Presseinformation

02.02.2007

Reihe der Branchengespräche fortgesetzt

Pressearchiv - Meldung vom 02.02.2007

Die von Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann gemeinsam mit dem Amt für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaften eingeführte Reihe der Branchengespräche wird auch 2007 fortgesetzt. Den Auftakt in diesem Jahr machten die Einzellandwirte bzw. landwirtschaftlichen Unternehmen, die sich mit dem Stadtoberhaupt und den für diesen Bereich zuständigen Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung am 30.01.2007 im Technologie- und Gründerzentrum der Havelstadt zum Gedankenaustausch trafen. Neben zahlreichen Agrarbetrieben mit Betriebssitz oder zu bewirtschaftenden landwirtschaftlichen Nutzflächen auf dem Stadtgebiet nahmen daran auch Vertreter des Amtes für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landkreises PM, des Kreisbauerverbandes (KBV), der Agentur für Arbeit, der ARGE sowie anderer Bereiche der Brandenburger Stadtverwaltung teil.Nach der Begrüßung der Anwesenden gab die Oberbürgermeisterin einen kurzen Überblick zu geplanten und bereits angelaufenen Vorhaben und beantwortete diesbezügliche Fragen der Teilnehmer. Im Anschluss wurden seitens der zuständigen Fachämter Ausführungen zu den Vor-Ort-Kontrollen in landwirtschaftlichen Betrieben gemacht. Dabei bildete die Einführung von Cross Compliance den Schwerpunkt. Übersetzt bedeutet Cross Compliance die Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, d.h., im Bereich Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft sind seit 2005 die Prämienzahlungen auch an Regelungen des Fachrechts geknüpft. Hält der Landwirt diese Regelungen (z.B. zur Lebens- und Futtermittelsicherheit, Tierkennzeichnung, Grundwasserschutz etc.) nicht ein, so können unter Berücksichtigung eines gesamtbetrieblichen Ansatzes die EU-Direktzahlungen je nach Schwere, Dauer, Ausmaß und Häufigkeit des Verstoßes entsprechend gekürzt werden.Den zweiten Schwerpunkt des Branchengespräches bildete ein Vortrag zum Thema „Ausbildung in der Landwirtschaft“. Dazu wurden von der Regionalbeauftragten des KBV Potsdam-Mittelmark u.a. verschiedene Projekte vorgestellt, die das Interesse der Jugendlichen an Ausbildungsberufen im Agrarbereich wecken und fördern sollen. Einige der Unternehmen, die selbst Ausbildungsbetrieb sind, beteiligten sich rege an der Diskussion zu dieser Thematik. Immer wieder werde von den Ausbildungsbetrieben festgestellt, dass es vielen Auszubildenden sowohl an dem nötigen Grundwissen als auch an der richtigen Einstellung mangelt. Diese Probleme lassen sich jedoch nur lösen, wenn alle Beteiligten – also Schule, Berufsvertretung und Ausbildungsbetriebe – eng zusammenarbeiten.Einigkeit bestand auch am Ende dieses Gespräches wieder darüber, dass derartige Veranstaltungen eine gute Möglichkeit bieten, um auf Probleme und Nöte der jeweiligen Branchen aufmerksam zu machen und Lösungsansätze zu finden. Aus diesem Grund wird die Tradition der Branchengespräche auch in Zukunft fortgesetzt werden.

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