Interessante Informationsveranstaltung zum Stadtumbau

Pressearchiv - Meldung vom 18.04.2007

Pressemitteilung vom 18.04.2007

»Stadtumbau in Hohenstücken – Gemeinsam für Hohenstücken« – unter diesem Titel hatte die Arbeitsgemeinschaft Stadtumbau, in der die Stadt und sieben ortsansässige Wohnungsunternehmen vertreten sind, die Einwohner des Stadtteils Hohenstücken am 18.04.2007 zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Rund 120 Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils versammelten sich an Abend im Speisesaal des Seniorenzentrums „Martha Piter“, um sich mehr als zwei Stunden lang über die allgemeinen Ziele, die ersten Ergebnisse und die weiteren Vorhaben des Stadtumbaus zu informieren. Ausgehend von den gesamtstädtischen Rahmenbedingungen des Stadtumbaus wurden nach einem Rückblick auf bereits erfolgte bauliche Veränderungen im Stadtteil Hohenstücken die Planungen für den künftigen Rückbau von Wohnungen und Aufwertungsmaßnahmen präsentiert.

In Hohenstücken sind die Auswirkungen der demografischen Entwicklungen in den letzten Jahren besonders sichtbar geworden. Seit Ende 2000 reduzierte sich die Einwohnerzahl in Hohenstücken um rd. 4.600 Personen. Damit hat der Stadtteil seit der Jahrtausendwende rd. ein Drittel seiner Bevölkerung verloren! Dies hat deutliche Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Jede vierte Wohnung steht aktuell leer (insg. rd. 1.900 Wohnungen). Für die betroffenen Wohnungsunternehmen ist ein wirtschaftliches Überleben nur durch gezielte Abrisse langfristig nicht mehr vermarktungsfähiger Wohnungen möglich.
Seit 2004 sind in Hohenstücken über 1.000 Wohnungen vom Markt genommen worden. Bis Ende 2010 werden voraussichtlich mind. weitere 1.000 Wohnungen folgen.

Der Rückbau ermöglicht es dabei auch, neue Freiräume zu schaffen. Die an vielen Stellen sehr dichte Bebauung und der hohe Versiegelungsgrad werden damit aufgelockert. Durch den Stadtumbau wird das Wohngebiet zwar kleiner, aber auch grüner, überschaubarer und lebenswerter. Hierzu tragen insbesondere die parallel durchgeführten Aufwertungsmaßnahmen bei. Die Wohnungsunternehmen haben seit den 1990er Jahren umfassende Aufwertungen im Gebäude- und Umfeldbestand vorgenommen. Infrastruktureinrichtungen und öffentliche Räume sind ebenso attraktiv gestaltet worden. Zum Einsatz kamen hierbei verschiedene Förderprogramme (Stadtumbau Ost, Soziale Stadt, Förderprogramm „Städtebauliche Weiterentwicklung großer Neubaugebiete, Darlehen der ILB und KfW). Mit Hilfe der Förderprogramme „Soziale Stadt“ und „LOS – Lokales Kapital für soziale Zwecke“ sind zudem Initiativen entstanden, die auf die Stärkung nachbarschaftlicher und sozialer Strukturen ausgerichtet sind.

Dass der Stadtteil Hohenstücken auch künftig ein sehr wichtiger Wohnstandort für die Gesamtstadt sein wird, verdeutlichen die bislang durchgeführten und auch künftig geplanten Maßnahmen zur Stadtteilentwicklung. Um die bestmöglichen und nachhaltige Effekte erzielen zu können, die zur Stabilisierung des Stadtteils beitragen, ist eine Konzentration auf die zukunftsfähigen Quartiere notwendig. Nur so lassen sich kurze Wege und attraktive Infrastrukturen aufrechterhalten.

Wer keine Gelegenheit hatte, an der Einwohnerversammlung teilzunehmen oder sich ansonsten für das Thema „Stadtumbau“ interessiert, findet auf den Internetseiten der Stadt Brandenburg an der Havel unter www.stadt-brandenburg.de (Pinnwand) das am 18.04.2007 präsentierte Material und die Erstausgabe der Informationsbroschüre als PDF-Dokument.

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