Denkmal für Zwangsarbeiter

Marienberg

Zwangsarbeiter in einem Gefangenenlager

Im Nationalsozialismus entwickelte sich der Industriestandort Brandenburg zu einem Schwerpunkt der Rüstungsindustrie. Frauen und Männer aus den von den Nationalsozialisten besetzten Ländern und Territorien wurden hierher verschleppt, um in den kriegswichtigen Betrieben Zwangsarbeit zu leisten.

1943 zählte die Stadt nahezu 11.000 Zwangsarbeiter aus 15 Nationen. In der Mitteldeutschen Stahlwerke AG, der Adam Opel AG und vielen anderen Betrieben mussten sie unter unmenschlichen Bedingungen Schwerstarbeit verrichten. Von der Bevölkerung isoliert und schwer bewacht waren die Zwangsarbeiter in Barackenlagern untergebracht.

Bis zu ihrer Befreiung im Mai 1945 starben 1.100 von ihnen an Unterernährung und Krankheit. Ihre Grabstätten sind auf dem Hauptfriedhof Görden und dem Friedhof Kirchmöser-Ost zu finden.

Personen die mit Fahnen an einem Grab stehen

An das Schicksal der insgesamt 60.000 im nationalsozialistischen Deutschland verstorbenen französischen Zwangsarbeiter erinnert seit 1956 eine Gedenktafel in Dortmund.

Auf Wunsch der französischen Organisation ehemals deportierter Arbeiter in Deutschland (FNDT) sollte daran auch in der DDR, in der Stadt Brandenburg, erinnert werden. So wurde am Gedenktag für die Opfer des Faschismus im September 1965 die Gedenktafel für die verstorbenen französischen Zwangsarbeiter enthüllt.

Eine Gedenktafel für 140 in der Stadt Brandenburg verstorbene italienische Zwangsarbeiter ließ die Republik Italien 1995 auf der Kriegsgräberanlage auf dem Friedhof Krematorium anbringen.