Brandenburg an der Havel sichert mit Bundesförderung den nächsten Schritt für die Zukunft des Marienbades
Das Marienbad soll für die kommenden Jahrzehnte fit gemacht werden. Für die energetische Sanierung der städtischen Schwimmhalle erhält die Stadt gut 1,05 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS). Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderung am 24. September 2026 beschlossen.
Mit den Fördermitteln kann die Stadt wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Schonung von Ressourcen umsetzen. Vorgesehen sind unter anderem die Dämmung von Außenwänden und Flachdach sowie eine ressourcenschonende Modernisierung der Warmwasserbereitung. Dafür soll ein kombiniertes System aus Fortluftnutzung, Erdkollektor und Abluft-/Luft-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz kommen.
„Mit der Förderung können wir einen wichtigen Baustein für die Zukunft unseres Marienbades umsetzen. Unser Ziel ist klar: Wir wollen das Bad langfristig als wichtigen Ort für Schwimmunterricht, Vereinssport, Bewegung und Gesundheitsvorsorge in unserer Stadt sichern,“
so die Beigeordnete für Gesundheit, Bildung und Sport Alexandra Adel.
Die energetische Sanierung ist dabei Teil eines deutlich größeren Vorhabens. Eine von der Stadt beauftragte Studie hat gezeigt, dass rund 16 Millionen Euro investiert werden müssen, um das im Jahr 2000 eröffnete Marienbad für die kommenden 25 Jahre zukunftsfähig zu machen.
Allein rund 7 Millionen Euro entfallen auf die Bauwerke. Dazu gehört beispielsweise eine verbesserte Wärmedämmung der gläsernen Gebäudehülle. Weitere rund 3,7 Millionen Euro werden für die Modernisierung der technischen Anlagen benötigt. Geplant sind unter anderem neue Wasserpumpen und Lüftungsanlagen, eine Umrüstung auf LED-Beleuchtung sowie die Modernisierung des Kassensystems.
Für die Umsetzung der weiteren Sanierungsmaßnahmen setzt die Stadt auch auf Mittel aus dem „Zukunftspaket Brandenburg“, das ebenfalls aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes finanziert wird. Die nun bewilligte SKS-Förderung ergänzt diese Planungen und ermöglicht es, einen weiteren wichtigen Teil der notwendigen Sanierung anzugehen.
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ unterstützt Kommunen beim Abbau des Sanierungsstaus bei Sportstätten. Für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder hat der Deutsche Bundestag dabei insgesamt 250 Millionen Euro bereitgestellt. Hintergrund ist die besondere Bedeutung der Bäder für die Gesellschaft – insbesondere für Schwimmunterricht und Schwimmkurse, den Vereinssport sowie Bewegung und Gesundheitsvorsorge.
Das Interesse an dem Programm war entsprechend groß: Bis zum Ende des Interessenbekundungsverfahrens am 19. Juni 2026 gingen bundesweit 950 Projektskizzen mit beantragten Fördermitteln von insgesamt rund 3,2 Milliarden Euro ein. Dass Brandenburg an der Havel mit dem Marienbad in die Förderung aufgenommen wurde, ist ein wichtiger Schritt für das städtische Sanierungsvorhaben.
Mit der energetischen Sanierung schafft die Stadt eine weitere Grundlage dafür, das Marienbad langfristig als moderne und leistungsfähige kommunale Schwimmstätte zu erhalten.

















