Feuerwehren stärken, Brandschutzerziehung reaktivieren

Pressemitteilung vom 21.03.2026

Feuerwehrleiter Sebastian Kalka, Oberbürgermeister Daniel Keip, Stadtverordneter Norbert Langerwisch, Beigeordneter Thomas Barz zählten zu den Gästen.
Feuerwehrleiter Sebastian Kalka, Oberbürgermeister Daniel Keip, Stadtverordneter Norbert Langerwisch und Beigeordneter Thomas Barz zählten zu den Gästen der Delegiertenversammlung des Stadtfeuerwehrverbandes.
Oberbürgermeister Daniel Keip
Oberbürgermeister Daniel Keip
Sven Wolfram, 1. Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverband Brandenburg an der Havel e.V.
Sven Wolfram, 1. Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverband Brandenburg an der Havel e.V.
Feuerwehrleiter Sebastian Kalka mit dem alten und neuen Vorstand des Stadtfeuerwehrverbandes.
Feuerwehrleiter Sebastian Kalka mit dem alten und neuen Vorstand des Stadtfeuerwehrverbandes.
Der Versammlungsraum war bestens gefüllt.
Der Versammlungsraum war bestens gefüllt.

Doppelpremiere bei der heutigen Delegiertenversammlung des Stadtfeuerwehrverband Brandenburg an der Havel e.V.: Zum ersten Mal nahmen der neue Leiter der Feuerwehr Sebastian Kalka und Oberbürgermeister Daniel Keip an der jährlichen Zusammenkunft des Verbandes teil, der seit dem 29. November 1994 der Interessenvertreter der Freiwilligen Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr und der Berufsfeuerwehr der Stadt Brandenburg an der Havel ist.

Oberbürgermeister Daniel Keip, der in seiner dritten Dienstwoche mit der Delegiertenversammlung den dritten Feuerwehrtermin wahrnahm, erklärte:

Wir haben den Gefahrenabwehrbedarfsplan für die zukünftige Aufstellung der Feuerwehr in Arbeit und müssen bei der Ausstattung und den Feuerwehrgerätehausen nachziehen.

Wegen des nicht zu üppig gefüllten Haushaltes müsse aber ganz gezielt da investiert werden, wo es notwendig ist. Fakt ist:

Wir werden unseren Kameraden immer den Rücken stärken! Wann immer ihr Probleme oder Ratschläge habt, kommt auf mich oder Thomas Barz zu, wir haben immer ein offenes für euch!

Beigeordneter Thomas Barz bedankte sich für die gute konstruktive Zusammenarbeit mit dem Verband und beteuerte:

95 Prozent aller Feuerwehren im Land sind Freiwillige Feuerwehren, ohne die der Brandschutz und die Rettungstätigkeiten nicht in vollem Umfang zu leisten wären. Auch deswegen gebührt Ihnen jede Unterstützung.

Feuerwehrleiter Sebastian Kalka kündete von der großen geleisteten Einsatzzahl im Vorjahr mit allein 316 Brand- und 1.270 Rettungseinsätzen sowie 17.258 Einsätzen im bodengebundenen Rettungsdienst. Er sprach den Investitionsdruck an Fahrzeugen und Liegenschaften an und hatte frohe Botschaften:

Die Personallage sollte sich etwas entspannen, wir haben acht Stellen für Leitstellendisponenten ausgeschrieben und 33 Bewerbungen zu verzeichnen. Wir werden in Kürze vier neue Rettungswagen in Dienst stellen sowie in diesem Jahr auch noch ein HLF 20 und TLF 4000 für die Freiwillige Feuerwehr.

Sven Wolfram, 1. Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbandes; stellte seinem Rechenschaftsbericht für das Vorjahr voran:

Für uns stehen der Brandschutz, der Bevölkerungsschutz und der Gesundheitsschutz unserer Kameradinnen und Kameraden im Mittelpunkt. Wir unterstützen die Arbeit in der Jugendfeuerwehr und fördern die Brandschutzerziehung.

Zahlen folgten: Zum 31. Dezember 2025 zählte der Verband 801 Mitglieder, darunter 252 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, 139 Mitarbeitende der Wachabteilungen und Leitstelle sowie 127 Kinder und Jugendliche der verbandsangehörigen Jugendfeuerwehren.

Trotz der beeindruckenden Gesamtzahl sei die notwendige Zahl der ehrenamtlichen Einsatzkräfte in einigen Ortwehren noch nicht erreicht,

deswegen wollen wir weiter um Mitglieder werben,

so Sven Wolfram, denn der Notfall könne nicht warten, bis Personal, Geräte und Fahrzeuge an anderer Stelle frei werden.

Er warb für angemessene Ausstattung und gute Unterbringung der ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden, für weniger Bürokratie und noch mehr Unterstützung:

Feuerwehr ist viel mehr, als Brände löschen, technische oder Erste Hilfe leisten. Feuerwehr ist Kinder- und Jugendarbeit, das Vermitteln von Werten, Feuerwehr ist gemeinschaftliches Zusammenleben in der Wehr und bei Einsätzen. Feuerwehr ist oft der Mittelpunkt des kulturellen und sportlichen Lebens im Ortsteil. Und: Die Feuerwehr ist für die Mitglieder aller Religionen, Herkunft und Geschlechter offen. Alle Kameradinnen, Kameraden und Bürger sind standesgleich, keiner wird ausgegrenzt. Alle haben das gleiche Streben nach der gegenseitigen Hilfe.

Im Rechenschaftsbericht ging es außerdem um Vorstandsarbeit, Ortwehrführer- und Jugendwartsitzungen, die Beitragserhöhung des Landesfeuerwehrverbandes und die ebenso am 18. Oktober 2025 beschlossene überarbeitete Vereinssatzung. Erwähnt wurde auch das mittels MBS-Förderung angeschaffte 7.000 Euro teure Mannschaftszelt und der Leistungsvergleich der Wehren im Ortsteil Schmerzke, der die Hoffnung schürt, dass der traditionelle Stadtvergleich zwischen den Jugendwehren und Ortwehren einen Neubeginn erlebt.

Dafür gab es bereits eine Bitte zur Beschaffung von zwei Druckbegrenzungsventilen, welche ausschließlich für Wettkämpfe zur Verfügung stehen. Für die Kosten von circa 1.300 Euro suchen wir Spender,

so Sven Wolfram.

Einen unerwarteten Geldsegen gab es im Oktober 2025 durch die Aktion „Antenne hilft helfen“, bei der Antenne Brandenburg und die Sparkassen in Brandenburg jeweils 2.000 Euro an Blaulichtvereine verschenkten. Der Stadtfeuerwehrverband hatte sich angemeldet, wurde bedacht und konnte dafür drei Brandschutzvorhänge beschaffen, die nun seit Januar 2026 drei Ortswehren beim sicheren Abarbeiten von Wohnungs- und Zimmerbränden zur Verfügung stehen.

Schließlich bat Sven Wolfram noch um Unterstützung für die 2026 vorgesehen Reaktivierung der Brandschutzerziehung,

damit es Jennifer und Christian Schulz gelingt, ein starkes Team aufzubauen, das für die Feuerwehr und die Bürger unserer Stadt diese Erziehung anbieten kann. Ich wünsche Euch und uns ein erfolgreiches und unfallfreies Jahr!

Dazu wird der vertraute Verbands-Vorstand beitragen, der nach Kassenbericht und einstimmiger Entlastung bei der Wahl bestätigt wurde.

Nächste Delegiertenversammlung: 20. März 2027.

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