


Oberbürgermeister Steffen Scheller gratulierte am 4. Januar im AWO-Seniorenheim „Am Wasserturm“ in Kirchmöser Meta Altenkrüger zum 105. Geburtstag und wünschte ihr vor allem Gesundheit.
Zum Geburtstag gab es Eierlikör, eine Urkunde und Topfpflanze von der Stadt. Zu den ersten Gratulanten gehörten auch ihre Nichte Karla Jackisch und ihr Neffe Axel Schulze, die sich regelmäßig liebevoll um ihre Tante kümmern.
Und die ehemalige Wusterwitzerin zeigte, dass sie trotz ihres Alters noch fit ist: eine Lesebrille benötigt sie noch nicht und sie sagte ein Gedicht auf. Bis 99 Jahre fuhr sie noch ein Elektromobil, davor war sie bis ins hohe Alter mit Fahrrad in Wusterwitz, Kirchmöser und Warchau unterwegs. Bis 100 Jahre hat sie ihren Haushalt noch alleine hinbekommen. Als die Kraft nachließ, wechselte sie 2022 ins Pflegeheim im benachbarten Kirchmöser.
Das Laufen bereitet ihr zunehmende Probleme. Auch das Hören lässt nach, aber auf ein Gehörgerät verzichtet sie:
„Wer was Wichtiges zu sagen hat, sagt es etwas lauter.“
Und auch was die Ernährung betrifft, hat sie klare Prinzipien: Sie bevorzugt Butter und meidet Schmalz.
Steffen Scheller berichtete sie, neben Familienerlebnissen, von ihrem Malheur vor einigen Jahren, als sie beim Schlachten einer Ente einen Zeigefinger verlor.
Meta Altenkrüger wurde in Warchau geboren und ist dort auch zur Schule gegangen. Sie sei eine durchschnittliche Schülerin gewesen, wenngleich sie gerne die Klassenbeste gewesen wäre, erinnert sie sich.
Sie arbeitete zunächst als Hauswirtschaftlerin bei einem Rechtsanwalt. Durch Heirat mit ihrem Erich zog sie später nach Wusterwitz und arbeitete bis zur Rente in Kirchmöser in der Zentralen Beschaffungsstelle, wo sie Gabelstapler fuhr. Nebenbei betrieb sie eine Viehwirtschaft mit Enten, Hühnern, Ziegen, Kaninchen und Schweinen.
„Meine Tante war immer in Bewegung. Sie bewirtschaftete auch noch im hohen Alter ihren Garten, half bei der Pflege von Gräbern von Angehörigen und wenn in der Familie Angehörige gepflegt werden mussten, half sie auch hier tatkräftig. Sie ist eine gute Seele, die sich für die Familie immer aufgeopfert hat,“
berichtet Axel Schulze.
Ihre Ehe blieb kinderlos, aber Meta Altenkrüger hat drei Neffen, zwei Nichten sowie jeweils drei Großneffen und Großnichten, von denen einer am 4. Januar ebenfalls Geburtstag feiert.
Übrigens: Meta Altenkrüger ist die aktuell älteste Brandenburgerin. Insgesamt sind 42 Brandenburgerinnen und Brandenburger 100 Jahre und älter, darunter jeweils eine Person 105 und 104 Jahre sowie drei jeweils 103.
















