
Am Samstag, 30. Mai 2026, laden die Brandenburgische Ingenieurkammer und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung zum „Tag der Baukultur“ ein – einem landesweiten Aktionswochenende, das Baukunst, Stadtentwicklung und bürgerschaftliche Teilhabe feiert. Auch Brandenburg an der Havel ist dabei und es werden verschiedenste Themenführungen zu Orten und Projekten angeboten, die zeigen, wie vielfältig, kreativ und zukunftsgewandt Baukultur in der Havelstadt gelebt wird.
„Baukultur ist weit mehr als schönes Bauen – sie ist Ausdruck unseres gemeinsamen Lebensraums. Ein Tag wie dieser bietet uns die Möglichkeit, den Blick zu schärfen für das, was uns tagtäglich umgibt, was unsere Stadt formt und was unsere Zukunft prägt,“
sagt Bürgermeister Michael Müller und freut sich:
„Gemeinsam mit dem Team Stadtentwicklung und Denkmalschutz sowie Baukulturbegeisterten wurde ein abwechslungsreiches Programm erstellt.“
So gibt der Rundgang in Hohenstücken Einblicke in grundlegende Prinzipien der Wohnsiedlungsplanung des 20. Jahrhunderts bis heute. Dieser Rundgang bildet somit die Fortsetzung einer Veranstaltungsreihe, die 2023 begann und in den kommenden Jahren zum Tag der Baukultur in weiteren Stadtteilen fortgesetzt werden soll.
Der Klimaspaziergang „Stadtgrün & Beton“ lädt die Teilnehmenden dazu ein, die Innenstadt unter dem Blickwinkel Klimaanpassung und Klimaschutz neu zu entdecken. Vom Molkenmarkt 26/28 startet die Erkundung hitzegeplagter Straßen und Orte, an denen Stadtgrün, Entsiegelung, Trinkbrunnen und Solarnutzung zu wirkungsvollen Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels werden. Mit interaktiven Elementen, und Vorher-Nachher-Vergleichen erleben die Teilnehmenden ganz konkret, wie klimagerechte Stadtentwicklung funktioniert.
Besondere Neugierde wird der Molkenmarkt 26/28 hervorrufen. Der Molkenmarkt 26/28 ist nach langer Bauzeit fast fertiggestellt. Wo einst eine jahrzehntelange Ruinenlandschaft in der Mitte der Stadt Brandenburg an der Havel klaffte, entsteht nun ein lebendiges innerstädtisches Quartier. Die stadtbildprägenden und denkmalgeschützten Gebäude am Molkenmarkt wurden behutsam saniert und durch Neubauten ergänzt. Barrierefreies Wohnen für ältere Menschen, ein Pflegehotel, Veranstaltungsräume, ein Café sowie Verwaltungsbereiche vereinen sich zu einem Ort des gemeinschaftlichen Miteinanders. Die hofartige Struktur schafft kommunikative Treffpunkte, Laubengänge verbinden Menschen und Räume, während öffentliche, halböffentliche und private Bereiche fließend ineinander übergehen.
Wie lebendig Baukultur im Alltag erfahrbar ist, zeigt sich auch in der Fouqué-Bibliothek, die mit einem thematischen Baukulturbücherregal zum Stöbern, Lesen und Weiterdenken einlädt.
Ein Höhepunkt des Tages ist um 12:00 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „35. Jahre Städtebauförderung“ vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung auf dem Molkenmarkt in Anwesenheit von Bürgermeister Michael Müller. Auf einem großen Ausstellungswürfel ist die Entwicklung der Brandenburger Kommunen dargestellt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums begleiten die Ausstellung den gesamten Tag über und laden zum Austausch ein.
„Brandenburg an der Havel nutzt den Tag der Baukultur, um die eigene Stadt neu zu zeigen: als Ort des Wandels, der Beteiligung, der Erinnerung und der Innovation. Zwischen historischen Wurzeln und visionären Ideen, zwischen Beton und Baumkrone, zwischen Spiel und Ernst entfaltet sich hier eine Baukultur, die alle angeht – und alle mitnimmt,“
so die Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Denkmalschutz, Jeannine Albrecht.
Weitere Informationen und Anmeldung sind auf der Internetseite zum Tag der Baukultur und per E-Mail möglich.
















