Presseinformation

26.10.2020

"Von der Liebe. Und vom Krieg" - eine musikalische Lesung am 5.11.2020 um 19 Uhr

Karen Schneeweiß-Voigt liest aus den Aufzeichnungen ihrer beiden Großmütter zum 2. Weltkrieg (Foto: privat)
Katharina Burges begleitet die Lesung musikalisch (Foto: Katharina Burges)

Auch wenn die Menschen Kriege überleben, bleiben seelische Wunden, die lange schmerzen. Zwei Überlebenden des 2. Weltkriegs geben die Schauspielerin Karen Schneeweiß-Voigt und die Musikerin Katharina Burges ihre Stimmen: sie gestalten einen Abend mit authentischen Berichten von Frauen in Kriegszeiten als Lesung und Live-Musik.

Wer waren die beiden Frauen, deren Leben in Ausschnitten vorgestellt wird? Es sind die beiden Großmütter von Karen Schneeweiß-Voigt, die auf besondere Art von ihren Erfahrungen im Krieg berichten. Aus der Perspektive dieser beiden Frauen erfahren wir mehr über den Alltag, über unglaubliche und zum Teil erschreckende Erlebnisse und Odysseen auf der Flucht vor dem Krieg, die angesichts heutiger Flüchtlingsströme wieder aktuell anmuten.

Die beiden Zeitzeugnisse entstanden auf sehr unterschiedliche Weise: Die eine Großmutter, wohnhaft in Berlin, wurde 1943 mit drei kleinen Kindern aus der Stadt evakuiert und schrieb 40 Jahre später rückblickend ihre Erfahrungen und Erlebnisse dieser Zeit auf. Die andere Großmutter aus Potsdam schrieb von 1943 bis 1946 jeden Tag einen Brief an ihren in amerikanische Kriegsgefangenschaft geratenen Sohn. Diese Briefe, nur zum Teil abgeschickt, sind aus dem Moment heraus entstanden. Sie gleichen Tagebucheinträgen und werden zu Gebeten einer zutiefst frommen Frau.

Die Auszüge aus beiden Zeugnissen werden von Karen Schneeweiß-Voigt vorgetragen und mit Musik von Katharina Burges ergänzt. So nehmen die beiden Künstlerinnen die Zuhörer und Zuhörerinnen auf eine gedankliche Zeitreise in den 2. Weltkrieg. Nachdenken ist ausdrücklich erwünscht.

Die Veranstaltung sollte im Veranstaltungsbereich des Stadtmuseums stattfinden, was aber aufgrund der weiter herrschenden Pandemie-Umständen nicht möglich ist. Daher findet sie im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses statt, denn hier wird die Bestuhlung gemäß den Corona-Eindämmungsbestimmungen mit Abständen gestellt werden. Zudem werden die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgefordert. Die Anzahl der Sitzplätze ist stark beschränkt, daher empfehlen wir, die Karten zu 12 € (ermäßigt 8 €) baldmöglich im Stadtmuseum zu besorgen. Sie sind ab dem 23.10.2020 während der Öffnungszeiten des Museums erhältlich.