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Aufstellungsbeschluss zur Entwicklung des „Wohnquartiers Wilhelmsdorfer Landstraße“

Pressemitteilung vom 08.04.2026

Das 1907 gebaute Verwaltungsgebäude der Excelsior-Fahrradwerke.
Auf dem Brachland hinter dem 1907 gebauten Verwaltungsgebäude der Excelsior-Fahrradwerke ist das „Wohnquartier Wilhelmsdorfer Landstraße“ angedacht.
Das Hinterland der Wilhelmsdorfer Landstraße 37-43.
Das Hinterland der Wilhelmsdorfer Landstraße 37-43.
Das Plangebiet im Überblick.
Das Plangebiet im Überblick.
Die Zukunftsvision.
Die Zukunftsvision.

Für ein im Stadtteil Neustadt brachliegendes Grundstück zwischen der Wilhelmsdorfer Landstraße, der Rochowstraße und der Bahntrasse Brandenburg-Rathenow soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Mit dem Bebauungsplan „Wohnquartier Wilhelmsdorfer Landstraße“ soll ein Gebiet städtebaulich neu geordnet werden, dass älteren Brandenburgern noch als Standort der „Excelsior-Fahrradwerke“ bekannt ist. Von der 1896 gegründeten Firma zeugt heute noch das unter Denkmalschutz stehende ehemalige Verwaltungsgebäude an der Wilhelmsdorfer Landstraße 43.

Die bewegte Geschichte der Werke mit Fahrrad- und Motorradproduktion endete allerdings bald nach dem II. Weltkrieg mit der Enteignung. Ab 1951 nutzten verschiedene Bauunternehmen das Gelände. Nach der Nutzungsaufgabe 2014 wurden die vorhandenen Produktionshallen weitgehend abgerissen.

Bürgermeister Michael Müller:

Obwohl der Standort auf Grund seiner Lage an der Bahntrasse auch Herausforderungen an den Immissionsschutz stellt, wird das Potenzial des Geländes genutzt, um hier zentrumsnah ein neues Wohnquartier zu entwickeln. Brandenburg an der Havel ist und bleibt attraktiv.

Zu den Entwicklungszielen, die im städtebaulichen Konzept Berücksichtigung finden sollen und eng mit den Bauherren und dem Team des Bauamtes abgestimmt wurden, gehören:

  • Städtebauliche Neuordnung zugunsten eines qualitätsvollen, nachhaltigen
  • Wohnquartiers als Gartenstadt,
  • Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung der heterogenen Nachbarschaft
  • (Wohnbebauung, Gewerbe),
  • Stärkung im Bereich Mehrfamilienhäuser/Geschosswohnungsbau, Familienwohnungen 70 – 120 Quadratmeter
  • Schaffung von guter Aufenthaltsqualität im Wohnumfeld (Mietergärten, Gemeinschaftsflächen),
  • Berücksichtigung von Klimaresilienz (Retentionsflächen, Kaltluftentstehung, begrünte Fassade der Quartiershochgarage und ähnliches)
  • Sicherung einer fußläufigen Versorgung (Stadt der kurzen Wege),
  • flächendeckend Dachbegrünung und Photovoltaik,
  • autoarme Gestaltung durch die begrünte Quartiershochgarage (Stärkung der Wohnqualität).

Bürgermeister Müller:

Mit dem Aufstellungsbeschluss, der zunächst im Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr beraten und Ende April 2026 in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden soll, beginnt der Planungsprozess zur Schaffung von Baurecht auf dieser circa 3,6 Hektar großen Fläche. Angedacht sind rund 220 Wohnungen.