Presseinformation

13.07.2017

Brandenburg an der Havel erinnert an Bücherverbrennung

Nationalsozialisten hatten am 10. Mai 1933 mit der "Aktion wider den undeutschen Geist" die Verfolgung jüdischer und pazifistischer Schriftsteller mit landesweit stattfindenden Bücherverbrennungen betrieben. In mehr als 20 Städten wurden tausende Werke bekannter Autoren vernichtet, darunter Bücher von Lion Feuchtwanger, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Sigmund Freund und Karl Marx.

Am 27.Juli 1933 wurden im Garten des Restaurants „Schweizer Garten“ in Brandenburg an der Havel Bücher verbrannt. Nach einem Konzert der Kapelle der SA-Standarte 35 wurde unter den Klängen des Deutschlandliedes ein Feuer entzündet, in dem Hunderte von Büchern verbrannt wurden.

Zum Gedenken und zur Erinnerung an die Bücherverbrennung in Brandenburg an der Havel findet am  Donnerstag, dem 27.07.2017 um 16.00 Uhr eine Lesung im Hof der Fouqué-Bibliothek, Altstädtischer Markt 8, statt.  

Der Schauspieler Harald Arnold wird u. a. aus Werken von Erich Mühsam lesen. Bücher aus dem Bestand der Fouqué-Bibliothek werden ausgestellt und zur Ausleihe empfohlen.