Vorstellung der Grabungsbefunde bei der Baustelle Plauer Straße

Pressemitteilung vom 01.09.2022

2 hockende Personen arbeiten mit Spateln an dem mittelalterlichen Körpergrab.
Die stellvertretende Grabungsleiterin Susann Möller und die Grabungshelferin Inola Steinbach während der Arbeiten an dem entdeckten mittelalterlichen Körpergrab
Die Grabungsleiterin steht mit 3 weiteren Personen rechts von dem 1,30 Meter breiten Graben.
Susann Möller erklärt vor dem Graben für die Hauptleitung der Fernwärme die aktuellen Befunde

Derzeit laufen in der Plauer Straße in der Brandenburger Altstadt Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Fernwärmeleitung und der Verbesserung der Fahrbahnoberfläche. Die Erdarbeiten werden im Auftrag der StWB und der Stadt Brandenburg begleitet durch die Grabungsfirma pmp. Grabungsleiter ist Torsten Trebeß.

Die Trasse folgt der letzten freien Strecke in der Mitte des Straßenraums und trifft dort eine bis dahin ungestörte archäologische Befundlage, die derzeit in den ersten vierzig Metern untersucht wird.

Erwartungsgemäß sind hier im Moment vielfältige Funde zu sehen. Über dem anstehenden eiszeitlichen Sand liegt eine urgeschichtliche Kulturschicht, die eine Besiedlung mindestens seit der Bronzezeit anzeigt. Eine Grube mit urgeschichtlichem Leichenbrand ist dem bekannten bronzezeitlichen Urnengräberfeld auf dem Altstädtischen Markt zuzurechnen.

Unklar ist noch, in welchem Kontext das mittelalterliche Körpergrab eines Kindes mitten auf der Straße zu erklären ist. Vor etlichen Jahren sind in der Umgebung ebenfalls auf der Straße schon einmal drei Bestattungen, eine weitere unmittelbar vor dem Altstädtischen Rathaus erfasst worden.

Derzeit werden die Tiefbauarbeiten aufgrund der archäologischen Funde unterbrochen. Die Straßenbauarbeiten werden weitergeführt, sobald die Archäologen ihre Untersuchungen abgeschlossen haben.

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