Der Eichenprozessionsspinner breitet sich gegenwärtig auch in der Region aus. In Brandenburg an der Havel ist die Situation derzeit noch vergleichsweise überschaubar. Dennoch werden auch im Stadtwald zunehmend Gespinstnester festgestellt.
An besonders sensiblen Orten wie Kitas, Schulen oder Bushaltestellen lässt die Stadt befallene Bäume durch Fachfirmen reinigen. Dafür stehen in diesem Jahr entsprechende Mittel zur Verfügung. Auch im Jahr 2027 werden vorsorglich Mittel im Haushalt eingeplant, um auf eine weitere Ausbreitung reagieren zu können.
Die größte Gefahr der Raupen des Schmetterlings geht von den feinen Brennhaaren der Raupen aus. Sie können Hautreizungen, starken Juckreiz, Augenreizungen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen. Auch nach der Verpuppung bleiben die Brennhaare in den Nestern erhalten und können über längere Zeit durch den Wind verbreitet werden.
Da flächendeckende Bekämpfungsmaßnahmen nur in einem kurzen Zeitraum zwischen Ende April und Mitte Mai wirksam sind, müssen Befallsgebiete bereits jetzt kartiert und für das nächste Jahr priorisiert werden. Für die Bekämpfung im öffentlichen Raum ist die Stadt zuständig, auf privaten Grundstücken ist der Grundstückseigentümer in der Pflicht. Koordiniert werden die Maßnahmen der Städte, Gemeinden und Landkreise gegenwärtig bei der Landesregierung.
Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger, Raupen oder Gespinstnester nicht zu berühren oder selbst zu entfernen. Entdeckte Nester sollten gemieden und Kinder sowie Haustiere ferngehalten werden. Bei gesundheitlichen Beschwerden nach einem Kontakt sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner und Hinweise zum richtigen Verhalten gibt es auf der Internetseite der Stadt unter „Besondere Tiere und Pflanzen“.
Im Video: Stadtförster Thomas Meier über den Befall des Eichenprozessionsspinners im Brandenburger Stadtwald.

















