

Das Ehepaar Birgit und Rolf Parnitzke aus Brandenburg an der Havel pflanzte den Baum am Gördenseewanderweg, unterstützt wurden sie dabei von ihrem Hund „Donni“. Die Zitter-Pappel (Populus tremula), auch Aspe genannt, zählt zu den sogenannten Pionierbaumarten. Das bedeutet, dass sie als Erstbesiedlerin auf Kahlflächen (z. B. nach Waldbränden) besonders konkurrenzstark und anpassungsfähig ist. Sie ist eine anspruchslose Baumart, die auf nahezu allen Böden gedeiht. Mit Jahrestrieben von 50 bis 100 Zentimetern ist sie eine sehr schnell wachsende, einheimische Baumart, die bis zu 30 Meter hoch werden kann. Mit einem Alter von etwa 100, maximal 200 Jahren wird sie für einen Baum allerdings nicht besonders alt.
Ihren Namen verdankt die Zitter-Pappel ihren rundlichen Blättern, die schon bei leichtem Wind am ganzen Baum zittern. Daran ist sie auch aus der Ferne gut zu erkennen. Ökologisch ist die Aspe eine sehr wertvolle Baumart, insbesondere als Lebensraum für Insekten. Auch Vögel nutzen sie gern als Brut- und Nisthabitat. Ihr Holz ist hell und leicht. Traditionell wird es für die Herstellung von Streichhölzern verwendet. Auch in der Zellstoff- und Papierindustrie sowie als Verpackungsmaterial für Lebensmittel findet es Verwendung.
In der Forstwirtschaft zählt die Zitter-Pappel zu den Weichlaubhölzern und wird gerne als Mischbaumart im Waldbau eingesetzt. Sie gilt zudem als sehr widerstandsfähig gegenüber klimatischen Extremen wie Hitze- und Trockenperioden. Da sie erst spät austreibt, können ihr auch Spätfröste kaum etwas anhaben. Dank dieser Eigenschaften bleibt die Zitter-Pappel auch im wärmer werdenden Klima eine Baumart, die in zukünftigen Wäldern und Parkanlagen ihren Platz haben wird. Der städtische Forstbetrieb bedankt sich beim Ehepaar Parnitzke für die Übernahme der diesjährigen Baumpatenschaft und wünscht viel Freude bei den kommenden Spaziergängen am Gördenseewanderweg sowie ein gutes Anwachsen des Baumes.
















