Oberbürgmeisterin informiert sich über Sicherheitslage

Pressearchiv - Meldung vom 19.06.2014

Pressemitteilung vom 19.06.2014

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann hat sich im Rahmen ihrer Sicherheitsgespräche mit der Brandenburger Polizei über die Sicherheitslage informiert.

Der Leiter der Polizeiinspektion Brandenburg an der Havel, Herr Polizeidirektor Mathias Tänzer kam dabei zu folgender Einschätzung:

„Verkehrssicherheit:
Bezogen auf das Jahr 2012 (2344) war die Anzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2013 (2206) rückläufig. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden (VU/P) stieg geringfügig von 264 auf 268 an. Im Stadtgebiet kamen 2013 2 Menschen (2012 = 2) bei VU ums Leben.

Hauptunfallursachen sind wie 2012 Nichtbeachten der Vorfahrt, zu geringer Sicherheitsabstand sowie Abbiegefehler.

Durch intensive Kontrollen der Polizei konnte die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich aller Hauptunfallursachen erheblich gesenkt werden. So wurden 2013 2635 (2012 = 1677) Geschwindigkeitsverstöße allein mit Lasermessgeräten festgestellt und geahndet. Bei Rotlichtverstößen wurden 355 Fahrzeugführer, überwiegend im Fahrverbotsbereich, festgestellt. 296 Fahrzeugführer wurden bei einer Fahrt unter Alkoholeinfluss, 51 unter Drogeneinfluss gestellt.
Besonders rückläufig waren dadurch die Hauptunfallursachen Geschwindigkeit (-44%) und Alkohol (-29%) am Steuer.

Kriminalitätslage:
Bezogen auf das Jahr 2012 (7351) stieg die Zahl der erfassten Fälle leicht auf 7969 an. Dieser Wert liegt jedoch erheblich unter denen der Jahre 2009-2011, in denen weit über 9000 Straftaten erfasst wurden. Von den erfassten Straftaten in der Stadt konnten 62% (2012=57) aufgeklärt und 2743 Tatverdächtige ermittelt werden.

Der Großteil der erfassten Fälle wurde im Bereich Eigentumskriminalität registriert. Sogenannte Kfz.- Delikte, darunter auch Diebstähle von Kraftfahrzeugen sowie Straftaten der Gewaltkriminalität gingen zurück. Einbrüche in Häuser und Wohnungen und Tageswohnungseinbrüche stiegen dagegen von 106 auf 130 Fälle an.

Auffällig ist der starke Anstieg der Fahrraddiebstähle von 401 auf 520 Fälle. Diese Entwicklung zeigt sich auch im Landestrend. Hintergrund ist zum großen Teil, dass inzwischen auch organisiert hochwertige Fahrräder (welche oftmals nur unzureichend gesichert sind) entwendet werden, um nach Osteuropa verbracht zu werden.

Schwerpunkte der Polizeiinspektion Brandenburg im Jahr 2014 sind insbesondere operative Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität.

Unterstützt werden diese Maßnahmen der Kriminalprävention, welche insbesondere die polizeiliche Beratung zur Erhöhung des eigenen Eigentumsschutzes zum Inhalt hat. Beispielhaft ist hier auf die Einführung des Projekts „KDNA“ (künstliche DNA Markierung für Wertgegenstände) durch den Sicherheits- und Präventionsrat der Stadt zu verweisen.

Fazit:
Insgesamt ist das Fazit zu ziehen, dass in der Stadt Brandenburg grundsätzlich ein gutes Sicherheitsniveau herrscht und die Polizeiinspektion Brandenburg trotz sehr angespannter Personallage für die Bürger da ist. Dazu trägt auch die außerordentlich gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und mit anderen Behörden und Institutionen bei.“

Dr. Tiemann und Tänzer waren sich darüber einig, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei im Sicherheits- und Präventionsrat fortgesetzt werden soll.

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