Friedhof der zivilen Opfer

Marienberg

Museumsmodel

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, am 31. März und am 20. April 1945, erlebte die Stadt Brandenburg die schwersten Bombenangriffe der britischen und der amerikanischen Armee. Mindestens 1.180 Menschen – Einheimische, Zwangsarbeiter, Soldaten, Kriegsgefangene und Flüchtlinge – verloren dabei ihr Leben. Mehrere Hundert Bombenopfer wurden auf dem so genannten Terrorfeld, in der Nähe des Aufganges zum Krematorium, bestattet.

Auch 388 verstorbene Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemals deutschen Territorien in Ost- und Südosteuropa, die im Durchgangslager Quenz untergebracht waren, fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Insgesamt befinden sich hier 1.069 Einzelgräber.

Aufmerksamkeit erhielt dieses Gräberfeld mit dem Beschluss des DDR-Ministerrates vom 10. Juni 1987 zur Planung eines Museums für den antifaschistischen Widerstandskampf am Marienberg.

Damit waren die Stadträte angehalten, rasch die dafür benötigten Flächen durch so bezeichnete Umverlagerungen zur Verfügung zu stellen. Im Auftrag des Ministeriums für Kultur der DDR ließ die Stadt deshalb 824 Leichen exhumieren und – zusammen mit 26 Urnen – umbetten. Der Museumsbau wurde nicht realisiert.