Presseinformation

16.03.2020

Ab Mittwoch: Kinder-Notbetreuung für kritische Infrastruktur eingerichtet / Formular für die Selbstauskunft von Eltern online

Im Rahmen der aktuellen Maßnahmen zur Verringerung des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus hat das Land Brandenburg die Betreuung ab Mittwoch in Schulen und Kitas ausgesetzt. Dementsprechend wurde in Brandenburg an der Havel ein Betretungsverbot für alle Kitas und Schulen ausgesprochen.

Eine Notbetreuung ist nur für folgende Kinder bis max. 12 Jahren vorgesehen:

  • wenn alle Erziehungsberechtigten in kritischer öffentlicher Infrastruktur tätig sind

und

  • wenn keine alternative Betreuung (z.B. über Freunde, Nachbarn o.ä.) möglich ist.
     

Wenn diese Voraussetzungen nicht bei beiden Elternteilen vorliegen, erfolgt keine Aufnahme und sind die Einrichtungen zur Abweisung angehalten.

Dazu haben Eltern eine Selbstauskunft in ihrer jeweiligen Kita, Hort oder Schule vorzulegen. Die Einrichtungen nehmen diese entgegen, bestätigen die Aufnahme und leiten die Selbstauskunft an die Verwaltung weiter, sodass eine Übersicht über die zu betreuenden Kinder gesichert ist.

Auch wenn die Anträge in Kitas, Horten und Schulen abzugeben sind, entscheidet über die Genehmigung der neuen Ausnahmeregelung - wie in allen Zweifelsfällen – ausschließlich die Stadtverwaltung in ihrer Rolle als untere Gesundheitsbehörde. Ausschließlich für Zweifelsfälle ist ein Service-Telefon unter 03381-581078 eingerichtet, das in der Woche von 07.00 - 19.00 Uhr und Samstag 09.00 - 14.00 Uhr besetzt ist.

Wichtig ist zu betonen, dass es keine abweichenden (zentralen) Betreuungen für Kitas und Schulen geben wird, vor denen Virologen als neue Infektionsketten warnen. Stattdessen wird die Notbetreuung in den gewohnten Einrichtungen stattfinden, aber in deutlich reduzierten Kleinstgruppen und ausschließlich für Eltern, bei denen beide in kritischer Infrastruktur tätig sind und keine Alternativen Betreuungsmöglichkeiten bestehen. Mit dieser Entscheidung folgt die Stadt den dringenden Hinweisen von Virologen zur deutlichen Verringerung der sozialen Kontakte, wie sie üblicherweise auch in Schulen und Kitas entstehen.

Dringender Hinweis: Bitte vermeiden Sie die Kinderbetreuung durch Großeltern, da insbesondere ältere Menschen zur Risikogruppe gehören und es schwere Krankheitsverläufe geben kann. Falls keinerlei andere Alternativen bestehen und Sie die häusliche Betreuung nicht selbst absichern können, fragen Sie auch Nachbarn und Freunde.

Das Formular zur Selbstauskunft finden Sie hier