



Jahr für Jahr entstehen der Stadt Brandenburg an der Havel hohe Kosten durch illegal entsorgten Müll. Allein im vergangenen Jahr mussten rund 170 Tonnen widerrechtlich abgelagerter Abfälle beseitigt werden – für mehr als 320.000 Euro. Diese Kosten werden über die Abfallgebühren finanziert und damit von allen Bürgerinnen und Bürgern getragen.
Immer wieder werden Müllsäcke, Sperrmüll, Bauschutt oder sogar gefährliche Abfälle wie Asbest, Dachpappe oder Batterien im öffentlichen Straßenraum oder im Wald entsorgt. Neben dem unschönen Erscheinungsbild stellen solche Ablagerungen eine Belastung für die Umwelt dar und können Wildtiere anlocken und gefährden.
Hinweise auf illegale Müllablagerungen gehen häufig von Bürgerinnen und Bürgern sowie den Ordnungs- und Sicherheitsbehörden ein. Die Meldungen werden an das Amt für Abfallwirtschaft, Bodenschutz und Grünflächen als öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger weitergeleitet. Mitarbeitende der Stadt prüfen die gemeldeten Fundorte, dokumentieren Art und Umfang der Ablagerungen und versuchen, den Verursacher zu ermitteln.
Kann die verantwortliche Person festgestellt werden, wird sie zur umgehenden Beräumung und ordnungsgemäßen Entsorgung der Abfälle aufgefordert. Darüber hinaus werden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Je nach Schwere des Verstoßes reichen die Konsequenzen von Verwarn- und Bußgeldern bis hin zu Strafanzeigen. Wiederholungstäter müssen mit höheren Bußgeldern rechnen.
Bleibt der Verursacher unbekannt, muss die Stadt die Entsorgung übernehmen. Insbesondere bei gefährlichen Abfällen sind dafür Fachfirmen erforderlich. Befinden sich illegale Ablagerungen auf Privatgrundstücken, wird geprüft, ob der Grundstückseigentümer zur Beräumung verpflichtet werden kann.
Ein wiederkehrendes Problem entsteht zudem bei der Sperrmüllentsorgung. Wird angemeldeter Sperrmüll zu früh an den Straßenrand gestellt, lagern häufig Unbekannte weitere Abfälle wie Restmüll, Kleidung oder Kartons daneben ab. Zuletzt war dies an der Homeyenbrücke zu beobachten. Da Sperrmüll vor der Verwertung nach Wertstoffen sortiert wird, können diese zusätzlichen Abfälle nicht gemeinsam entsorgt werden. Nicht angemeldete oder unzulässige Beistellungen bleiben liegen und führen zu weiteren Müllansammlungen.
Oberbürgermeister Daniel Keip appelliert an die Verantwortung aller Bürgerinnen und Bürger:
„Illegale Müllablagerungen sind kein Kavaliersdelikt. Wer seinen Abfall einfach in der Natur oder auf öffentlichen Flächen entsorgt, schadet unserer Umwelt und belastet die Gemeinschaft mit erheblichen Kosten. Es ist nicht akzeptabel, dass viele für das rücksichtslose Verhalten weniger bezahlen müssen. Ich rufe alle Brandenburgerinnen und Brandenburger dazu auf, Abfälle ordnungsgemäß zu entsorgen und illegale Müllablagerungen zu melden. Nur mit Vernunft, gegenseitiger Rücksichtnahme und gemeinsamer Verantwortung können wir unsere Stadt sauber und lebenswert erhalten.“
Meldungen von illegalen Müllkippen können an den Maerker erfolgen.
















