Stadt- und Ortsteile prägen das Bild der Stadt

Die Stadt Brandenburg an der Havel umfasst eine Fläche von 228,77 km² umfasst und ist in verschiedene Stadt- und Ortsteile untergliedert.

Kartenausschnitt mit Abgrenzung der Orts- und Stadtteile

Die Stadtfläche ist in acht Stadtteile untergliedert:

  • Stadtteil Altstadt
  • Stadtteil Dom
  • Stadtteil Görden
  • Stadtteil Hohenstücken
  • Stadtteil Kirchmöser*
  • Stadtteil Neustadt
  • Stadtteil Nord
  • Stadtteil Plaue*

Zudem gibt acht Ortsteile, die jeweils durch einen eigenen Ortsvorsteher in der Stadt vertreten werden:

  • Göttin
  • Gollwitz
  • Kirchmöser*
  • Klein Kreutz (mit Saaringen)
  • Mahlenzien
  • Plaue*
  • Schmerzke
  • Wust

Die Stadtteile sind die formale Aufteilung des gesamten Stadtgebietes und umfassen auch die eingemeindeten Ortsteile, die historisch gesehen vom Stadtgebiet losgelöste Siedlungen darstellen.

Im allgemeinen Sprachgebrauch beziehen sich die Stadtteilnamen auf die jeweiligen Viertel des zusammenhängend bebauten Stadtgebietes (in der Karte weiß hinterlegt), während die Ortsteile in der Regel als individuelle Viertel wahrgenommen werden.

* Plaue und Kirchmöser sind sowohl als Stadtteil als auch als Ortsteil aufgeführt, da die zwei Stadtteile nach den darin enthaltenen Ortsteilen benannt wurden.

Die territoriale Entwicklung der Stadt im Überblick

  • Im Mittelalter bestand Brandenburg aus drei Teilen. Neben der Alten und der Neuen Stadt Brandenburg gab es auf der Dominsel den Dombezirk. Am 27. Mai 1715 vereinigte der preußische König Friedrich Wilhelm I. die beiden Städte Brandenburg. Die Dominsel blieb noch bis 1929 eigenständig.
  • Nach 1750 wurden Spinnerkolonien bei den Vorwerken Bohnenland, Görden, Görisgräben, Wendgräben und der Kolonie Neudorf (seit 1824 Wilhelmsdorf) angesiedelt.
  • Mitte des 19. Jahrhunderts setzte eine Bebauung außerhalb der mittelalterlichen Stadtbefestigung ein. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstanden durch die Entwicklung zur Industriestadt geschlossene Wohn- und Industriegebiete. So entwickelten sich die Bahnhofsvorstadt, die Potsdamer und Krakauer Vorstadt und bis Anfang des 20. Jahrhunderts die Wilhelmsdorfer Vorstadt. Vor der Altstadt entstanden die "Kasernenstadt" und die Neuendorfer Vorstadt.
  • Zum 1. April 1929 - gerade noch rechtzeitig zur Jahrtausendfeier im gleichen Jahr - kam der Gemeindebezirk Dom zur Stadt. 1929 erfolgte auch die Eingemeindung Neuendorfs und 1937 die von Wilhelmsdorf. In der NS-Zeit entstanden Siedlungen und Wohnkomplexe für die Arbeiter der Rüstungsbetriebe: die Walzwerksiedlung, die Siedlungen Hufen und Schlagen auf dem Görden und Neu Schmerzke.
  • Im Jahr 1952 gab es in der DDR eine umfangreiche Verwaltungsreform. Die Stadt Plaue und die Industriegemeinde Kirchmöser kamen zu Brandenburg. Die Stadt verlor 1952 aber wieder die Gemeinden, die erst 1950 eingemeindet worden waren: Klein Kreutz, Mötzow, Schmerzke und Göttin.
  • Ab 1959 bzw. 1972 entstanden in Brandenburg zwei große DDR-typische Neubausiedlungen - Nord und Hohenstücken.
  • 1993 kamen die Gemeinden Schmerzke, Göttin, Klein Kreutz, Saaringen und Mahlenzien zur Stadt.
  • Seit Oktober 2003 gehören Gollwitz und Wust zu Brandenburg an der Havel.

Erfahren Sie mehr über die Weiterentwicklung der Stadt und ihrer Stadtteile in der Rubrik Stadtumbau aktuell. Außerdem gibt es spezielle Förderprogramme für die ländlich geprägten Ortsteile der Stadt.