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Erste Universitätszahnklinik Brandenburgs offiziell eingeweiht

Pressemitteilung vom 28.08.2026

Erinnerungsbild zur Eröffnung der Universitätsklinik für Zahnmedizin mit Initiatoren und Wegbegleitern sowie mit den in der Klinik tätigen Ärzten.
Erinnerungsbild zur Eröffnung der Universitätsklinik für Zahnmedizin mit deren Initiatoren und Wegbegleitern sowie mit den in der Klinik tätigen Ärztinnen und Ärzten.
Die feierliche Eröffnungszeremonie der Zahnklinik fand im benachbarten Straßenbahndepot statt.
Die feierliche Eröffnungszeremonie der Zahnklinik fand im benachbarten Straßenbahndepot statt.
MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon hieß die Gäste willkommen und schwor sie auf "einen besonderen Tag für Brandenburg" ein.
MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon hieß die Gäste willkommen und schwor sie auf „einen besonderen Tag für Brandenburg“ ein.
Ein Ensemble mit Geschichte: das Straßenbahndepot und die aus dem denkmalgeschützten E-Werk geformte Universitätsklinik für Zahnmedizin.
Ein Ensemble mit Geschichte: das Straßenbahndepot und die aus dem denkmalgeschützten E-Werk geformte Universitätsklinik für Zahnmedizin.

Die Universitätsklinik für Zahnmedizin der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) ist am heutigen Freitag offiziell eingeweiht worden. Im Beisein von Oberbürgermeister Daniel Keip wurde der neue universitäre Gesundheitsstandort im denkmalgeschützten ehemaligen Elektrizitätswerk in der Bauhofstraße 2 – 4 feierlich eröffnet.

Die zahnmedizinische Versorgung läuft bereits seit dem 3. August 2026. Mit zunächst fünf vollständig digital ausgestatteten Behandlungsplätzen ist die erste Universitätszahnklinik des Landes Brandenburg damit erfolgreich in den klinischen Betrieb gestartet. Schrittweise soll die Kapazität auf rund 40 Behandlungseinheiten ausgebaut werden. Bis zu 40.000 Behandlungsfälle pro Jahr sind im Endausbau möglich.

Oberbürgermeister Daniel Keip:

Mit der Universitätszahnklinik trägt unsere medizinische Hochschule dazu bei, die zahnmedizinische Versorgung im Land Brandenburg langfristig zu stabilisieren. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Diese drohende Versorgungslücke kann zu einem guten Teil geschlossen werden – insbesondere in unserer Stadt Brandenburg an der Havel. Wir setzen darauf, dass einige Studentinnen und Studenten sich während ihrer Studienzeit in Brandenburg an der Havel verlieben – in die Stadt oder eine darin lebende Person – und bleiben werden.

Die neue Klinik verbindet Patientenversorgung, Lehre und Forschung unter einem Dach. Das Behandlungsspektrum reicht von der allgemeinen Zahnmedizin über Zahnerhaltung, Parodontologie und Endodontie bis hin zu Prothetik und Seniorenzahnmedizin. Ergänzt wird das Angebot durch Spezialsprechstunden, unter anderem für Menschen mit Zahnarztangst, Erkrankungen der Mundschleimhaut, Schlafzahnmedizin sowie mobile zahnmedizinische Versorgung. Weitere Polikliniken für Kieferorthopädie und Oralchirurgie sollen voraussichtlich zum Jahresende folgen.

Mit der neuen Universitätszahnklinik schaffen wir einen Ort, an dem moderne Patientenversorgung, praxisnahe Ausbildung und Forschung eng zusammenwirken. Unser Ziel ist es, den Menschen in der Region eine hochwertige, wohnortnahe Behandlung zu bieten und gleichzeitig den zahnmedizinischen Nachwuchs gezielt auf die Versorgung in Brandenburg vorzubereiten,

hatte Prof. Dr. med. dent. Dr. rer. med. Gerhard Schmalz, Geschäftsführender Direktor der Universitätsklinik für Zahnmedizin, bereits zum Klinikstart zusammengefasst.

Für die Ausbildung des zahnmedizinischen Nachwuchses hat die Klinik eine zentrale Bedeutung: Sie bildet das praktische Zentrum des Brandenburgischen Modellstudiengangs Zahnmedizin, den die MHB 2024 als ersten Studiengang dieser Art im Land eingeführt hat. Jährlich können 48 Studierende ihr Studium aufnehmen. Ab dem klinischen Studienabschnitt behandeln sie unter fachlicher Aufsicht eigene Patientinnen und Patienten.

Eine besondere Atmosphäre bietet dabei der Standort selbst: Das ehemalige Elektrizitätswerk aus den Jahren 1900/1901 wurde denkmalgerecht saniert und für die universitäre Zahnmedizin umgebaut. Historische Elemente wie Mauerwerk und Stahlkonstruktionen treffen auf moderne Medizintechnik, digitale Behandlungsprozesse und ein Simulationszentrum mit 35 Arbeitsplätzen.

Bis 2027 sind für die infrastrukturelle Ausstattung der Universitätsklinik Investitionen von knapp 5 Millionen Euro vorgesehen. Insgesamt umfasst die Klinik rund 3.500 Quadratmeter Nutzfläche und soll im Endausbau knapp 100 Mitarbeitenden, darunter mehr als 50 wissenschaftlichen Mitarbeitenden, Raum bieten.

Für Patienten ist die Universitätszahnklinik – Telefon: (03381) 2181222 – Montag bis Donnerstag von 08:00 bis 17:00 Uhr sowie Freitag von 08:00 bis 15:00 Uhr geöffnet.

Tag der offenen Tür: Wer sich für den Wandel des denkmalgeschützten Elektrizitätswerkes zur modernen Universitätsklinikinteressiert merkt sich 13. September 2026 vor: Von 10:00 bis 16:00 Uhr öffnet die Universitätsklinik für Zahnmedizin im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ ihre Türen für die Öffentlichkeit. Architekturführungen (Treffpunkt Haupteingang) sind um 10:30, 12:15 und 14:00 Uhr vorgesehen, wobei die Teilnehmerzahl auf jeweils 20 Personen begrenzt ist.