Pressemitteilung vom 22.10.2026
Werner Jumpertz ist am 20. Oktober im Alter von 77 Jahren gestorben. Er hat das Leben in Brandenburg an der Havel über Jahrzehnte mitgestaltet: als Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe, als Kommunalpolitiker, als Vorsitzender des Stadtsportbundes und als engagierter Bürger.
„Werner Jumpertz hat sich über viele Jahre mit großer Tatkraft und persönlichem Engagement für Brandenburg an der Havel eingesetzt,“
sagt Oberbürgermeister Daniel Keip.
„Er war stets bereit, Verantwortung zu übernehmen, und hatte dabei eine besondere Nähe zu den Menschen. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Wir werden Werner Jumpertz als engagierten Mitstreiter und geschätzten Menschen in Erinnerung behalten.“
Seinen beruflichen Weg begann der Diplom-Verwaltungswirt in Köln und Chemnitz. 1998 kam er als Geschäftsführer zu den Verkehrsbetrieben Brandenburg an der Havel und prägte das Unternehmen bis zu seinem Ruhestand Ende 2015. In diese Jahre fielen der neue Betriebshof in der Upstallstraße, das Straßenbahnmuseum und der Zentrale Omnibusbahnhof. Er verantwortete auch unbequeme Entscheidungen: 2002 wurde der Straßenbahnverkehr auf dem Abschnitt Anton-Saefkow-Allee, Plaue und Kirchmöser West eingestellt.
Für die Stadt setzte er sich auch jenseits des Nahverkehrs ein. Politisch war er seit Jahrzehnten aktiv. Im Juni 2018 wählten ihn die Delegierten zum Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Brandenburg an der Havel. 2019 und 2024 zog er für die Sozialdemokraten in die Stadtverordnetenversammlung ein. Sein Mandat legte er erst kürzlich aus gesundheitlichen Gründen nieder.
Sein Engagement galt auch dem Sport. Bis 2021 stand er neun Jahre lang an der Spitze des Stadtsportbundes. Dafür zeichnete ihn der Landessportbund Brandenburg mit der Ehrennadel in Gold aus. Auch danach blieb er aktiv, unter anderem im Bürgerbeirat Hohenstücken.
Bei allem Einsatz blieb Werner Jumpertz ein Mensch mit rheinischer Lebensfreude. Im Brandenburger Karnevals-Club 1964 e. V., dessen Mitglied und Senator er war, bereicherte er das gesellschaftliche Leben der Stadt mit seiner herzlichen, humorvollen Art.
Die Stadt Brandenburg an der Havel wird Werner Jumpertz ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.

















