
Im Mittelpunkt der Arbeit des Kulturbüros stand auch 2025 die aktive Netzwerkarbeit sowie die umfassende Unterstützung der Kunst, Kultur und Kulturschaffenden dieser Stadt.
Um bürokratische Prozesse zu vereinfachen und den Zugang zu kulturellen Aktivitäten zu erleichtern, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Oberbürgermeister und dem Ordnungsamt eine neue Verfügung zur Gebührenordnung Umwelt erarbeitet und erlassen, die eine Befreiung der Gebühren nach dem Landesimmissionsschutzgesetz für Kulturveranstaltungen ermöglicht.
Zudem konnte eine nutzerfreundlichere Internetpräsenz des Kulturbüros veröffentlicht und eine Online-Antragstellung für Zuwendungen bereitgestellt werden.
Damit stärkt das Kulturbüro seine Rolle als Mittler und Schnittstelle zwischen Kultur und Verwaltung. Es versteht sich als Partner, der gemeinsam mit allen Beteiligten pragmatische Lösungen entwickelt, um kulturelles Engagement zu fördern und weiterhin optimale Rahmenbedingungen für eine lebendige Kulturlandschaft zu schaffen.
Unter dieser Zielstellung konnte rückblickend Folgendes realisiert werden: Der Kulturstammtisch, als ein wichtiges Element der Netzwerkarbeit, findet nach wie vor unter reger Beteiligung der Brandenburger Kulturschaffenden und auf Einladung und Organisation des Kulturbüros statt. Netzwerkarbeit auf Landesebene war und ist ebenso wichtiger Bestandteil der Arbeit des Kulturbüros, die Teilnahme an kulturpolitischen Landesveranstaltungen und dem jährlich stattfindenden Arbeitskreis der Kulturverwaltungen im Land Brandenburg gehören zu unserem Selbstverständnis; zudem konnte die Zusammenarbeit mit Tourismusexperten in der Stadt und im Land intensiviert werden.
Um Kunst und Kultur sichtbarer in der Stadt Brandenburg zu machen, stellt das Kulturbüro den Kulturschaffenden seit 2024 den Kulturpavillon am Nicolaiplatz 1 kostenfrei zur Verfügung. Der Pavillon hat sich im Jahr 2025 als Kulturort etabliert. So wurde der Kulturpavillon im Jahr 2025 an insgesamt 262 Tagen genutzt.
In der St. Johanniskirche etablieren sich verschiedene Veranstaltungen als feste, regelmäßig wiederkehrende Events. Dazu zählen: Touristiker-Frühschoppen, Brandenburger Klostersommer, Geigenbauerworkshop und die Modelleisenbahnausstellung. Zudem war die Johanniskirche 2025 zum zweiten Mal Veranstaltungsort des Winterzirkus‘ im Rahmen des Weihnachtszaubers in der Altstadt.
Auf die Wiedererrichtung des Waldmops-Informationszentrums im Humboldthain unter Mitwirkung und Gestaltung des Künstlers Raphael Danke und unter Beteiligung zahlreicher Sponsoren blicken wir ebenso erfreut zurück, wie auf die Organisation Koordination des 60. Havelfestes 2025, sowie die erfolgreiche Vergabe der Dienstleistungskonzession 61. Havelfest 2026. Die Zusammenarbeit bzw. der Austausch mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften konnte intensiviert werden.
In 2025 wurden insgesamt 24 Projekte durch die Kulturförderung unterstützt. Verlässlicher Partner und Zuwendungsgeber war das Kulturbüro auch in 2025 für den Förderverein Stahlmuseum e.V. (Museumsbetrieb), die Stiftung Wredowsche Zeichenschule (Kursbetrieb Kunstschule), den event theater e.V. (Soziokulturelles Zentrum- Fontane Klub) und die Brandenburger Theater GmbH.
Darüber hinaus unterstützt das Kulturbüro jährlich die Ortsteile mit einem Ortsteilbudget, mit dem der Ortsvorsteher Veranstaltungen der Heimatpflege, des Brauchtums und der Fremdenverkehrsentwicklung sowie für Ehrungen und Jubiläen durchführen kann.
Ausblick 2026:
Das Kulturbüro möchte seine Rolle als Mittler zwischen Kultur und Verwaltung und verlässlicher Partner für eine vielfältige Kulturlandschaft auch in 2026 weiter stärken und ausbauen. Ein wesentlicher Meilenstein in diesem stetigen Prozess ist die Erneuerung der Kulturrichtlinie, die in 2026 in Kraft treten und Förderbedingungen und die Antragstellung transparenter und verständlicher machen soll.
Zudem steht das Kulturbüro 2026 erstmalig vor der Herausforderung, den Kultursommer der Stadt auszurichten. Die Planungen und Organisation dazu laufen auf Hochtouren.
Für den Kulturpavillon Jahr 2026 liegen bereits Reservierungen bis Oktober 2026 vor, darunter erstmals das Jugendkulturprojekt „Arcadebau“.
Auch die St. Johanniskirche ist als Veranstaltungsort weiterhin stark nachgefragt unter den Kulturschaffenden der Stadt Brandenburg an der Havel. Darüber hinaus freut sich das Kulturbüro auf ein 61. Havelfest und spannende Projekte, die im Rahmen der Kulturrichtlinie realisiert werden können.
















