Presseinformation

23.03.2020

Auch Tagespflegestellen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung ab sofort nur noch im Rahmen der Kinder-Notbetreuung geöffnet

Gleiche Regelung wie bei Kitas: Selbstauskunft für BEIDE Eltern in kritischer Infrastruktur und OHNE andere Betreuungsmöglichkeit

Im Rahmen der aktuellen Maßnahmen zur Verringerung des Ansteckungsrisikos mit dem Coronavirus hat das Land Brandenburg gestern eine weitere Verschärfung der bestehenden Rechtsordnung bekannt gegeben. Diese beinhaltet auch, dass ab sofort auch Tagespflegestellen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung ihren regulären Betrieb einstellen.

Eine Notbetreuung für Kinder in Tagespflegestellen ist nur für folgende Fälle vorgesehen:

  • wenn alle Erziehungsberechtigten in kritischer öffentlicher Infrastruktur tätig sind

und

  • wenn keine alternative Betreuung (z.B. über Freunde, Nachbarn o.ä.) möglich ist.
     

Das Vorliegen beider Bedingungen muss im Formular zur Selbstauskunft angegeben und bei Bedarf der Notbetreuung der jeweiligen Einrichtung abgegeben werden. Wenn diese Voraussetzungen nicht bei beiden Elternteilen vorliegen, erfolgt keine Aufnahme und sind die Einrichtungen zur Abweisung angehalten. Ausschließlich für Zweifelsfälle ist ein Service-Telefon unter 03381-581078 eingerichtet, das in der Woche von 07.00 - 19.00 Uhr und Samstag 09.00 - 14.00 Uhr besetzt ist.

Dringender Hinweis: Bitte vermeiden Sie die Kinderbetreuung durch Großeltern, da insbesondere ältere Menschen zur Risikogruppe gehören und es schwere Krankheitsverläufe geben kann. Falls keinerlei andere Alternativen bestehen und Sie die häusliche Betreuung nicht selbst absichern können, fragen Sie auch Nachbarn und Freunde.

Weitere Informationen und Anregungen finden Sie auf unserer Internetseite "Kinder zu Hause".


Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen bleiben ebenfalls nur für eine Notbetreuung geöffnet, sofern:

  1. es für diese Personen keine andere Betreuungsmöglichkeit gibt (zum Beispiel durch Angehörige oder in ambulanten oder besonderen Wohnformen),
  2. die Angehörigen dieser Personen eine berufliche Tätigkeit ausüben, die für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens insbesondere im Bereich der Gesundheit, Pflege, der öffentlichen Sicherheit und Versorgung erforderlich ist
    oder
  3. die Betreuung für die Stabilisierung des Gesundheitszustandes des Betroffenen ausnahmsweise und dringend erforderlich ist
  4. sofern die Produktion der Werkstätten zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur dienen.

Für die Notbetreuung in diesen Einrichtungen ist eine Abstimmung zwischen Jugendamt und Werkstättenleitung erfolgt.
 

Anlagen

Hier finden Sie das Formular zur Selbstauskunft für Eltern von Kindern in Tagespflegestellen zum Herunterladen