



Die neue Bahnüberführung im Zuge der B 1 bei Wust ist seit Freitag, 2. Oktober 2026, für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach, der Vorsitzende des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen, Mike Koehler, und Oberbürgermeister Daniel Keip eröffneten die Verbindung um 08:00 Uhr.
Die B 1 führt am östlichen Stadtrand nun über die Bahnstrecke. Damit entfällt das Warten an den Bahnschranken. Die Brücke übernimmt die Funktion des bisherigen Bahnübergangs und verfügt über einen Fahrstreifen je Richtung.
Der Geh- und Radweg über die Brücke bleibt zunächst gesperrt, da das Geländer noch nicht fertiggestellt ist. Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende nutzen weiterhin die provisorischen Wege und den Bahnübergang.
Daniel Keip:
„Auf diesen Tag haben die Menschen in Wust, Gollwitz und in der ganzen Stadt seit Jahrzehnten gehofft: Das Warten an der Schranke hat ein Ende. Damit wird auch die östliche Stadtanbindung über die B 1 spürbar besser. Mein Dank gilt besonders den Anwohnerinnen und Anwohnern für Ihre Geduld und dem Bund, dem Land und allen beteiligten Gewerken für die Realisierung der Bahnüberführung. Bis zur vollständigen Fertigstellung wird uns die B 1-Baustelle noch einige Monate begleiten. Doch wenn im April 2027 zeitgleich auch die Arbeiten in der Potsdamer Straße abgeschlossen sind, wird die gesamte süd-östliche Stadtanbindung deutlich leistungsfähiger und zukunftsfest aufgestellt sein.“
Robert Crumbach:
„Was ist nicht alles gesagt und geschrieben worden über diese Brücke. Dass sie ein Ärgernis sei, war noch das mildeste Urteil. Zur Wahrheit gehört aber auch: Diese Brücke wäre heute noch nicht fertig, wenn das Land und der Landesbetrieb Straßenwesen nicht so gehandelt hätten, wie sie gehandelt haben: Um Sperrpausen der Bahn zu berücksichtigen, wurde dem Bau der Brücke als vorgezogene Maßnahme zugestimmt. Alle übrigen Bauleistungen durften jedoch erst auf Grundlage eines bestandskräftigen Planfeststellungsbeschlusses ausgeführt werden. Der lag damals noch nicht vor. Am Ende war die Brücke vorzeitig fertig, auch wenn sie noch nicht nutzbar war. Ich gebe zu, kein gutes Bild, aber unter den gegebenen Umständen die sachgerechte Lösung. Was zählt, ist das Ergebnis, das wir heute sehen. Die B 1 verbindet Brandenburg an der Havel mit den umliegenden Gemeinden. Viele Menschen nutzen sie täglich auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. Mit der Brücke fallen die Unterbrechungen durch den Bahnverkehr weg. Das erleichtert den Alltag und macht die Fahrzeiten besser planbar. Dem Landesbetrieb Straßenwesen danke ich für seine Arbeit. Dem Bund danke ich für seinen finanziellen Beitrag.“
Mike Koehler:
„Wir haben den Brückenbau bewusst vorgezogen, um die uns von der Deutschen Bahn genehmigten Sperrzeiten 2022 zu nutzen. Sonst hätten wir voraussichtlich erst 2027 oder 2028 mit dem Bau der Brücke beginnen können. Mit den nun fertiggestellten Straßenanschlüssen können wir die Brücke bereits heute für den Fahrzeugverkehr freigeben und der beschrankte Bahnübergang ist Geschichte. Damit ist ein wesentlicher Teil des Vorhabens abgeschlossen.“
Arbeiten an der B 1 gehen weiter
Mit der Freigabe der Brücke ist ein wichtiger Teil des Gesamtvorhabens abgeschlossen. Die Arbeiten an der angrenzenden B 1 laufen jedoch weiter. Zunächst wird die Strecke in Richtung Gollwitz erneuert. Dabei werden ein Durchlass, die Fahrbahn sowie der Geh- und Radweg erneuert. Außerdem werden der Kurvenverlauf angepasst und die Zufahrt zum Einkaufszentrum Wust erneuert.
Der Kraftfahrzeugverkehr wird während dieser Bauphase über eine parallel verlaufende Behelfsstraße geführt. Da diese bau- und lagebedingt mit einer Einengung versehen ist, regelt eine Ampel die Durchfahrt. Deshalb kann es weiterhin zu Wartezeiten an der Baustelle kommen.
Das Einkaufszentrum Wust ist während der Bauzeit ausschließlich über die östlich gelegene Kreuzung erreichbar. Für den Fuß- und Radverkehr gibt es einen separaten provisorischen Weg.
Im ersten Quartal 2027 soll der dritte und letzte Bauabschnitt beginnen. Dafür wird die B 1 auf dem letzten Abschnitt vor dem Knotenpunkt Wuster Straße / An der Bundesstraße voll gesperrt. Über Beginn und Verkehrsführung informiert der Landesbetrieb Straßenwesen gesondert.
Der Abschluss des Gesamtvorhabens ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.
Insgesamt werden rund 17,1 Millionen Euro investiert.
















