Das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement als Entwicklungsmotor für die Havelstadt

Pressemitteilung vom 09.02.2026

Neugestalteter Eingangsbereich der Regattastrecke.
Neugestalteter Eingangsbereich der Regattastrecke.
Notkälteanlage für das Brandenburger Theater.
Notkälteanlage für das Brandenburger Theater.
Umbau der Turnhalle zur Aula im Salderngymnasium.
Umbau der Turnhalle zur Aula im Salderngymnasium.
Die Neustädtische Mühlentorstraße aus der Luftperspektive.
Die Neustädtische Mühlentorstraße aus der Luftperspektive.

Das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement der Stadt Brandenburg an der Havel hat im Jahr 2025 umfangreiche Aufgaben im infrastrukturellen Facilitymanagement sowie bei der Entwicklung kommunaler Immobilien wahrgenommen.

Im Bereich des infrastrukturellen Facilitymanagements wurden im Jahr 2025 zahlreiche Leistungen für Verwaltungsstandorte, Schul- und Sportobjekte sowie weitere städtische Immobilien erbracht. Für rund 125.000 Quadratmeter Reinigungsfläche wurde die Gebäudereinigung organisiert. Die Pflege von Staudenbeeten und Gehölzflächen umfasste etwa 37.600 Quadratmeter. Der Winterdienst wurde auf rund 44.000 Quadratmetern sichergestellt. Der Baumbestand von etwa 19.500 Bäumen wurde vollständig auf Verkehrssicherheit kontrolliert. Erforderliche Schnittmaßnahmen wurden umgesetzt.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Pflege und Unterhaltung der städtischen Sportanlagen für den Schulbetrieb und das Vereinsleben. Hinzu kamen zahlreiche Kleinreparaturen, Beschilderungen, Maßnahmen der Schädlingsbekämpfung, Aufgaben des Wachschutzes sowie Wartungs- und Pflegemaßnahmen in Gebäuden und auf Liegenschaften. Die Aufgabenerfüllung erfolgte durch eigene Beschäftigte sowie durch beauftragte Dienstleistungsunternehmen. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Vergabeverfahren konnten im Jahr 2025 zwei europaweite Ausschreibungen erfolgreich abgeschlossen werden.

Kommunale Immobilien setzten auch 2025 deutliche Entwicklungsimpulse. Grundstücksverkäufe, Sanierungen und strategische Entscheidungen eröffneten neue wirtschaftliche, soziale und infrastrukturelle Perspektiven für die Stadt.

Das ehemalige Gebäude einer Gemeinschaftsunterkunft in der Flämingstraße wurde veräußert. Vorgesehen ist dort der Bau eines Mehrgenerationenhauses mit studentischem Wohnen, Wohnen auf Zeit sowie Angeboten für Senioren und Familien.

Im Gewerbegebiet Nord in Kirchmöser wird der Verkauf einer größeren Grundstücksfläche an ein ansiedlungsinteressiertes Unternehmen vorbereitet.

Für einen seit Jahren leerstehenden und baulich maroden ehemaligen Lebensmittelmarkt im Stadtteil Görden wurde mit dem Erbbauberechtigten der Abriss vereinbart. Die freiwerdende Fläche eröffnet neue Entwicklungsmöglichkeiten. Erste Interessenten erarbeiten Nutzungskonzepte.

Mit der umfassenden Sanierung des Uferbereichs und der Spundwand auf Kleins Insel konnten langjährig bestehende bauliche Probleme behoben werden.

Der Ausblick auf das Jahr 2026 zeigt weitere zentrale Vorhaben. Zu Beginn des Jahres ist die Veräußerung des denkmalgeschützten Wohnhauses Bergstraße 16 vorgesehen, an dem die Stadt einen Miteigentumsanteil hält. Der künftige Eigentümer plant eine vollständige denkmalgerechte Sanierung und trägt damit zur Aufwertung der Bergstraße bei.

Für den Neubau von Gebäuden der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in der Bauhofstraße wird die Unterzeichnung des Grundstückskaufvertrages Anfang 2026 angestrebt. Damit wird die Grundlage für die Ansiedlung einer weiteren Bundesbehörde in Brandenburg an der Havel geschaffen.

Im Stadtteil Kirchmöser sollen am „Platz der Einheit“ neue Wohnmöglichkeiten entstehen. Der erforderliche Grundstückskaufvertrag soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden. Am Hauptbahnhof ist zudem der Abschluss des Grundstücksgeschäftes für den Neubau der Medizinischen Schule des Universitätsklinikums Brandenburg vorgesehen.

