Presseinformation

13.08.2007

Stadt drängt auf schnelle und lückenlose Aufklärung

Pressearchiv - Meldung vom 13.08.2007

Die Oberbürgermeisterin hat als untere Bauaufsichtsbehörde nach Bekanntwerden eines tödlichen Sturzes aus einer Wohnung der WOBRA Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Brandenburg an der Havel mbH ein ordnungsbehördliches Verfahren eingeleitet. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde der WOBRA am heutigen Tage die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt. Als Sofortmaßnahme wurde verfügt, dass unverzüglich an den vorhandenen Balkontüren Absturzsicherungen (Umwehrungen) entsprechend § 33 Brandenburgische Bauordnung anzubringen sind und die ordnungsgemäße Ausführung mittels einer Erklärung des Objektplaners zu bestätigen ist.

 

Im Rahmen einer ersten Stellungnahme wurde seitens der WOBRA folgender Sachstand mitgeteilt:

 

„Am 11. August 2007 kam es zwischen 02.00 und 03.00 Uhr morgens zu einem tragischen Unglück in einem Haus der WOBRA. Aus einer Wohnung in der Goethestraße 9 stürzte die Mieterin durch die Balkontür aus ihrer Wohnung.

 

Die genauen Umstände, wie es zu diesem Absturz kommen konnte, sind bislang noch nicht geklärt. Die polizeilichen Ermittlungen laufen derzeit.

 

Der Geschäftsführer der WOBRA wurde informiert. Er brach seinen Urlaub ab, um zur Aufklärung des Sachverhaltes beizutragen.

 

Derzeit ist noch unklar, in welcher Form eine Absturzsicherung vor Einzug in die Wohnung angebracht wurde. Der mit der Sicherung beauftragte Bauleiter wurde hierzu befragt. Nach derzeitigem Kenntnisstand war die Balkontür durch Entfernen des Türgriffs gesichert worden. Ob eine zusätzliche äußere Sicherung, wie bei den anderen Balkontüren, vorhanden war, wird derzeit noch geprüft.

 

Durch die WOBRA wird derzeit auch geprüft, warum der unteren Bauaufsichtsbehörde die Fertigstellung nicht angezeigt bzw. die vorzeitige Innutzungnahme nicht beantragt wurde.“

 

Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann: „Das tragische Unglück bedauere ich zu tiefst. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen. Ich habe den Beigeordneten Michael Brandt beauftragt, im Rahmen des ordnungsbehördlichen Verfahrens die Hintergründe zu klären, so weit eine Zuständigkeit besteht. Außerdem werden die Ermittlungen der Polizei in jeder nur erdenklichen Form unterstützt. Ich hoffe auf eine schnelle und lückenlose Aufklärung.“

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