Mit der bereits etablierten Kinder- und Jugendsprechstunde möchte Oberbürgermeister Daniel Keip neue Wege gehen. Künftig lädt er Kinder und Jugendliche nicht mehr nur ins Rathaus ein, sondern besucht sie dort, wo sie ihren Alltag verbringen. Geplant sind im Wechsel Besuche an Schulen sowie Treffen an Orten der Kinder- und Jugendarbeit. Auch Veranstaltungen im Rathaus soll es weiterhin geben.
„Ich möchte die Kinder und Jugendlichen vor allem dort treffen, wo sie sich ohnehin aufhalten, wo sie sich wohlfühlen und wo wir unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen können,“
sagt Oberbürgermeister Daniel Keip.
Wie ein solcher Austausch aussehen kann, zeigte sich kürzlich bei einem Besuch in der Konrad-Sprengel-Grundschule. Gemeinsam mit der Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt, Janne Engeleiter, nahm Daniel Keip in der Aula zwischen den Schülerinnen und Schülern Platz und sprach mit ihnen über Themen, die sie beschäftigen.
Dabei äußerten die Kinder unter anderem den Wunsch nach mehr Sauberkeit auf dem Schulgelände. Der Oberbürgermeister betonte, dass jeder Einzelne dazu beitragen könne, indem Abfälle ordnungsgemäß entsorgt, nichts beschmiert und auf die Einhaltung gemeinsamer Regeln geachtet werde.
Auch der Umgang mit Konflikten und Gewalt unter Schülerinnen und Schülern wurde thematisiert. Zudem berichteten die Kinder von einem modernen Alltagsproblem: Obwohl an der Schule ein Handyverbot gilt, werde dieses häufig umgangen. Generell nehme die Nutzung sozialer Medien im Schulalltag weiter zu.
Weitere Anliegen betrafen die Fahrradparksituation an der Schule, den morgendlichen Elternverkehr im Umfeld sowie den Wunsch nach einer Ausweitung der Schulsozialarbeit.
Darüber hinaus kamen auch stadtweite Themen zur Sprache. So bemängelten die Schülerinnen und Schüler die aus ihrer Sicht zu geringe Zahl öffentlicher Mülleimer – insbesondere am Packhof, den viele von ihnen als beliebten Treffpunkt nutzen.
Oberbürgermeister Daniel Keip versprach, die Hinweise und Anregungen in die Verwaltung mitzunehmen. Er zeigte sich erfreut über die Offenheit der Kinder sowie die große Bandbreite der angesprochenen Themen und wünschte ihnen bereits jetzt schöne Sommerferien und zuvor erfolgreiche Zeugnisse.


















