgerbefragung durch die SVV beschlossen.

Auf dieser Seite erhalten alle Bürgerinnen und Bürger umfassend Informationen zu dem Bauprojekt sowie zur Bürgerbefragung, damit Sie eine gut informierte Entscheidung treffen können.

Fragen und Antworten

1. Warum soll der Packhof entwickelt werden?

Unsere Stadt hat sich stark entwickelt und ist heute wieder das unbestrittene Oberzentrum der gesamten Region. Wir erleben einen starken Zuzug, verzeichnen Geburtenrekorde und sind ein Touristenmagnet mit überregionaler Ausstrahlung. Touristen generieren bereits heute über 25 Mio. Euro Umsatz und sichern damit hunderte Arbeitsplätze. Mit der Entwicklung der ehemaligen Industriebrache des Packhofgebiets haben wir nun die Chance, die dynamische Entwicklung weiter voran zu treiben.

2. Warum bleibt der Packhof nicht nur eine Grünfläche?

Die Stadt Brandenburg an der Havel hat in der Innenstadt bereits sehr viele Grünflächen, z. B. den Humboldthain, das Salzhofufer, den Theaterpark oder den Marienberg. Auch auf dem Packhofgelände wird nach der Entwicklung und teilweisen Bebauung ein hoher Anteil von öffentlich zugänglichen Grünflächen und Plätzen erhalten bleiben.

Mit der Entwicklung und Bebauung des Packhofgeländes können wir unser Stadtzentrum noch attraktiver machen und es ergeben sich große Chancen für die Schaffung von neuen innerstädtischen Wohnmöglichkeiten sowie für den Ausbau der touristischen Angebote und Dienstleistungen. Davon werden die Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt profitieren.

3. Was passiert mit dem Uferbereich, dem Weg und dem Spielplatz?

Uferbereich, Uferweg und Spielplatz bleiben selbstverständlich erhalten und für alle frei zugänglich. Die geplante Bebauung fügt sich in den derzeitigen Entwicklungsstand ein und nimmt diese Bereiche aus. Aber nicht nur das: auch die neuen Straßen, Geh- und Radwege sowie Plätze werden für die Öffentlichkeit frei zugänglich sein.

4. Braucht unsere Stadt ein neues Hotel und ist der Wellnessbereich allen zugänglich?

Wir erleben im Tourismus seit Jahren zweistellige Zuwachsraten und haben über 200.000 Übernachtungen in unserer Stadt. Unsere Gäste erwarten ein breites und vielfältiges Angebot an Übernachtungs- sowie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Deshalb ist es wichtig, dass zusätzliche Betten in einem innerstädtisch gelegenen Hotel angeboten werden können. Ein solches Hotel mit einer entsprechenden Klassifizierung ist ein wesentlicher Faktor für den weiteren Ausbau des Tourismus. Der geplante Wellnessbereich ist auch durch die Bürgerinnen und Bürger nutzbar und wird eine Attraktivitätssteigerung für unsere Innenstadt.

5. Benötigen wir weitere Wohnungen? Werden es Eigentums- oder Mietwohnungen?

Unsere Stadt ist attraktiv und wächst! Insbesondere in der Innenstadt kann die Nachfrage nach Wohnungen kaum gedeckt werden. Deshalb sollen attraktive Wohnungen für Familien und für die ältere Generation geschaffen werden. Es sollen sowohl Wohnungen für den Eigentumserwerb als auch Mietwohnungen entstehen.

6. Was ist mit dem zu erwartenden Verkehr?

Im Packhofquartier soll künftig Anwohnerparken vorherrschen. Parksuchverkehr wird vermieden und der Zielverkehr in das Quartier wird überwiegend aus den Anwohnern bestehen. Die neue Wohnbebauung soll sich in einem verkehrsberuhigten Bereich befinden.

Durch die künftigen Gäste des Hotels oder den Lieferverkehr wird Verkehr entstehen. In einer Verkehrsuntersuchung wurde dazu bereits festgestellt, dass die zu erwartenden Verkehre im Umfeld des Packhofgeländes von den bestehenden Verkehrsanlagen mit leichten Modifikationen leistungsfähig abgewickelt werden können. Zu diesen Modifikationen zählen unter anderem der Ausbau der Neustädtischen Fischerstraße und der Kleinen Münzenstraße einschließlich der Ausweisung eines Einbahnstraßensystems über die Augustastraße.

