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Mehr Sicherheit auf dem Schulweg: Stadt Brandenburg holt Bundesförderung für Wilhelmsdorf

Pressemitteilung vom 16.09.2026

Schmale Wege, viele Autos prägen das Revier.
Schmale Wege, viele Autos prägen das Revier.
Eine der überarbeitungsbedürftigen Querungsstellen entlang der Ziesarer Landstraße.
Eine der überarbeitungsbedürftigen Querungsstellen entlang der Ziesarer Landstraße.
Übersicht über das Haupteinzugsgebiet der Bildungseirichtungen.
Übersicht über das Haupteinzugsgebiet der Bildungseirichtungen.
Haltestellenbereich in Wilhelmsdorf.
Haltestellenbereich in Wilhelmsdorf.

Kinder in Wilhelmsdorf sollen künftig sicherer und selbstständiger zu Fuß, mit dem Rad oder Roller zur Schule kommen. Möglich macht das eine Bundesförderung, die die Stadt jetzt beantragen darf. Das Modellprojekt „Kinderleicht Mobil Wilhelmsdorf“ wurde von der Fachjury als förderwürdig eingestuft.

Oberbürgermeister Daniel Keip erklärt:

Mit dem Projekt „Kinderleicht Mobil Wilhelmsdorf“ machen wir den Schulweg sicherer und stärken die Selbstständigkeit unserer Kinder. Das innovative Konzept für den Bereich Wilhelmsdorf/Eigene Scholle hat die Stadt kurzfristig gemeinsame mit der Technischen Universität Berlin entwickelt, sodass es nicht nur genau zu den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen passt, sondern auch zu den Zielen der Bundesförderung.

Was sich verbessert

Rund um die Grundschule „Am Krugpark“, die Kita „Windrad“, den Hort und das Naturschutzzentrum Krugpark soll ein zusammenhängendes, barrierearmes und sicheres Wegenetz entstehen: Insgesamt sollen rund zwei Kilometer Schul-, Freizeit- und ÖPNV-Wege als zusammenhängendes Netz betrachtet und aufgewertet werden. Geplant sind unter anderem:

  • Sichere Querungen und ausgebaute Geh- und Radwege
  • Bessere Beleuchtung und moderne Radabstellanlagen
  • Eine neue Haltezone für den Bringverkehr, 250 Meter vor der Schule, damit Kinder das letzte Stück selbstständig zurücklegen.
  • Ein künstlerisch gestaltetes Willkommenstor an der Haltezone als attraktiver und identitätsstiftender Auftakt des letzten Stückes Schulweg.

Durch eine klare Verkehrsorganisation im Hol- und Bringverkehr wird die Verkehrssicherheit deutlich erhöht. Unser Ziel ist es weiterhin, dass mehr Kinder mit Rad, Roller, et cetera zur Schule fahren und dadurch Selbstvertrauen im Straßenverkehr gewinnen,

erklärt Tiefbauamtsleiter Christian Fuß.

Als wesentliche Klimabeiträge sehen die Pläne Entsiegelungen im direkten Umfeld und den Einsatz wasserdurchlässiger Beläge vor sowie Gründächer und standortgerechte Begrünung. Ein digitales Informationsdisplay am Radweg soll Kinder zudem für Hitze, Starkregen und klimaangepasstes Verhalten sensibilisieren.

Mit dem Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung vom 24. Juni 2026 hatte die Stadtverwaltung die Bestätigung erhalten, ein politisch gewolltes und mehr als nachhaltiges Projekt zu entwickeln. Das Gesamtvolumen liegt bei rund 3 Millionen Euro, gefördert wird mit 75 Prozent durch das Bundesverkehrsministerium und das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM). Der städtische Eigenanteil beträgt etwa 750.000 Euro. Die Projektumsetzung ist für die Jahre 2029 bis 2031 geplant.

Hintergrund zur Förderung

Der Förderaufruf „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ des Bundesverkehrsministeriums und des BALMs soll innovative Projekte zur sicheren und selbstständigen Mobilität von Kindern und Jugendlichen ermöglichen. Für die Förderlinie 1 „Zukunft fährt Fahrrad“ sind insgesamt 62 Projektskizzen eingereicht worden, über die eine Jury Ende August befand und befand das von der Stadt eingereichte Projekt als förderfähig. Die Stadt ist nun bis zum 5. Oktober 2026 zur aussichtsreichen Antragstellung aufgefordert. Die Projektumsetzung wird nach Förderzusage erfolgen.