Gleichstellungsbeaufragte der Stadt: „Beendigung dieser Gewalt ist eine Generationenaufgabe"

Pressemitteilung vom 25.11.2021

Am Altstädtischen Rathaus wurde ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt.
Am Altstädtischen Rathaus wurde ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt.

Am heutigen „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen" haben die Gleichstellungsbeauftragte und die Kinder- und Jugendbeauftragte der Stadt Brandenburg an der Havel sowie Vertreterinnen des Arbeitskreises „Keine Gewalt gegen Frauen" und weiterer Frauennetzwerke gemeinsam die Fahne „Wir sagen Nein! zu Gewalt gegen Frauen!" am Altstädtischen Rathaus gehisst. In ihrer Rede führt die Gleichstellungsbeauftragte Jeanette Horn aus:

Die Beendigung dieser Gewalt ist eine Generationenaufgabe für die gesamte Gesellschaft. Jede 3. Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben geschlechtsspezifische Gewalt. Die Formen der Gewalt reichen von Beleidigungen und Demütigungen, über Kontrolle und Isolation bis hin zu körperlicher und sexualisierter Gewalt, und sogar Mord. Die 24 Frauenschutzeinrichtungen im Land Brandenburg befinden sich aufgrund von unsicherer und unzureichender Finanzierung im Dauerkrisenmodus. Es ist höchste Zeit, das bestehende Hilfesystem zu sichern und auszubauen, um betroffenen Frauen und ihren Kindern niedrigschwelligen Zugang zu Hilfs- und Schutzangeboten zu ermöglichen.
Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul Konvention) ist ein wirksames Instrument für diese großen Aufgaben und bietet eine Chance, die Situation für Frauen und Mädchen nachhaltig zu verbessern. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Gegen 17 Uhr wird auch die Friedenswarte auf dem Marienberg in einem orangefarbenen Licht erstrahlen. Mit diesem Zeichen soll weltweit auf die Thematik hingewiesen werden, um sie bekannter zu machen und sie langfristig zu bekämpfen.

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