Presseinformation

19.08.2016

Thema verfehlt, Note 6, setzen!

Dietlind Tiemann zum schlechten Landesergebnis im Bildungsmonitor 2016: „Wir brauchen eine Reform des Bildungssystems, keine Kreisreform.“

Aufgrund der schlechten Platzierung des Landes Brandenburg in der Studie „Bildungsmonitor 2016“ geht Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann scharf mit der Bildungspolitik der Landesregierung ins Gericht.

„Die Menschen in unserem Land haben Besseres verdient als die letzten Plätze in deutschlandweiten Vergleichen“, sagt Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann. „Das Land muss endlich seine Hausaufgaben machen und sich um die Zukunftsaufgaben kümmern. Stattdessen verschwendet die Landesregierung über 600 Mio. Euro für ihr ungeliebtes Prestigeprojekt Kreisreform. In der Schule würde es heißen: Thema verfehlt, Note 6, setzen!"

Zum wiederholten Mal weist die Oberbürgermeisterin der Stadt Brandenburg an der Havel auf die Schwierigkeiten in der Bildungspolitik des Landes hin, die jetzt durch den „Bildungsmonitor 2016“ bestätigt wurden:

„In unseren Schulen konnten landesweit im letzten Jahr 1 Million Unterrichtsstunden aufgrund von Lehrermangel nicht nach Plan erteilt werden. Diese Tatsachen kann die Landesregierung nicht mehr schönreden.
Anstatt bei der Kreisreform 600 Mio. Euro für neue Ortschilder und Kreisgrenzen zu verschwenden, könnte das Land von den 600 Mio. in den kommenden 10 Jahren jährlich 1.000 neue Lehrer einstellen. Doch mit ihrer aktuellen, schlechten Bildungspolitik verspielt die Landesregierung die Zukunftschancen unserer Kinder.“

„Die Stadt Brandenburg hat als Träger der Schulgebäude ein Schulsanierungsprogramm von über 40 Mio. Euro umgesetzt und trotzdem einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt. Jetzt ist das Land in der Pflicht, die Qualität der Bildungsinhalte durch entsprechende personelle Ausstattung abzusichern“, fordert Dietlind Tiemann abschließend.

Hintergrund

Das Land Brandenburg belegt wieder einmal in einer nationalen Vergleichsstudie einen der hinteren Plätze. Der „Bildungsmonitor 2016“ vergibt den vorletzten Platz an die Mark Brandenburg, die durch einen Mangel an Lehrern vor allem Schwierigkeiten hat, ausländische Schüler zu integrieren und den Nachwuchs für technische und naturwissenschaftliche Themen zu begeistern. Schon im Juni 2016 viel unser Land Brandenburg in der OECD-Studie als Schlusslicht in den Bereichen Infrastruktur, Sicherheit und sozialem Zusammenhalt auf.