Ambulante medizinische Versorgung in der Stadt Brandenburg an der Havel

Pressearchiv - Meldung vom 27.04.2011

Pressemitteilung vom 27.04.2011

Am 27.04.2011 informierte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann gemeinsam mit Herrn Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz und Herrn Dr. Wilfried Pommerien über die ambulante medizinische Versorgung in Brandenburg an der Havel. Herr Dipl.-Med. Schulz ist in Brandenburg an der Havel als Orthopäde freiberuflich tätig und außerdem Beiratsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). Herr Dr. Pommerien ist Mitglied im Ärztlichen Direktorium und Prokurist des Städtischen Klinikums Brandenburg.

„Ausgangspunkt für unser heutiges Pressegespräch war eine Diskussion innerhalb der Stadt über die ambulante Versorgungssituation, die teilweise unsachlich geführt wurde“, erklärte Dietlind Tiemann. Die Oberbürgermeisterin hatte daraufhin von der Verwaltung in Abstimmung mit dem Städtischen Klinikum und dem Verein „Gesund in Brandenburg an der Havel“ auf Grundlage einer Stadtkarte die Standorte von Arztpraxen, d.h. die Praxisstandorte der Allgemeinmediziner, der Kinderärzte und der Fachärzte, sowie auch die Praxen der Zahnärzte darstellen lassen.

Die Teilnehmer am Gespräch waren sich einig, dass die Versorgungssituation in Brandenburg an der Havel gut ist. Entsprechend der Zahlen der KVBB ist eine Unterversorgung für die Stadt, die sich mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark in einem gemeinsamen Planungsbereich befindet, nicht zu verzeichnen. Dietlind Tiemann verweist auf die Präsentation und stellte außerdem fest: „Diese Verteilung ist sicher nicht auf alle Stadt- und Ortsteile als gleichmäßig zu bezeichnen. Aber es ist auch keine Ballung in einem bestimmten Bereich festzustellen, die zum Nachteil von anderen Stadtteilen, auch nicht zum Nachteil vom Stadtteil Hohenstücken – wie das zuweilen behauptet wurde – geht.“

Eventuelle Umzüge von Arztpraxen, beispielsweise durch die Eröffnung des Gesundheitszentrums am Bahnhof, wurden bereits in die entsprechenden Übersichten eingearbeitet, soweit das möglich war.

Die Teilnehmer an dem Pressegespräch stellten übereinstimmend fest, dass die ambulante medizinische Versorgung weiterhin vorrangig die Aufgabe der freiberuflich tätigen Mediziner ist und der freie Beruf der Ärzte geschützt werden muss. Über die Zulassungen von Ärzten zu entscheiden ist nicht die Aufgabe der Politik, sondern allein der KVBB. Die Politik ist vor allem dann gefordert, wenn es darum geht die Infrastruktur und die Erreichbarkeit der Arztpraxen, etwa durch den ÖPNV, zu verbessern.

Dr. Pommerien verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Städtische Klinikum als Träger von mehreren Medizinischen Versorgungszentren immer erst dann tätig geworden ist, wenn die Nachfolge von ausscheidenden Ärzten durch neue freiberuflich tätige Ärzte nicht sichergestellt werden konnte. Das Klinikum versteht sich immer als Partner der niedergelassenen Ärzte und nicht als deren Konkurrent.

Die Übersicht über die ambulante medizinische Versorgung finden Sie auf der Internetseite der Stadt Brandenburg an der Havel www.stadt-brandenburg.de in der rechten Spalte unter „Pinnwand“.
Eine PDF-Version steht Ihnen zum Herunterladen <link fileadmin pdf pressestelle>hier bereit.

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