




Mit einem Appell zur aktiven Gestaltung des digitalen Wandels hat Brandenburgs Oberbürgermeister Daniel Keip die 13. Focus-Tagung im Paulikloster eröffnet. Drei Tage lang berieten Fachleute aus Museen, Archiven und Wissenschaft im Paulikloster über Chancen und Grenzen Künstlicher Intelligenz im Kulturbereich.
„Ohne Künstliche Intelligenz wird es künftig nicht gehen. Auch nicht in Museen. Entscheidend ist, wie sie eingesetzt wird,“
sagte Keip. Die Tagung sei ein Ort des Austauschs, an dem neue Technologien unter realen Bedingungen geprüft und Strategien für die Zukunft entwickelt werden.
Unter dem Motto „KI und Co. im Museum – was geht!?“ widmete sich die Veranstaltung den Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis. Neben Fachvorträgen und Diskussionsrunden standen Workshops im Mittelpunkt, in denen konkrete Anwendungen erprobt wurden. Hersteller präsentierten technische Lösungen, während Hochschulen aktuelle Forschungsergebnisse vorstellten und kritisch einordneten.
Daniel Keip stellte die Entwicklung Brandenburgs als Beispiel für gelungenen Wandel dar.
„Brandenburg an der Havel steht für Geschichte und Wandel zugleich,“
sagte er. Die Stadt habe sich von einer Industriemetropole zu einem modernen Lebensraum entwickelt, ohne ihre historische Identität zu verlieren.
„Eine Stadt ist kein fertiges Werk, sondern ein lebendiger Organismus.“
Mit Blick auf die Museen betonte der Oberbürgermeister die doppelte Herausforderung: steigende Erwartungen bei gleichzeitig knapper werdenden Ressourcen. Künstliche Intelligenz könne hier unterstützen, etwa bei der Vermittlung von Geschichte oder der Erschließung neuer Zugänge für das Publikum.
„KI kann helfen, Geschichte anschaulicher zu machen und neue Perspektiven zu eröffnen,“
so Daniel Keip.
Zugleich mahnte er zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Technologie.
„Es geht nicht nur um Technik. Es geht um den Umgang mit Geschichte, um Vermittlung und um Verantwortung.“
Inhalte müssten überprüfbar bleiben, historische Zusammenhänge dürften nicht verfälscht werden.
Die Tagung griff diese Fragen gezielt auf. Ziel war es, Best-Practice-Beispiele sichtbar zu machen, Risiken zu benennen und Orientierung für den Einsatz von KI im Museums- und Ausstellungsbetrieb zu geben.
















