Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Pressearchiv - Meldung vom 18.11.2013

Pressemitteilung vom 18.11.2013

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag
Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Anlässlich des Volkstrauertages, am 17. November 2013, gedachten Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft auf der Kriegsgräberanlage auf dem Marienberg der Opfer beider Weltkriege. An den Gedenksteinen für die Vertriebenen, die gefallenen Soldaten und die Ziviltoten wurden Kränze und Blumengebinde niedergelegt.

Laura Pelz, Schülerin des von Saldern-Gymnasiums, sagte in ihren Gedanken zum Volkstrauertag unter anderem: „Für mich ist auch wichtig, dass man aus der Geschichte lernt und dass einem klar wird, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist, sondern dort am besten gedeiht, wo Offenheit und Toleranz gelehrt und gelebt wird. Denn der Frieden erfordert und fördert das Verständnis von Gut und Böse und festigt moralisches Verhalten. Die Millionen von Toten der Kriege dienen als Mahnung und weisen auf die Verantwortung hin, die wir Nachgeborenen haben.“

Nach der Gedenkrede von OTL d.R. Reiner Heublein am Gedenkstein für die gefallenen Soldaten ergriff Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann am Gedenkstein für die Ziviltoten das Wort und erinnerte dabei unter anderem daran, dass auch in Brandenburg an der Havel den Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg eine Großzahl an Menschen zum Opfer gefallen ist und viele Brandenburgerinnen und Brandenburger durch Bomben umgekommen sind. Außerdem sprach sie von den ca. 1.700 politischen Häftlingen aus Deutschland und 17 weiteren europäischen Ländern, an denen während der NS-Diktatur im Zuchthaus Brandenburg-Görden Todesurteile vollstreckt wurden, und von den mehr als 9.000 Kinder, Frauen und Männern, die allein in Brandenburg an der Havel im Rahmen der „Euthanasie“-Mordaktion von den Nazis in einer der ersten Gaskammern des Dritten Reiches getötet wurden. „Am Volkstrauertag gedenken wir der Menschen, die ihr Leben viel zu früh verloren haben. Und wir denken auch darüber nach, wie wir heute auf Krieg und Gewalt reagieren und was wir für Frieden und die Wahrung der Menschenrechte tun können“ spannte die Oberbürgermeisterin am Ende ihrer Rede den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart.

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