Presseinformation

28.08.2013

Fledermäuse: Wie man sich vor Fledermaustollwut schützt

Pressearchiv - Meldung vom 28.08.2013

Im Zusammenhang mit dem Tollwutnachweis bei einer Fledermaus in Ludwigsfelde (Land Brandenburg) werden folgende Verhaltensempfehlungen gegeben. Tollwut kommt bei Fledermäusen immer mal wieder vor. Das Fledermaus-Tollwutvirus vom Typ EBLV-1 unterscheidet sich vom klassischen Virus der Fuchstollwut. Wie gefährlich ist Fledermaustollwut für Menschen?  Im Land Brandenburg ist bisher kein Fall bekannt, in dem ein Mensch an Fledermaustollwut erkrankt wäre. Dennoch kann eine einmal ausgebrochene Infektion beim Menschen und auch bei Haustieren zum Tode führen. Sind Fledermäuse an sich gefährlich für Menschen?  Von sich aus suchen Fledermäuse keinen Kontakt zum Menschen und Menschen sollten keinen Kontakt zu ihnen suchen, denn Fledermäuse stehen unter Artenschutz, weil ihre Bestände bedroht sind. Sind Fledermäuse am Boden, weil sie krank sind?  Eine aufgefundene Fledermaus muss nicht zwangsläufig an Tollwut erkrankt sein. Es kann sich auch um Jungtiere handeln, die sich verflogen haben oder um Tiere, die aus anderen Gründen verletzt sind. Generell gelten beim Umgang mit aufgefundenen Fledermäusen Regeln, die man beachten sollte! 1. Fledermäuse nicht anfassen
Eine aufgefundene Fledermaus sollte möglichst nicht angefasst werden! Falls es sich nicht vermeiden lässt, das Tier nicht mit bloßen Händen anfassen. Fledermäuse sind Wildtiere und somit in ihren Reaktionen unberechenbar. 2. Fledermaus-Sachverständige fragen
Bevor man eine Fledermaus aufhebt, sollte man sich den Rat eines Sachverständigen einholen. In der Stadt Brandenburg an der Havel kann man sich an den Krugpark, Ansprechpartnerin: Frau Kausmann, Tel. 03381/663135 wenden. Außerhalb der Dienstzeit können verletzte/tote Tiere an die Feuerwehrleitstelle, Tel. 112 gemeldet werden. 3. Nach Kontakt mit Fledermaus Hände waschen
Nach dem Kontakt mit einer Fledermaus sollte man sich gründlich die Hände mit Seife waschen. 4. Bei Fledermausbissen oder -kratzern sofort Arzt aufsuchen
Wurde man gebissen oder gekratzt, sollte man sich unbedingt an einen Arzt oder direkt an die Tollwut-Impf- und Beratungsstelle des Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam, Charlottenstraße 72 wenden. Diese Beratungsstelle ist rund um die Uhr besetzt und unter der Telefonnummer (0331) 241-0 zu erreichen. 5. Hunde und Katzen gegen Tollwut impfen
Hunde und Katzen müssen gegen Tollwut geimpft werden, auch wenn das Tier keinen Freigang hat. In seltenen Fällen verirren sich Fledermäuse nämlich auch in Wohnungen und können so von der Katze gefangen werden.Quelle: BerlinOnline/Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz

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