Wichtig ist zudem der Hinweis, dass durch die unmittelbare Nähe zur Hauptstraße auch eine leistungsfähige Anbindung an den ÖPNV besteht. Auch die Belange des Radverkehrs werden beim Um- und Ausbau der Verkehrswege besondere Bedeutung haben.

7. Wer bezahlt die Packhof - Straßenbaumaßnahmen ?

Die erforderliche Infrastruktur auf dem Packhofgelände muss vom Projektentwickler bezahlt werden. Auch die notwendigen Anpassungen und Sanierungsmaßnahmen an den bereits vorhandenen Straßen sind vom Investor zu tragen – sofern es unmittelbar im Zusammenhang mit der Entwicklung des Packhofgeländes steht.

Unabhängig davon wurden die Baumaßnahmen an der Neustädtischen Fischerstraße, an der Kleinen Münzenstraße, an der Eichamtstraße und auch in der Packhofstraße bereits mit dem beschlossenen Haushalt in den Investitionsplan der Stadt aufgenommen.

8. Wie sieht die spätere Bebauung aus und wie hoch wird das Hotel?

Erste Entwürfe finden Sie auf unserer Internetseite www.stadt-brandenburg.de/packhof. Hier bekommen Sie einen Einblick in die Lage und Höhe der geplanten Gebäude. (PDFs in hoher Auflösung: Luftbild, Lageplan und Gebäudehöhen).

Mit weniger als 16 Metern bleibt die Höhe des Hotels weit unter der derzeitigen Bebauung des Packhofquartiers mit Höhen bis zu 19 Metern.

Lageplan
Luftbild
Gebäudehöhen

9. Welchen Einfluss haben Stadt und Bürger auf die Gestaltung?

Der Investor muss in dem noch folgenden Bebauungsplanverfahren ein städtebauliches Konzept vorlegen. Anhand dessen prüft die Stadtverwaltung die vorgesehene Bebauung. Details wie Fassadengestaltung, Materialien oder auch Ideen zur grünen Gestaltung der Außenanlagen und der öffentlichen Bereiche können in einem städtebaulichen Vertrag vereinbart werden.

Im Bebauungsplanverfahren sind sowohl die weiteren Träger der öffentlichen Belange als auch die Bürgerinnen und Bürger zu beteiligen. Sie haben dann noch die Möglichkeit, sich mit Hinweisen und Anregungen einzubringen.

10. Welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Vorhaben?

Die Investition in die Quartiersentwicklung in unserer Innenstadt wird über 90 Mio. Euro betragen und ist mit einer großen Unternehmensansiedlung vergleichbar. Es werden dadurch nachhaltig über 100 Arbeitsplätze unmittelbar und daran angrenzend im Dienstleistungssektor geschaffen. Schon die Bauphase sichert Arbeitsplätze in der Stadt.

Zudem trägt ein derartiges Bauvorhaben zu einer weiteren Belebung der Innenstadt bei. Ansässige und neue Geschäfte, Cafés, Restaurants und das Stadtleben der Bürgerinnen und Bürger werden von der Attraktivitätssteigerung profitieren.

11. Jetzt Mitmachen: Wer kann an der Bürgerbefragung teilnehmen?

Alle Bürger der Stadt, die 16 Jahre und älter sind und in der Stadt ihren ständigen Wohnsitz haben, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit, dürfen an der brieflichen Befragung teilnehmen. Mit diesem Brief erhalten Sie einen Fragebogen sowie einen adressierten und frankierten Rückumschlag. Bitte senden Sie uns diesen Fragebogen bis spätestens zum 06.10.2017 (Posteingang) an die Stadtverwaltung (Fachgruppe Statistik und Wahlen) zurück.

Sind noch Fragen offen?

Schreiben Sie uns, was Sie noch wissen möchten! Wir prüfen die eingehenden Fragen und erweitern darauf abgestimmt die Antwortliste auf dieser Seite!

Nutzen Sie dazu gern das Kontaktformular oder schreiben Sie eine E-Mail an buergerbefragung(at)stadt-brandenburg.de 

Sie können auch Dienstag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 18 Uhr und Donnerstag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr die Telefonnummer 58 10 00 (während des Befragungszeitraums, 21.08.-06.10.2017) anrufen.