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Hitzehelfer Brandenburg: Gemeinsam gegen die Hitze

Projekt-Anlass:

Längere und intensive Hitzeperioden stellen insbesondere für ältere Menschen und kleine Kinder eine gesundheitliche Belastung dar. Hohe Temperaturen können zu ernsthaften gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen und erfordern besondere Aufmerksamkeit – sowohl im persönlichen Verhalten als auch im sozialen Umfeld.

In Brandenburg an der Havel ist der Anteil der über 65-Jährigen laut Bevölkerungsbericht 2022 auf nahezu ein Drittel gestiegen. Damit wächst auch die Zahl der Menschen, die während Hitzeperioden besonderer Unterstützung bedürfen. Kinder unter sechs Jahren zählen ebenfalls zu den besonders schutzbedürftigen Gruppen. Zugleich ist die frühe Kindheit eine prägende Phase, in der Achtsamkeit und Verantwortungsbewusstsein früh gestärkt werden können.

Hitze betrifft nicht nur Einzelne – sie fordert das Miteinander in Nachbarschaften, Familien und Quartieren heraus. Daraus ergibt sich die Chance, Selbstverantwortung und solidarisches Handeln gleichermaßen zu stärken.

Projekt-Ziel:

Im Mittelpunkt des Projekts steht sowohl die Förderung der Selbsthilfefähigkeit – also Wissen, Vorsorge und eigenständiges Handeln – als auch die Stärkung der gegenseitigen Hilfe und Solidarität im sozialen Umfeld. Das Projekt möchte Achtsamkeit füreinander fördern, Nachbarschaften aktivieren und ein unterstützendes Miteinander sichtbar und erlebbar machen.

Durch gezielte Informations- und Kommunikationsmaßnahmen werden Risikowahrnehmung, praktische Handlungssicherheit und Verantwortungsbewusstsein gestärkt – bei älteren Menschen, Kindern, Familien und ihrem sozialen Umfeld.

Ergänzend entsteht ein stadtweites, quartiersbezogenes Netzwerk aus Hitzehelfer*innen, das die formellen Pflege- und Gesundheitsstrukturen ergänzt und solidarische Nachbarschaftshilfe sicht- und erlebbar macht.

Projekt-Zeitraum:

1. August 2025 bis 31. Juli 2028

Vorstellung des Vereins

Der 2022 gegründete Bildungs- und Sozialverein BÄR meets ADLER widmet sich drängenden sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit.

Um diesen wirkungsvoll zu begegnen, initiiert der Verein gemeinwohlorientierte Projekte und Angebote, welche die Förderung von Bildung und starken Gemeinschaften in den Mittelpunkt stellen.

Kontakt:

BÄR meets ADLER e. V. / Büro Brandenburg (Vereinssitz):

Hauptstraße 56

14776 Brandenburg an der Havel

Telefon: (0151) 51294458

Internet: www.verein.baer-meets-adler.de

E-Mail: hallobaer-meets-adler.de

Vorstellung weiterer Projektpartner und des Beirats

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Brandenburg an der Havel umgesetzt.

Ansprechpartnerinnen im Gesundheitsamt:

Catrin Krüger (Psychiatriekoordination / Gesundheitsförderung)

Telefon: (03381) 585340

E-Mail: catrin.kruegerstadt-brandenburg.de

Amtsärztin Tatjana Wegert

Telefon: (03381) 585300

E-Mail: tatjana.wegertstadt-brandenburg.de

Projektbeirat:

Ines Kaemmerer, Volkssolidarität, Landesverband Brandenburg e. V.

Jessica Schulz, Stadt Brandenburg an der Havel / Amt für Stadtentwicklung und Denkmalschutz

Katja Fischper, Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg e. G.

Matthias Osterburg, Bürgerstiftung Brandenburg und Wohnungsbaugenossenschaft Brandenburg eG

Natalie Wateau, Stadt Brandenburg an der Havel / Amt für Jugend und Soziales

Tino Haberecht, Quartiersmanagement Hohenstücken und Bürgerhaus Hohenstücken (BAS Brandenburg an der Havel Arbeitsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft mbH)

Hitzetipps

Wenn die Temperaturen steigen, wird die eigene Wohnung schnell zur Hitzefalle. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Wärme draußen halten und das Raumklima angenehmer gestalten.

