



Oberbürgermeister Daniel Keip und Bürgermeister Michael Müller haben die Beratungskommission der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ in Brandenburg an der Havel willkommen geheißen. Das Treffen fand im Gotischen Haus statt, wo Jeannine Albrecht, Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Denkmalschutz, kurz Brandenburgs spannende bauliche Historie und künftige Herausforderungen darstellte. Im Anschluss rückten beim Rundgang durch das ehemalige Sanierungsgebiet gerettete Schätze der Stadt ins Blickfeld. Dazu zählten neben dem Gotischen Haus auch die St. Johanniskirche und die 1780 errichtete Steinstraße 21, ebenso die Kirchgasse, Grabenstraße und der Katharinenkirchplatz.
Oberbürgermeister Daniel Keip:
„Brandenburg an der Havel ist, kurz vor dem 1.100. Stadtgeburtstag stehend, eine sehr gute Adresse für ein solches Treffen. Unsere Stadt, die ab 1991 als eine von fünf Modellstädten gefördert wurde, verdankt der Arbeitsgemeinschaft viel Aufmerksamkeit und ist zugleich ein Aushängeschild der vereinten ‚Städte mit historischen Stadtkernen‘ geworden. Historische Stadtkerne haben wir dank Dominsel, Altstadt und Neustadt sogar gleich drei vorzuweisen, was nicht zuletzt touristisch ein starkes Pfund ist. Zugleich ergeben sich dadurch aber auch weitere Herausforderungen für die Zukunft bestehen.“
Das bestätigte Jeannine Albrecht, denn heute gehe es in der Gebietskulisse verstärkt um die Sanierung sogenannter dicker Brocken, wozu zum Beispiel die alte Schlosswarenfabrik in der Neustädtischen Wassertorstraße zähle. Außerdem müsse überlegt werden, wie der hohe Versiegelungsgrad in der Alt- und Neustadt klimafreundlich umzugestalten und die Radinfrastruktur zu verbessern ist. Fahrradabstell- und Sitzmöglichkeiten seien zu schaffen und die große Herausforderung des ruhenden Verkehr zu bewältigen. Zudem solle mit einem denkmalgerechten Solarkataster die Energiewende unterstützt werden; auch den Raumeindruck von Wärmepumpen und Funkmasten gilt es zu berücksichtigen.
Am Nachmittag wurden im Workshop Lösungsansätze und Empfehlungen zu gegenwärtigen Fragestellungen und Herausforderungen erarbeitet, woran sich eine interne Sitzung der Bearbeitungskommission anschloss.
Die Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ ermöglicht den 31 Mitgliedsstädten seit 1992 die partnerschaftliche Zusammenarbeit und einen regelmäßigen Erfahrungsaustausch.
















