Stadtumbau im Kontext der integrierten Stadtentwicklung

Pressearchiv - Meldung vom 11.04.2011

Pressemitteilung vom 11.04.2011

Kurs halten – der erfolgreiche Stadtentwicklungsprozess der Stadt Brandenburg geht weiter

Am 21.02.2011 fand die Startberatung des Ministeriums für Infrastruktur und Raumentwicklung (MIL) mit der Stadt Brandenburg an der Havel zum Programm Stadtumbau Ost 2010 – 2016 statt. Auf Basis der eingereichten Stadtumbaustrategie wurde die Stadt Brandenburg an der Havel in einem Wettbewerbsverfahren aufgenommen.

Es gibt drei Schwerpunkte:

  • Kernstadt
  • Hohenstücken
  • Nord

Die fortgeschriebene Strategie im Kontext des Masterplanes mit der Konzentration auf die Kernstadt und Hohenstücken wurde bestätigt und um Nord als attraktiver innenstadtnaher, aber stark von der Überalterung betroffener Stadtteil erweitert. Mit den Schlüsselprojekten, Hauptbahnhof und Umfeld, der Aufwertung des Marienbergs und der Umgestaltung des Nikolaiplatzes als zentrale Impulse der Kernstadtentwicklung, wurde begonnen.

„Wir sind auf dem richtigen Weg. Ein Zeichen des erfolgreichen Stadtentwicklungsprozesses ist die Trendwende im Wanderungssaldo der Bevölkerung. Seit 2009 ist das Wanderungssaldo wieder positiv und die Innenstadt verzeichnet Bevölkerungsgewinne.“, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Dietlind Tiemann.
In Hohenstücken verlangsamt sich seit 2009 der Bevölkerungsverlust deutlich. Durch den Rückbau von ca. 3000 Wohnungen hat sich der Wohnungsleerstand von 2006 bis 2010 von ca. 16% auf 12% reduziert, in Hohenstücken von 31% auf 21%. Bis 2020 ist ein weiterer Rückbaubedarf von 2700 WE angestrebt.

Die Kernstadt bleibt Aufwertungsschwerpunkt, der gründerzeitliche Ring gerät stärker in den Fokus. Mit der Aktivierung städtebaulich wichtiger Altbauten sollen neue Impulse gesetzt werden.
Für Nord soll mit einer Doppelstrategie – mittelfristiger Rückbau nicht mehr nachgefragtem Wohnraum und der Aufwertung des öffentlichen Raumes – der Generationswechsel begleitet werden.
In Hohenstücken wird der Rückbauprozess kleinteilig fortgesetzt, das Wegenetz wird gesichert und umgebaut. Der Gesamtprozess wird von den Angeboten des Quartiersmanagements weiter flankiert.

Aufgrund der Kürzungen der Städtebauförderung im Bundeshaushalt 2011 und vermutlich auch 2012 sowie dem Fehlen einer Anschlussregelung für die Altschulden der Wohnungsunternehmen wird künftig der weitere Stadtumbau mit geringerem Tempo erfolgen.

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