Hitzekniffe für zu Hause:

  • Fenster tagsüber abdunkeln
  • Früh morgens und spät abends lüften
  • Durchzug nutzen
  • Zimmerpflanzen für ein besseres Raumklima einsetzen

Schon kleine Veränderungen helfen dabei, die Belastung durch Hitze zu reduzieren – besonders für ältere Menschen, Kinder oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Ein angenehmes Raumklima schafft Schutz und Erholung an heißen Tagen.

Hohe Temperaturen können unterwegs schnell zur Belastung werden. Deshalb ist es wichtig, den Alltag an heißen Tagen anzupassen und gut auf den eigenen Körper zu achten.

Hitzekniffe für unterwegs:

  • Erledigungen möglichst in die Morgen- oder Abendstunden legen
  • Schattenplätze aufsuchen und Pausen einlegen
  • Sonnenschutz nicht vergessen – mit Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme

Gerade zwischen 11 und 17 Uhr ist die Sonne besonders intensiv. Wer Aktivitäten in dieser Zeit reduziert, schützt Kreislauf und Gesundheit. Besonders wichtig ist das für ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die an heißen Tagen schneller belastet sind.

Hitze bedeutet Stress für den Körper. Umso wichtiger ist es, an heißen Tagen ausreichend zu trinken, leichte Mahlzeiten zu essen und den Kreislauf zu entlasten.

Hitzekniffe für den Körper:

  • Regelmäßig trinken
  • Alkohol möglichst vermeiden
  • Leichte, luftige Kleidung tragen
  • Mit feuchten Tüchern oder Fußbädern abkühlen
  • Kleine und leichte Mahlzeiten bevorzugen
  • Auf Mineralstoffe achten
  • Medikamente und deren Lagerung überprüfen

Besonders Menschen mit Vorerkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten bei großer Hitze aufmerksam bleiben und ärztlichen Rat einholen.

An heißen Tagen helfen oft schon kleine Tricks, um den Körper abzukühlen und den Kreislauf zu entlasten.

Hitzekniffe für zusätzliche Abkühlung:

  • Wärmflasche mit kaltem Wasser als Kühlhilfe nutzen
  • Erfrischungsspray für Gesicht und Arme verwenden
  • Ätherische Öle vorsichtig zur Abkühlung einsetzen
  • Lauwarm statt kalt duschen, um den Kreislauf zu schonen

Schon kleine Maßnahmen können helfen, besser durch heiße Tage zu kommen – besonders für ältere Menschen oder Personen mit Kreislaufproblemen.

Wer sich frühzeitig vorbereitet, kommt entspannter und sicherer durch heiße Tage.

Hitzekniffe zur Vorbereitung:

  • Wetterdienste und Hitzewarnungen regelmäßig prüfen
  • Vorräte rechtzeitig anlegen
  • Unterstützung in Familie oder Nachbarschaft organisieren
  • Termine möglichst auf kühlere Tageszeiten verschieben
  • Auf Bewegung, Ernährung und Erholung achten

Besonders ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen profitieren von einer guten Vorbereitung auf starke Hitze. Gemeinsam vorbereitet zu sein bedeutet auch, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Angehörige nicht aus dem Blick zu verlieren.

Extreme Hitze kann zu ernsten gesundheitlichen Notfällen führen. Schnelles und ruhiges Handeln kann in solchen Situationen entscheidend sein.

Hitzekniffe für den Notfall:

  • Betroffene ansprechen und Hilfe holen
  • Bewusstsein und Atmung kontrollieren
  • Bei Bedarf die stabile Seitenlage anwenden
  • Den Rettungsdienst unter 112 verständigen
  • Bei Atemstillstand sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen – 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen im Wechsel oder durchgängige Herzdruckmassage durchführen sowie, wenn möglich, einen Defibrillator (AED) nutzen

Wichtig: Zögern Sie im Notfall nicht, Hilfe zu holen. Aufeinander zu achten und im Ernstfall zu handeln, kann Leben retten – besonders bei älteren oder gesundheitlich eingeschränkten Menschen.