Zur Sanierung älterer Kindertagesstätten wurde ein neues Modell entwickelt. Für sieben Einrichtungen von drei Trägern sollen Erbbaurechte begründet werden und für die Träger eine verlässliche Grundlage für Investitionen und bauliche Modernisierungen schaffen. Aktuell laufen noch Verhandlungen über die seitens des Jugendamtes anzuerkennenden Kosten.

Der geplante Neubau eines Lebensmittelmarktes im Norden der Stadt erfordert die Erweiterung eines bestehenden Erbbaurechts. Damit werden die Voraussetzungen für einen größeren und zeitgemäßen Markt geschaffen.

Anfang 2026 soll zudem das Parkquartier Hohenstücken gemeinsam mit der Wohnungsbaugesellschaft Wobra erneut vermarktet werden. Erste Interessenbekundungen liegen bereits vor. Eine mögliche Veräußerung bietet die Chance auf eine weitere städtebauliche Aufwertung des Quartiers.

Aktuell in der Vermarktung befindet sich das zuletzt vom VHS-Bildungswerk genutzte Objekt in der Neustädtischen Wassertorstraße. Ein interessantes Objekt, nicht einfach zu entwickeln, aber mit unverbaubarem Blick auf eine reizvolle Landschaft.

Der Gebäudemanagementbetrieb der Stadt Brandenburg an der Havel hat im Jahr 2025 auch eine Vielzahl von Bau- und Sanierungsmaßnahmen umgesetzt und wichtige Projekte zur Stärkung der Bildungs-, Sport-, Kultur- und Verwaltungsinfrastruktur vorangebracht. Parallel wurden planerische Voraussetzungen für weitere Vorhaben geschaffen.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Bildungsbereich. Mit der bedarfsgerechten Erweiterung der Hildegard-von-Bingen-Oberschule in der Caasmannstraße wurde ein freistehendes Erweiterungsgebäude in Modulbauweise realisiert. Das Projekt mit einer Bruttogrundfläche von rund 2.760 Quadratmetern umfasst Klassen-, Fach- und Gruppenräume sowie Nebenflächen und wurde im September 2025 in Nutzung genommen. Die Baukosten beliefen sich auf 8,1 Millionen Euro.

Ebenfalls abgeschlossen wurde die Umgestaltung des Schulhofs der Grundschule „Theodor Fontane“ am Wredowplatz, einschließlich der Erneuerung von Grundleitungen und Abdichtungen. Die Maßnahme wurde überwiegend aus Bundesmitteln zur Schulinfrastruktur finanziert.

Am von Saldern-Gymnasium wurde die denkmalgeschützte ehemalige Turnhalle zu einer Aula für bis zu 199 Personen umgebaut. Dabei standen sowohl funktionale Anforderungen als auch der Denkmalschutz im Fokus. Der erste Bauabschnitt wurde 2025 abgeschlossen, die Fortführung mit dem Einbau der Lüftungszentrale läuft bis in das Jahr 2026.

Im Bereich Sport und Freizeit wurden der Sportplatz in der Beethovenstraße mit vollständiger Förderung saniert sowie der zweite Bauabschnitt der Eingangssituation an der Regattastrecke umgesetzt. Weitere Maßnahmen betrafen die Sicherstellung des Spielbetriebes im Brandenburger Theater durch eine temporäre Notkälteanlage sowie die Umgestaltung der Außenanlagen und Entwässerung an mehreren Schulstandorten.

Im Verwaltungs- und Kulturbereich standen unter anderem die Sanierung des Dienstgebäudes der Forstverwaltung am Eichendorfweg, Instandsetzungen am Verwaltungsobjekt Klosterstraße 14 sowie Dacharbeiten am Naturschutzzentrum Krugpark im Mittelpunkt. Zudem wurden Planungen für den Neubau der Feuerwache Kirchmöser vorangetrieben.

Für das Jahr 2026 sind weitere Investitionen vorgesehen. Dazu zählen die Fortsetzung der Sanierung des Außengeländes des Kinderhauses „Mittendrin“, Instandsetzungsmaßnahmen am Haus der Offiziere mit Fokus auf Fassade und Fenster sowie der Baubeginn der Regenentwässerung und Freiflächengestaltung an der Wilhelm-Busch-Schule. Darüber hinaus werden Sonnenschutzmaßnahmen an ausgewählten Schulstandorten vorbereitet.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet leider auch das Objekt des Brandenburger Theaters in der Grabenstraße. Hier gilt es, die umfangreichen Schäden eines kurz vor Jahreswechsel eintretenden Wasserschadens zu beseitigen.

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