Informationen zur Erhebung

Welche Befragung gibt es und wer wird befragt?

Haushaltebefragung und Befragung an Wohnheimen

In einem kurzen persönlichen Interview werden zufällig ausgewählte Haushalte (ca. 10 % der Bevölkerung) und alle Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnheimen zu allgemeinen Themenbereichen ihrer Lebenssituation befragt. Hierunter fallen beispielsweise Angaben zur Haushaltsgröße, zum Namen, Geschlecht und Familienstand sowie zur Staatsangehörigkeit.
Darüber hinaus gibt ein Teil der Befragten über einen Online-Fragebogen zusätzlich Auskunft zur Wohnsituation, Schul- und Ausbildung oder Erwerbstätigkeit. In wenigen Haushalten und Wohnheimen wird mit einer Wiederholungsbefragung die Qualität der Zensusergebnisse überprüft.

Befragung an Gemeinschaftsunterkünften

Zu den Gemeinschaftsunterkünften zählen beispielsweise Alten- und Pflegeheime, psychiatrische Einrichtungen, Justizvollzugsanstalten oder Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge. Die Einrichtungsleitungen übermitteln in einem Online-Fragebogen stellvertretend alle relevanten Informationen, zum Beispiel Anzahl und Namen der Bewohnerinnen und Bewohner.

Gebäude- und Wohnungszählung

In einem Online-Fragebogen beantworten alle Personen mit Haus- und Wohnungseigentum oder deren Verwaltungen Fragen zu ihren Immobilien, zum Beispiel zu Baujahr, Größe, Ausstattung und Miete.

Welche Ergebnisse liefert der Zensus?

Die Ergebnisse des Zensus liefern folgende Informationen:

  • aktuelle Bevölkerungszahlen
  • Daten zur Demografie, das heißt Alter, Geschlecht oder zum Beispiel Staatsbürgerschaft der Einwohnerinnen und Einwohner
  • Daten zur Wohn- und Wohnungssituation wie durchschnittliche Wohnraumgröße, Leerstand oder Eigentümerquote

Die Daten werden nur anonymisiert ausgewertet. Beim Zensus geht es nicht darum, etwas über die individuellen Lebensverhältnisse oder Einstellungen der Einwohnerinnen und Einwohner zu erfahren. Vielmehr bedeutet Statistik, dass Daten verallgemeinert, Summen gebildet und Durchschnitte berechnet werden - und gerade nicht der Einzelfall dargestellt wird. Ziel und Zweck ist es ausschließlich, eine verlässliche Datenbasis für weitere Planungen zu erhalten.

Wofür dürfen meine Daten verwendet werden?

Für die Durchführung des Zensus gilt das sogenannte Rückspielverbot. Deshalb ist die Erhebungsstelle vom weiteren Verwaltungsvollzug der Stadt Brandenburg an der Havel organisatorisch und räumlich abgeschottet. Dadurch wird gewährleistet, dass die beim Zensus erhobenen Daten ausschließlich dafür verwendet werden. Sollte beim Zensus beispielsweise festgestellt werden, dass eine Person in der Stadt Brandenburg an der Havel wohnt, ohne dort gemeldet zu sein, darf deren Name keinesfalls an das Meldewesen weitergegeben werden.

Wie schützen wir Ihre Daten?

Die Sicherheit Ihrer Daten hat für uns höchste Priorität!
Deshalb

  • unterliegen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Interviewerinnen und Interviewer der gesetzlichen Schweigepflicht und der statistischen Geheimhaltungspflicht.
  • erfolgt die Online-Datenübermittlung verschlüsselt.
  • geben wir die erhobenen Einzeldaten nicht an Dritte weiter, auch nicht an andere Behörden außerhalb der Statistik.
  • werden Ihre persönlichen Daten zum frühestmöglichen Zeitpunkt von Ihren weiteren Angaben getrennt und gelöscht, sodass keinerlei Rückschlüsse auf Ihre Person möglich sind.

Wer führt den Zensus durch?

Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bereiten die Befragungen vor, koordinieren die Durchführung und sichern die Einhaltung der Qualitätsstandards.

Für die Befragungen in Haushalten und Wohnheimen vor Ort sind die Erhebungsstellen in den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie Interviewerinnen und Interviewer als sogenannte Erhebungsbeauftragte zuständig.

Weiterführende Informationen

Umfassende Informationen zum Zensus 2022 erhalten Sie auf der offiziellen Seite der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder unter www.zensus2022.de.

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