

Bereits seinen dritten Dienst-Tag hatte Oberbürgermeister Daniel Keip für eine Mitarbeiterversammlung vorgesehen und sah sich heute Vormittag einer übergroßen Anzahl an Mitarbeitenden gegenüber. Gut die Hälfte des 1.100-köpfigen Verwaltungsteams wollte hören und erleben, was der neue Verwaltungschef zu sagen hat. Er bekam zweimal die Chance dazu. Weil sich im Rolandsaal aus Brandschutzgründen nur 350 Gäste aufhalten dürfen, bat er diejenigen, die keinen Sitzplatz abbekommen hatten, in einer Stunde wiederzukommen – zur Wiederholung der Versammlung. Und sowohl in der ersten als auch in der zweiten Versammlung war der Rolandsaal des Rathauses gut gefüllt.
Seine Botschaft für alle:
„Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit Ihnen unsere Stadt weiter zu gestalten. Und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit einer Stadtverwaltung, von deren Leistungsfähigkeit ich zutiefst überzeugt bin.“
Deswegen werde er nicht alles anders machen.
„Aber ich werde versuchen, manches besser zu machen. Mit Augenmaß. Mit Sachverstand. Und gemeinsam mit Ihnen.“
Ein inhaltlicher Schwerpunkt seiner Amtszeit solle das weitere Wachstum der Stadt sein – mit einer klaren Perspektive auf bis zu 85.000 Einwohnerinnen und Einwohner.
„Dieses Wachstum ist kein Selbstzweck. Es ist Voraussetzung dafür, dass wir unsere soziale und bauliche Infrastruktur dauerhaft in der Qualität erhalten können, die unsere Stadt heute auszeichnet. Schulen, Kindertagesstätten, kulturelle Einrichtungen, Sportanlagen, Feuerwehr, Bürgerservice – all das braucht eine tragfähige demografische und finanzielle Grundlage. Wachstum bedeutet in diesem Sinne Stabilität. Und es ist zugleich ein Beitrag dazu, den Fachkräftebedarf abzumildern, den nicht nur wir als Stadtverwaltung, sondern auch unsere Unternehmen, unsere sozialen Einrichtungen und unsere gesamte Stadtgesellschaft spüren.“
Den Flächennutzungsplan gelte es als strategisches Instrument für die Zukunft unserer Stadt fortzuschreiben, den Bildungscampus zu realisieren und die 41 Millionen Euro, die unserer Stadt als Sondervermögen direkt zur Verfügung stehen, klug zu investieren.
„Unser Anspruch muss sein, aus jedem Euro so viel wie möglich für unsere Stadt zu machen.“
Ein weiterer großer Schwerpunkt werde das Stadtjubiläum 2029 sein -
„unsere 1100-Jahr-Feier. Ein ganzes Jahr soll unsere Stadt im Mittelpunkt stehen – nach innen wie nach außen. Ein Jahr, das Identität stiftet, Gemeinschaft stärkt und unsere Stadt selbstbewusst präsentiert. Und ein Jahr, von dem dauerhaft etwas Bleibendes ausgeht – im Stadtbild, in der Infrastruktur, im Selbstverständnis unserer Bürgerschaft.“
Weiterhin stellte Daniel Keip klar:
„Führung bedeutet für mich nicht Kontrolle bis ins Detail. Führung bedeutet, einen klaren Rahmen zu setzen, Orientierung zu geben und dann Verantwortung zuzulassen. Und wenn Fehler passieren – und sie werden passieren -, dann geht es darum, daraus zu lernen und nicht darum, Schuldige zu suchen.“
Und es gehe um den wertschätzenden Umgang miteinander.
„Unsere Verwaltung lebt von den Menschen, die hier arbeiten. Von Ihrem Engagement, Ihrer Fachlichkeit, Ihrer Erfahrung. Wertschätzung und Respekt sind keine weichen Themen. Sie sind Voraussetzungen für gute Arbeit, für Motivation und auch für Freude an dem, was wir täglich leisten. Ich werde gern und regelmäßig auf Ihren Rat zurückgreifen. Und ich möchte Sie ausdrücklich ermutigen, mir diesen Rat zu geben. Direkt. Über Ihre Vorgesetzten. Oder auch bei den Gesprächen in den einzelnen Ämtern in den kommenden Wochen. Wir haben es in der Hand, die Stadtverwaltung in der öffentlichen Wahrnehmung und im Alltag positiv darzustellen. Durch Professionalität. Durch Freundlichkeit. Durch Verlässlichkeit. Und durch den sichtbaren Willen, Lösungen zu finden.“
Man solle und könne stolz darauf sein, Teil des öffentlichen Dienstes in unserer Stadt zu sein.
„Im wahrsten Wortsinn leisten wir Dienst an der Öffentlichkeit. Wir sorgen dafür, dass Dinge funktionieren. Dass Regeln gelten. Dass Unterstützung ankommt. Dass Zukunft gestaltet wird. Ich habe große Lust auf diese Aufgabe. Und ich habe großes Vertrauen in Sie. Packen wir es gemeinsam an.“
Sodann hieß die Personalratsvorsitzende Claudia Sellin-Stieger den neuen Oberbürgermeister im Namen der Mitarbeiterschaft willkommen und es schloss sich die Gelegenheit für Fragen, Anregungen und Hinweise an.
















